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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > An die Redaktion > Was verspricht sich der Bürgerbund von solchen Aktionen?
An die Redaktion

Was verspricht sich der Bürgerbund von solchen Aktionen?

Letztes Update: 10.06.2022
Honnef heute
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4 Min Lesezeit
LeserInnenbrief
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Zum Beitrag https://honnef-heute.de/buergerblock-vermutet-bund-will-insel-als-naherholungsgebiet-infrage-stellen/ :

Der Bürgerblock ist entweder gänzlich falsch informiert, oder versucht, den BUND mit falschen Behauptungen zu diskreditieren. Sachkundiger Bürger ist Herr Stefan Krahe zumindest nicht in Sachen BUND oder im Natur und- Landschaftsschutz, oder gar in Rechtsangelegenheiten. Vielleicht beherrscht er andere Fachgebiete, das bleibt unklar. Die Verwendung von Wortlauten wie „Einbahnstraßenpolitik“, “Salamitaktik“, „Extrem“, zeigt IMO, dass man hier doch sehr hilflos versucht zu polarisieren. Als Medienbeauftragter taugt Herr Krahe somit herzlich wenig, schade. Nicht begriffen hat der Bürgerbund indes, dass das OVG die Entscheidung getroffen hat, die Veranstaltungen zu unterbinden. Zu verlangen, dass man Unrecht nicht beklagt, und wenn es zudem auch keine andere Lösung gibt, hieße Verzicht auf die Anwendung geltenden Rechts in Sachen der Landschaftsschutzverordnung. Dies nicht zu tun, käme einer grob fahrlässigen Unterlassung gleich, so, als würde ein Polizist sehen, dass ein Autofahrer betrunken Auto fährt und sich denkt, „wird schon gut gehen, ich lasse ihn mal fahren“! Sind vielleicht auch im Bürgerbund Parteimitglieder, welche von den Veranstaltungen profitiert hätten? Würde diese Partei auch nur annähernd die Berichterstattungen aller Medien verfolgt haben, wüssten Sie, was sie für einen Unsinn darstellen. Denn die Landschaftsschutzverordnung regelt, was auf Grafenwerth zulässig ist und was nicht. In seinen Stellungnahmen weist der BUND sogar mehrfach darauf hin, dass die Insel der Naherholung dienen soll und nicht der Vermarktung im Sinne des Geschäftsgebarens von Stadt und Veranstalter bzw. der Tourismusindustrie.
Schwimmbad und Tennisplätze haben seit dem Bestehen der LSG-Verordnung Bestandsrechte! Bei so viel Un-Professionalität sollte der Bürgerbund in Betracht ziehen, adäquates Personal zu beschäftigen, welches in der Lage ist, die Situationen zu begreifen und auch richtig darzustellen. Der verzweifelte Versuch, mit Falschaussagen erneut Gemüter zu erhitzen, scheint IMO politisch äußerst radikal angesiedelt zu sein. Die Kuh ist aber schon vom Eis. Was verspricht sich der Bürgerbund von solchen Aktionen? Mehr Wähler? Zum Verständnis für den Bürgerbund: Der BUND ist keine verordnende Macht, die bestimmt, was auf der Insel zu geschehen hat und was nicht. Das beschließen Politiker mit ihren Gesetzen und in diesem Fall mit Verordnungen. Der BUND kann dagegen nun nur behaupten: „Das ist so nicht in Ordnung“ (im Sinne der Verordnung). Dann prüft das ein Richter und entscheidet, ob das in Ordnung ist oder eben nicht! Die Landschaftsschutzverordnung beinhaltet also lediglich das, was Politiker bzw. Verwaltungen in sie hinein geschrieben haben!!!! Warum beschwert sich der Bürgerblock nicht darüber bei den zuständigen Verwaltungen, Parteien, Richtern??? IMO traut er sich politisch einfach nicht und tritt blind nach dem schwächsten Glied!!! Sie als Partei haben es doch politisch in der Hand, hier etwas in Ihrem Sinne zu bewegen!? In der ganzen Zeit hat der BUND von einem sogenannten Bürgerblock(???) noch nie etwas gehört und bedauert dieses nachträglich Verhalten! In seiner Ganzheit hat der ganze Rat der Stadt sich in Schweigen gegenüber dem BUND geübt! Äußerungen derer gab es nur über die Pressemedien! Insofern und zu guter Letzt: Der BUND ist bewusst für den Erhalt der Insel als Naherholungsgebiet, und Schwimmbad, Spielplätze und Tennisplätze sind verordnungsgemäß abgesichert! Aber eben nicht Konzertveranstaltungen in der Größe und der Häufigkeit, wie sie vor kurzen angedacht waren. Das schließt die „Verordnung“ ausdrücklich aus! Der BUND ist zudem jeder Zeit bereit, mit den verantwortlichen Politikern vor Ort ins Gespräch zu kommen. Dies wurde aber häufig abgelehnt. Evtl war man sich der Sachlage ja bewusst? – Ralf Jakob

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2 Kommentare
  • Eberhard Bialkowski sagt:
    10. Juni 2022 um 16:42 Uhr

    Wer auch immer diesen Brief pro BUND geschrieben hat, der Verein/die politische Organisation, der Herr Krahe angehört, ist der BÜRGERBLOCK. Hat schon viel positives in Bad Honnef erreicht. Einen Bürgerbund gibt es in Bad Honnef nicht.
    Soviel Ordnung muss schon sein.

    Antworten
  • Jürgen Marggraf sagt:
    11. Juni 2022 um 9:48 Uhr

    Ich stelle mal voran, dass ich dem Bürgerblock politisch und inhaltlich nicht nahestehe. Aber Herr Krahe hat das zu Papier gebracht, was wohl zumindest dem ein oder anderen Honnefer, so auch mir durch den Kopf geht. Ich selbst lebe erst seit ein paar Jahren hier in Bad Honnef und fühle mich hier äußerst wohl hier. Allerdings beobachte ich seitdem ich hier wohne, wie sich der BUND (Rhein-Sieg) dessen Vorstand wohl im wesentlichen in Sankt Augustin angesiedelt ist, an Bad Honnef abarbeitet. In einem anderen Kommentar wurden auch schon mal all die Klageversuche aufgezählt, die gescheitert sind. Es ist also – bei allem Respekt – bei weitem nicht so, als würde der BUND hier lediglich mit flammendem Schwert die Rechtsordnung verteidigen (so wie es Hr. Jakob -ebenfalls Sankt Augustin- oben darstellt). Bei mir ist mittlerweile genau der Eindruck entstanden, dass in dieser BUND-Unterorganisation eine gewisse Misanthopie vorhanden ist, die den Mensch am liebsten komplett aus der Natur aussperren möchte. Im Brief oben ist u.a. der Vorwurf formuliert, dass die Insel für die „Tourismusindustrie“ vermarktet werden solle… Das ist doch nun wirklich wieder eine der lächerlichen BUND-Sankt-Augustin typischen Übertreibungen, so wie neulich die Gleichstellung mit dem Braunkohletagebau. Wenn bei 3.500 Konzertbesuchern vielleicht mal eine Handvoll tatsächlich in Bad Honnef übernachten oder ein Glas Bier am Markt trinken, dann freue ich mich von Herzen darüber, dass die Corona-gebeutelten Gastwirte hier ein paar Euro verdienen können. Ich jedenfalls habe in der Vergangenheit regelmäßig für den BUND gespendet, dass ist nun endgültig vorbei.

    Antworten

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