Donnerstag ist Tag der Pflege – Johanniter fordern mehr Wertschätzung

Johanniter vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen danken den Pflegenden – und richten eine Bitte an die Politik.

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Foto: Johanniter/Upfront Photo&Film

Rhein-Sieg-Kreis – Am 12. Mai ist der Internationale Tag der Pflege. Er erinnert an den Geburtstag der britischen Krankenpflegerin und Pionierin der modernen Krankenpflege, Florence Nightingale, und gilt als Symbol der Wertschätzung für das Engagement von Pflegekräften. „Die Johanniter vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen nehmen das Ereignis zum Anlass, ihre Anerkennung für die Teams aus der Pflege auszudrücken“, so Natalie Brincks vom Johanniter-Unfall-Hilfe. e. V. Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen.

„Mehr als 27.200 Stunden waren unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ambulanten Pflege allein im letzten Jahr unterwegs, um älteren Menschen zu helfen, länger im eigenen Zuhause zu leben. Sie unterstützen sie dabei selbstbestimmt ihren Alltag zu bewältigen. Das bedeutet körperlicher Einsatz, oft ein eng getakteter Zeitplan und viele emotional bewegende Momente – und das an jedem Tag der Woche – für unsere Teams“, berichtet Lorenz Schänzler, Fachbereichsleiter der ambulanten Pflege im Regionalverband.

Das Pflegen hat für die Johanniter einen besonderen Stellenwert, erklärt Brincks. Deutschlandweit betreiben sie 147 ambulante Pflegedienste mit rund 4.000 Mitarbeitenden. Allein der Regionalverband unterhält fünf große Sozialstationen und betreut mehr als 640 Patientinnen und Patienten.

Der Regionalvorstand wisse um die wertvolle Arbeit, die hier geleistet wird. Julian Müller und Axel von Blomberg, Mitglieder des Regionalvorstands: „Unsere Johanniterinnen und Johanniter sorgen unermüdlich mit ihrem hervorragenden fachlichen Know-how und ihrer ausgeprägten Herzlichkeit dafür, dass ihre Patientinnen und Patienten in guten Händen sind. Dafür sagen wir Ihnen heute – am Tag der Pflege -herzlichen Dank!“

Pflege verdient mehr Wertschätzung

Brincks weist darauf hin, dass sich die Johanniter für mehr gesellschaftliche und politische Wertschätzung des Pflegeberufs stark machten. Seit über zwei Jahren stelle die Corona-Pandemie eine zusätzliche Belastung für die Pflege dar. Nur durch die besonders hohe persönliche Einsatzbereitschaft der einzelnen Mitarbeitenden seien die besonderen pandemiebedingten Anforderungen zu bewältigen gewesen – bis an die Grenzen der Überlastung und darüber hinaus.

Sowohl im beruflichen als auch im privaten Alltag habe die Pandemie ein Maximum an Flexibilität von allen gefordert, das war eine ganz besondere Leistung, findet Julian Müller: „Damit sich Menschen aber auch in Zukunft für einen Pflegeberuf entscheiden, reichen Klatschen und Lippenbekenntnisse nicht aus. Wir müssen den Beruf jetzt attraktiver machen. Das sehe ich als eine wichtige Aufgabe der Politik an. Nur so können die Voraussetzungen geschaffen werden, damit wir auch morgen und übermorgen in der ambulanten Pflege noch genügend Mitarbeitende finden, die sich für diese wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe entscheiden werden.“

Die Johanniter vom Regionalverband Bonn/Rhein-Sieg/Euskirchen

Der Regionalverband unterhält fünf Sozialstationen an den Standorten Bad Honnef, Bonn, Meckenheim, Sankt Augustin und Troisdorf. 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen hier 640 Patientinnen und Patienten. Allein in 2021 waren sie dafür mit mehr als 27.200 Stunden auf den Straßen unterwegs.

Unterstützung für pflegende Angehörige

Von den besonderen Herausforderungen der Pandemie sind auch die pflegenden Angehörigen zusätzlich belastet. Um sie zu unterstützen, haben die Johanniter das Online-Angebot Johanniter-Pflegecoach: https://johanniter-pflegecoach.de entwickelt – eine Art Hilfe zur Selbsthilfe. Die zielgruppenspezifischen Online-Kurse vermitteln anschaulich Hintergrundwissen zu vielfältigen Aspekten der Pflege zu Hause. Die Kosten für das Kursangebot übernimmt die Krankenkasse.

 

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