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Bad Honnef

Ursula Studthoff: Vorschläge blockieren, das ist schon traurig

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Im Juni wählte die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen in Bad Honnef mit Ulla Studthoff ihre neue 1. Vorsitzende. Sie löste Dr. Beate Kummer ab, die acht Jahre die Arbeitsgemeinschaft leitete. honnefshopping.de wollte wissen, wie sie zu ihrer politischen Kariere steht, ob sie die Hoffnung aufgegeben hat, dass Frauen in der SPD auch mal die 1. Geige spielen und ob es neben einer Allianz aus CDU, FDP und Grünen in Bad Honnef nun auch eine Allianz der Frauen geben wird.

honnefshopping.de: Frau Studthoff, herzlichen Glückwunsch zur Wahl. Haben Sie damit eines Ihrer politischen Lebensziele erreicht?

Ulla Studthoff: Meine politischen Ziele waren und sind auf Inhalte aus und nicht auf ein Amt. Dennoch habe ich für den Vorsitz der ASF kandidiert, weil ich gerne gemeinsam mit anderen gestalte. Und natürlich freue ich mich über das Vertrauen, das meine Mitstreiterinnen mir entgegenbringen.

Die ASF hat die Gleichstellung von Frauen und Männern zum Ziel. In Ihrem Bad Honnefer Vorstand kommen auf acht Männer zwei Frauen. Stehen die Frauen nicht auf verlorenem Posten?

In meinem beruflichen Alltag sitze ich oft in Runden, in denen Männer die Mehrheit haben. Meine Erfahrung ist: In der Regel geht es nicht um die Anzahl; vielmehr sind die Kompetenzen der Frauen entscheidend. Auf verlorenem Posten stehen wir nur, wenn wir uns nicht einmischen. Und so, wie ich meine Mitstreiterinnen erlebe, nehmen wir diese Chance immer und deutlich wahr. Natürlich halte ich es für erstrebenswert, mehr Frauen für diese Funktionen zu gewinnen.

In der Präambel des ASF‐Bundesvorstandes ist auch zu lesen, die ASF sei der Gesamtpartei immer ein Stück weit voraus. Wobei und wie weit sind sie ihren männlichen Partei‐Kollegen in Bad Honnef voraus?

In der Präambel steht, dass die ASF in frauenpolitischen Fragen der Partei ein Stück voraus ist. Und wenn es um sehr spezifische Frauenfragen geht, habe ich sicher den männlichen Partei‐Kollegen etwas voraus. Aber nur so lange, bis es mir gelungen ist, dieses Wissen an sie weiterzugeben. Und dann finde ich es überhaupt nicht schade, keinen Vorsprung mehr zu haben.

Auch behauptet die ASF, sie spiegle die weibliche Bevölkerung in der Bundesrepublik wider. Wie viele Frauen, die ihre Wurzeln nicht in Deutschland haben, sind in der Bad Honnefer SPD aktiv?

Die ASF setzt sich für die Interessen von Frauen in vielen verschiedenen Lebenslagen ein. Wer sich dafür in der ASF engagiert tut das nicht, um nach den eigenen Wurzeln zu graben, sondern um politisch für alle Frauen etwas zu bewirken.

Auf der SPD-Website liest man über eine Blues‐Band, die Blitz‐Blank‐Aktion, das traditionelle Maifest – ist der Ortsverband eher eine Event‐ als eine aktive kommunalpolitische Partei?

Aktive Kommunalpolitik ist für mich auch, wenn wir uns Seite an Seite mit anderen Honneferinnen die Hände schmutzig machen, wie bei der Bitz-Blank-Aktion. Über Kommunalpolitik lässt sich aber noch einiges mehr auf der SPD‐Webseite finden ‐ wenn man nur will. Natürlich lässt sich unser Web‐Auftritt noch verbessern und wir arbeiten daran.

Ein Leser von honnefshopping.de meint in einem Kommentar, die Frauen in der Bad Honnefer SPD gäben sich „… mit dem schnöden Wirtschaftsleben ja eher ungern ab und beschäftigen sich lieber mit Kunst, Kultur und Sozialem“. Wollen Sie ihm widersprechen?

Team der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Bad Honnef

Kunst, Kultur und insbesondere Soziales gehören zum gesunden Wirtschaftsleben in einer Stadt. Schon deshalb, damit dieses nicht gar zu schnöde bleibt…

Sagen Sie uns bitte, was Sie als erstes tun werden, um die wirtschaftlichen Probleme in Bad Honnef zu lösen.

Wirtschaftliche Probleme zu lösen ist eine Gemeinschaftsaufgabe für alle Beteiligten. Dafür gibt es – leider – keine Patentrezepte. Mein Interesse ist es aber schon, überparteilich verantwortliche Akteure ‐ und dazu gehören auch Vertreter der Wirtschaft ‐ an einen Tisch zu holen, um gemeinsam Lösungswege zu finden.

Gegen die Allianz CDU, Grüne, FDP hat die SPD keine Chance. Soll das so bleiben oder suchen sich zumindest die SPD‐Frauen jetzt politische Partnerinnen?

Die SPD hat mit ihren lokalpolitischen Vorschlägen immer wieder Partnerinnen und Partner gesucht. Wenn Vorschläge lieber blockiert als offen und konsensorientiert diskutiert werden – das ist traurig. Es wird mich aber nicht davon abbringen, weiterhin das Gespräch anzubieten.

Wenn Sie als ASF‐Vorsitzende und Kommunalpolitikerin könnten: Was würden Sie am liebsten sofort in Bad Honnef ändern?

In der Politik ist die Frage nicht, was ich am liebsten sofort täte. Am Ende geht es darum, was ich unter den gegebenen Umständen zusammen mit anderen und auch gegen andere in die Wege leiten und vielleicht erreichen kann.

 

Zur Person

Ursula Studthoff 

Verheirat und Mutter von drei erwachsenen Kindern
Wohnt in Bad Honnef-Aegidienberg
Diplom Pädagogin. Studium der Pädagogik, Psychologie und Soziologie
30 Jahre Erfahrung in der Erwachsenen- und Jugendbildung, Geschäftsführerin der „Gesellschaft für berufliche Bildung gGmbH“
Spezialkenntnisse in der Beratung und Entwicklung von Bildungskonzepten, Finanzen und Controlling
Mitglied der SPD seit 1982
Politische Schwerpunkte: Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik

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Bad Honnef

Angebrannte Brötchen sorgten für Feuerwehreinsatz

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Diese angebrannten Brötchen lösten am Abend eine Brandmeldeanlage Am Spitzenbach aus | Foto: Freiwillige Feuerwehr Bad Honnef

Bad Honnef/Aegidienberg. Einen einsatzstarken Abend haben die Ehrenamtler der Freiwilligen Feuerwehr Bad Honnef hinter sich. Fast zeitgleich wurden gegen 19.30 Uhr alle Löscheinheiten alarmiert.

Ein angebranntes Brötchen löste die Brandmeldeanlage (BMA) in einem Haus Am Spitzenbach aus. Größerer Schaden entstand nicht. Im Einsatz waren hier die Löschgruppe Rhöndorf und der Löschzug Bad Honnef.

Der Löschzug Aegidienberg rückte zu einem Unfall mit zwei beteiligten Fahrzeugen und Leichtverletzten auf der A3 aus. Er sicherte die Unfallstelle ab und unterstützte den Rettungsdienst.

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Bad Honnef

Funkamateure funken vom Leuchtturmgelände in Berck-sur-Mer

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Leuchtturm in Berck-sur-Mer

Bad Honnef. Vom 16. bis zum 19. August diesen Jahres reisen mehrere Bad Honnefer Funkamateure/Innen nach Berck-sur-Mer, um vom Gelände des dortigen im Jahr 1950/51 erneuerten und 2005 umfassend renovierten Bercker Leuchtturmes Amateurfunkkontakte in alle Welt zu erstellen.

„Bereits in den vergangenen Jahren erreichten wir über Amateurfunk aus Berck-sur-Mer 1020 Funkkontakte in 52 Ländern der Erde auf fünf Kontinenten“, so der Ehrenvorsitzende des Partnerschaftskomitees Bad Honnef – Berck-sur-Mer, Dr. Hans Eckhard Krüger, selbst begeisterter Funkamateur und der Vorsitzende der Bad Honnefer Funkamateure, Stefan Scharfenstein.

In Berck-sur-Mer hätten sie eine großartige Unterstützung erfahren, so erhielten sie vom Bercker Traditionsverein “Patrimoine et Tradition” wieder eine Einladung auf das Gelände unmittelbar am Leuchtturm, so Krüger und Scharfenstein.

In der Zwischenzeit liegen alle erforderlichen Genehmigungen vor. So erlaubt die französische Telekommunikationsbehörde ANFR den Funkbetrieb aus Berck-sur-Mer unter dem weltweit einmaligen Sonderrufzeichen TM0BSM (TM0Berck Sur Mer) und die Leuchturmverwaltung DIRM gestattet den nicht alltäglichen Zugang auf den 45 Meter hohen Leuchtturm. Für die Funkbrücke Bad Honnef/Berck-sur-Mer sorgen die Mitglieder, nicht nicht mitreisen.

Zeitgleich findet das Internationale Leuchtturm- und Leuchtschiff-Wochenende (kurz: ILLW) statt. Seit 1993 nehmen Funkamateure aus über 90 Ländern der Erde an dieser Veranstaltung teil.

Weitere Informationen

http://www.qrz.com/db/tm0bsm
http://www.berck-bad-honnef.de/

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Bad Honnef

Kostenschätzung raus – Keine Zahlen – Bürgerinitiative kann starten

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Mitglieder der Bürgerinitiative "Rettet den Stadtgarten". V.l. Detlef Sattler, Martina Dorau-Vollmar, Ulrike Holtkamp, Jürgen Goosmann, Christian Holtkamp, Heinz Jacobs

Bad Honnef. Lange musste die Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten” auf die Kostenschätzung der Stadt für das von ihr in die Wege geleitete Bürgerbegehren warten. Nun kann es losgehen. Heute wurde sie per Mail und Post an die Initiatoren verschickt. Die Kostenschätzung ist Voraussetzung für den Beginn der Unterschriftensammlung. Zahlen wurden allerdings nicht genannt.

Seit 2011 müssen die Unterschriftenlisten von Bürgerbegehren eine Kostenschätzung enthalten. Es geht dabei um eine Schätzung der Kosten, die auf eine Kommune zukommen, wenn ein Bürgerbegehren erfolgreich ist. Die Kostenschätzung soll den Unterzeichnern eines Bürgerbegehrens als Anhaltspunkte über die finanziellen Konsequenzen ihrer Unterschrift dienen. Im Falle Stadtgarten fielen bei einem Erfolg logischerweise keine weiteren Kosten an.

Anders sieht es aus, wenn gebaut würde. Da aber laut Kostenschätzung der Stadt vom heutigen Tag  “… keine konkrete Planung als Basis für eine Kostenschätzung existiert”, gibt es auch keine konkreten Zahlen. Stellt sich die Frage: Warum musste die Bürgerinitiative dann so lange warten.

Die Vorbereitungen bei der Initiative sind nach Honnef heute-Informationen fast abgeschlossen, am kommenden Donnerstag soll ein letztes Abstimmungstreffen stattfinden.

Die Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten” will eine Bebauung verhindern. Dafür benötigt sie zunächst knapp 1700 Unterschriften Bad Honnefer Bürgerinnen und Bürger, um das Bürgerbegehren erfolgreich zu gestalten. Bleiben Rat und Verwaltung trotzdem bei ihrer Bebauungsabsicht, könnte es zu einem Bürgerentscheid kommen.

 

 

 

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