
Bad Honnef-Aegidienberg. Der geplante Glasfaserausbau im Stadtbezirk Aegidienberg sorgt zunehmend für Verunsicherung. Der Bürgerverein Aegidienberg e. V. hat sich nun mit einer Pressemitteilung an die Öffentlichkeit gewandt und kritisiert vor allem den schleppenden Fortschritt sowie die ausbleibende Kommunikation durch den Anbieter Deutsche Glasfaser.
Bereits im Januar 2025 hatte das Unternehmen den Ausbau in Teilen von Bad Honnef-Aegidienberg angekündigt und intensiv beworben. Neben Haustürgesprächen und Infoständen gab es auch politische Unterstützung: Ein Empfehlungsschreiben des damaligen Bürgermeisters sollte zusätzliche Anschlusskunden gewinnen. Im August 2025 wurde schließlich die erforderliche Ausbauquote als erreicht gemeldet – ein entscheidender Meilenstein für den Start der Bauphase.
Doch seitdem herrscht Stillstand. „Wahrnehmbare Entwicklungen, belastbare Informationen oder verbindliche Zeitpläne gibt es bislang nicht“, erklärt der Vorsitzende des Bürgervereins, Thomas Heinemann. Eine Anfrage des Vereins an die Deutsche Glasfaser vom 23. März 2026 sei bislang unbeantwortet geblieben. Auch seitens der Stadt gebe es nach aktuellem Stand keine neuen Erkenntnisse.
Sorge durch Negativbeispiele aus anderen Regionen
Besonders beunruhigend sind für den Bürgerverein Berichte aus anderen Kommunen, in denen die Deutsche Glasfaser Projekte gestoppt oder ganz aufgegeben hat. So wurde etwa im Frühjahr 2026 bekannt, dass sich das Unternehmen aus mehreren Ausbauvorhaben zurückgezogen hat – teils nach bereits erfolgter Vertragsvermarktung. Diese Entwicklungen hätten vielerorts zu großem Unmut und Vertrauensverlust geführt.
„Wir hoffen, dass sich Aegidienberg nicht in diese Liste der Absagen einreihen wird“, so Heinemann. Gerade vor diesem Hintergrund sei eine klare und transparente Kommunikation dringend erforderlich.
Forderung nach Klarheit und Verbindlichkeit
Der Bürgerverein fordert daher zeitnah konkrete Aussagen zum weiteren Vorgehen. Neben einem verbindlichen Zeitplan erwarten die Verantwortlichen auch mehr Transparenz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern, die sich bereits für einen Glasfaseranschluss entschieden haben.
Die Bedeutung des Projekts sei unbestritten: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur gilt längst als zentraler Standortfaktor – sowohl für private Haushalte als auch für Unternehmen und zunehmend für Menschen im Homeoffice.









