Bad Honnef – Das nasse, milde Winterwetter sowie die Forstarbeiten zur Bekämpfung der Borkenkäferkalamitäten im Schmelztal haben auf den Wanderparkplätzen im Schmelztal ihren Tribut gefordert: Derzeit sind die Oberflächen der Wanderparkplätze besonders matschig, sodass Verschmutzungen an Schuhen, Kleidung und Fahrzeugen nicht ausbleiben. In den vergangenen Wochen sind dazu bei der Stadt Bad Honnef mehrere Hinweise und Beschwerden eingegangen.

Grundsätzlich seien die Wanderparkplätze derzeit noch befahr- und nutzbar, erklärt Georg Pieper, Förster im städtischen Fachdienst Umwelt und Stadtgrün: „In diesem Jahr gab es kaum Tage mit Dauerfrost, dafür viele Regentage und durch den Schneetourismus im Siebengebirge auch eine sehr intensive Nutzung und Befahrung durch Spaziergänger und Wanderer. Das hat die Böden aufweichen und zusammen mit Laubresten der umliegenden Bäume eine Schlammschicht an der Oberfläche bilden lassen. Einen Teil dazu beigetragen haben sicherlich auch die Lkws, die zuletzt bis Weihnachten 2020 für die notwendige Holzabfuhr der Borkenkäferkalamitäten Teile der Parkplätze und deren Zufahrten genutzt haben.“ Da auch in den kommenden Wochen mit nasser Winterwitterung zu rechnen ist, werde sich am Zustand der Wanderparkplätze am Waldrand wenig ändern, betont Georg Pieper: „Würden wir jetzt Wegebaumaterial wie Schotter auf die entstandene, aufgeweichte Schicht aufbringen, könnte dies die Nutzbar- und Befahrbarkeit der Parkplätze noch einmal deutlich verschlechtern.“

Hinzu kommt, dass die Abfuhr des durch den Borkenkäfer befallenen und geschlagenen Holzes bis zum Frühjahr andauern wird und mit weiterer Beanspruchung der Oberflächen zu rechnen ist. Danach sollen die Parkplätze von grobem Schlamm, Blättern und Rindenresten von der Verladung der Bäume befreit werden. Geprüft wird derzeit auch, ob sich die Oberfläche der Wanderparkplätze mit Wegebaumaterial optimieren lässt, kündigt der Förster an: „Auch dann ist zu erwarten, dass Wanderer und Spaziergänger bei tagelangem Regenwetter schmutzige Schuhe bekommen werden, wie es an nassen Tagen im Wald und bei Ausflügen in die Natur zu erwarten ist.“

Thomas Heinemann

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