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Was wird aus Kaiser’s? Centrum e.V. sieht Zukunft der Innenstadt in Gefahr

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Bad Honnef | Heimelige Bad Honnefer Innenstadt! Allerdings brodelt hinter den Kulissen die Gerüchteküche. Und das lässt nichts Gutes erahnen: Der Pachtvertrag von Kaiser’s in der Hauptstraße soll dieses Jahr auslaufen, eine Nachfolge nicht in Sicht sein.

Darauf macht der Centrum e.V., die Vertretung der Unternehmen in der Innenstadt, aufmerksam. Für die Interessengemeinschaft wäre der Wegfall eines Lebensmittelnahversorgers an der jetzigen Stelle der Super-Gau. Vorsitzender Georg Zumsande: “Das Ende einer lebendigen Einkaufsstadt”. Schon jetzt würde man merken, was der Wegfall des Antiquitätengeschäftes von Jürgen Kutter gegenüber von Kaiser’s bewirken würde: Man registriere in diesem Bereich bedeutend weniger Laufkundschaft. Zumsande: “Wir brauchen Klarheit, keine Gerüchte.”

In einer Sitzung des Centrum e.V. beschlossen deshalb die Vorstände, einen Notbrief an Bürgermeister Otto Neuhoff zu schreiben. Der ging ihm heute zu.

Centrum: Vollversorger entscheidet über Attraktivität der Einkaufsstadt

Darin drückt der Centrum-Vorstand seine Ängste aus, sollte die Kaiser’s-Filiale dicht machen. Es bestünde nun erheblicher Handlungsbedarf, zumal wegen eines möglichen Vollsortimenters im Rhöndorfer Businesspark der Zug für die Honnefer Innenstadt wohl abgefahren sei. Außerdem wisse man zurzeit gar nicht, wie es an Bahnhofstraße/Saynscher Hof weiterginge. Aber auch wenn sich ein Vollsortimenter dort ansiedeln würde, brächte er auf Grund der erweiterten Wohnbebauung wahrscheinlich nicht die erhoffte Kundenfrequenz. Zumsande: “Wir benötigen am jetzigen Kaisers-Standort einen neuen Lebensmittelvollsortimenter”. Im Postgebäude sollten dann Anbieter mit ergänzenden Produkten ein Zuhause finden. “Die Präsenz eines starken Lebensmittel-Vollversorgers am angestammten Platz entscheidet erheblich über die Attraktivität des Standortes Bad Honnefs als Einkaufsstadt”, so der Vorsitzende.

Kurzum: Centrum e.V. fordert von der Stadt tatkräftige Unterstützung bei der Bestandspflege, will, dass die Verwaltung mit möglichen Neu-Eigentümern des Kaiser’s-Gebäudes gleich festlegt, das sich dort nur ein Lebensmittelvollsortimenter einmieten darf. Unterstützend sollen die Industrie und Handelskammer (IHK) und der Wirtschaftsförderer der Kreisverwaltung mit ins Boot geholt werden.

Bürgermeister will hohe Kundenfrequenz erhalten

Bürgermeister Otto Neuhoff reagiert auf das Zumsande-Schreiben mit Verständnis, sieht die Situation allerdings weniger aufgeregt. Zunächst wolle man nun abklären, wann der Pachtvertrag tatsächlich auslaufe und wie die Situation konkret aussehe. Seine Büroleiterin Johanna Högner hat bereits Kontakt zum Centrum e.V. aufgenommen. Weitere Gespräche sollen folgen.

Außer Frage stehe für Neuhoff, dass am jetzigen Kaiser’s-Standort ein Angebot vorgehalten werden müsse, das hohe Kundenfrequenz garantiere. In der Vergangenheit habe es verschiedene Anfragen von Unternehmen gegeben, man sei ihnen nicht weiter nachgegangen, weil kein aktueller Anlass bestanden habe.

Von großer Bedeutung sei für Neuhoff die Entwicklung des Postgebäudes. Würde dort ein Vollsortimenter einziehen, könnte in die jetzige Kaiser’s-Filiale bei Bedarf auch zum Beispiel ein Drogeriemarkt.

Gut vorstellen könne sich der Bürgermeister eine Neugestaltung des jetzigen Kaiser’s-Areals, mit einer großen Fensterfront zur Bahnhofstraße und mit Arkaden. Ideal wäre es für ihn, wenn man mit einem entwickelten Ensemble Postgebäude, Kaisers und Luisenparkplatz den Innenstadtbereich für Bürger, Gäste und Unternehmer deutlich attraktiver gestalten würde – Parkplätze inbegriffen.

Kaiser’s-Tengelmann will Filiale nicht schließen

Vorbesitzer des Postgebäudes war übrigens der Bad Honnefer FWG-Stadtverordnete Manfred Rauw, der mittlerweile von der Richtigkeit seiner Verkaufs-Entscheidung 2010 nicht mehr zu Hundertprozent überzeugt ist. Dafür bestätigt er Verhandlungen mit den jetzigen Eigentümern der Kaiser’s-Immobilie. Für den Fall des Erfolgs hätte er bereits einen Mietinteressenten, ein Letter of intent sei schon abgeschlossen worden.

Mit Otto Neuhoff hat er übrigens etwas gemein: Als möglicher Eigentümer würde er darüber nachdenken, den Komplex abzureißen und an derselben Stelle neu zu bauen.

Da steht allerdings noch Kaiser’s-Tengelmann vor. Das Unternehmen gab gegenüber Honnef heute bekannt, die Situation bei Unternehmen sei zwar noch ungeklärt, der Pachtvertrag liefe jedoch noch eine ganze Zeit und es sei nicht beabsichtigt, auch zu einem späteren Zeitpunkt die Filiale zu schließen.

CDU will Vollversorger in der City

Die CDU-Fraktion ist der Meinung, dass ein Vollversorger für die Innenstadt absolut notwendig und wünschenswert ist.

“Allerdings kann die Politik generell ‘nur’ – z.B. über Bebauungspläne – Rahmenbedingungen definieren, während die konkreten Entscheidungen von Immobilienbesitzern, Investoren und den Einzelhändlern getroffen werden müssen. Wir haben beim Postgelände unsere Hausaufgaben gemacht und schon vor Jahren einen Bebauungsplan beschlossen. Im Dezember letzten Jahres hat der Investor noch den Planungsausschuss und die Öffentlichkeit informiert. Ich hoffe sehr, dass dort dieses Jahr noch die Bagger rollen! Wir werden die Verwaltung nächste Woche im Fachausschuss um eine aktuelle Information hierzu bitten”, kommentiert Fraktionsvorsitzender Sebastian Wolff die aktuelle Situation.

 

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Manfred Rauw

    5. August 2015 eingestellt am 19:36

    Zum Thema Kaisers möchte ich doch eine kurze
    Kommentierung abgeben. Z.Z. finden keine Verhandlungen
    nicht dem Eigentümer mehr statt. Meine früheren Gespräche mit den Eigentümern sollten im Konsens mit den
    Neubauplanungen des Postgeländes stehen und keinesfalls
    als Konkurrenz.Alles hatte das Ziel unsere Innenstadt
    weiterhin attraktiv zu halten .Ich wünsche, ,dass es mit den
    Postgelände im Interesse aller bald “Los” geht.

    Letzte Bemerkung: gegenwärtig führe ich keinerlei
    Gespräche .weder mit dem Postgelände noch mit Kaisers
    Manfred Rauw

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Sport

Erster Neuzugang: Joe Mvuezolo Junior jetzt ein Dragon

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Joe Mvuezolo Junior

Bad Honnef. Mit Forward Joe Mvuezolo Junior präsentieren die Dragons Rhöndorf ihren ersten Neuzugang für die kommende ProB-Saison 2018/2019. Der 22 Jahre alte Brite kommt von der renommierten Montana State University, Mitglied einer der Top-Divisionen der nordamerikanischen College-Liga NCAA.

„Mit Joe bekommen wir nicht nur einen äußerst athletischen Spieler mit gleichzeitig gutem Wurf, sondern vor allem auch einen Spieler, der darauf brennt, im professionellen Basketball Fuß zu fassen, und bereit ist dafür viel zu investieren”, so Headcoach Thomas Adelt.

Der 1,98 Meter große Spieler, der von der U16 bis zur U20 sämtliche britischen Nationalmannschaften durchlaufen hat, soll ein wichtiger Faktor des neuen Drachen-Teams sein. Adelt: „Wir haben viel Arbeit investiert, um einen Spieler wie Joe zu finden.”

In seinem Senior-Jahr im Team der Bobcats kam der gebürtig aus London stammende vielseitige Flügelspieler in insgesamt 32 Spielen zum Einsatz. Er konnte 2017/2018 im Team von Headcoach Brian Fish bei 21 Minuten Einsatzzeit pro Partie durchschnittlich 7,8 Punkte und 3,4 Rebounds verbuchen.

Profil
Name: Joe Mvuezolo Junior
Position: Forward
Geburtstag: 06.01.1996
Größe: 1,98 Meter
Nationalität: britisch
Letzte Station: Montana State University (NCAA I)

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