Was machen eigentlich die Jecken mit ihren Sitzungs-Raketen?

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Bad Honnef – Der Zweite Golfkrieg vom 2. August 1990 bis 28. Februar 1991 war für die Jecken der Anlass, die Karnevalszüge ausfallen zu lassen. Wegen des Angriffs auf die Ukraine sagte in der letzten Session das Festkomitee Kölner Karneval den Rosenmontagsumzug ab. Obwohl der Krieg im Laufe des Jahres an Brutalität und Dramatik deutlich zunahm und den Weltfrieden immer stärker bedroht, wird es in 2023 in den rheinischen Hochburgen heißen: D’r Zoch kütt!

Zu hoffen bleibt, dass die Jecken mit der nötigen karnevalistischen Konsequenz den Angriffskrieg kommentieren und nicht nur mit Larifari-Motto-Wagen daherkommen. Aber vielleicht muss auch über Details nachgedacht werden.

Russische Raketen, eingesetzt gegen die Zivilbevölkerung und lebenswichtige Infrastruktur, stehen für unvergleichliche Zerstörung, Vernichtung von Leben, Kriegsverbrechen. Sie sind in den Kriegsgebieten Symbol für die Hölle.

Im Karneval sind Spaß-„Raketen“ fester Bestandteil der Tradition. Ihr Hintergrund: Sie werden „gezündet“ als höchste Gunstbezeugung auf einer Sitzung für besonders gelungene Darbietungen. „Abgeschossen“ werden sie in drei Stufen: Beim Kommando eins klatscht das Publikum oder trommelt mit den Händen auf den Tisch. Beim Kommando zwei wird zusätzlich mit den Füßen getrampelt. Kommando drei eröffnet ein ohrenbetäubendes Pfeifkonzert.

Frage: Werden oder sollen die Jecken angesichts der verheerenden Auswirkungen des Mordinstruments in den Kriegsgebieten diesmal während der Sitzungen aus Gründen der Pietät auf ihre Spaß-Rakete verzichten?

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