Wegen Klimawandel – Bäume an A3 müssen gefällt werden

0
179
Bizarre Überbleibsel einer Umweltkatastrophe

Siebengebirge – Die Dürrejahre 2018 bis 2022 haben deutliche Spuren im Wald und an den Bäumen hinterlassen. So sind auch viele Bäume im unmittelbaren Umfeld der A3 zwischen dem Rastplatz Logebachtal und der Anschlussstelle Siebengebirge massiv durch Wassermangel und Pilzbefall geschädigt. Einzelne tote Bäume im weiteren Umfeld der Autobahn sind bereits umgestürzt, ohne bisher die Autobahn zu gefährden. Hier befürchtet das Regionalforstamt, welches das fortschreitende Absterben seit Monaten beobachtet, Gefährdungen durch Bäume, die unkontrolliert in Richtung Autobahn fallen können. Daher besteht dringender Handlungsbedarf, um die Sicherheit der A 3 zu gewährleisten.

Die Waldflächen an der Autobahn liegen im Naturschutzgebiet Siebengebirge. Bei einem gemeinsamen Ortstermin von der Unteren Naturschutzbehörde des Rhein-Sieg-Kreises und dem Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft wurden zwei Bereiche begutachtet, in denen in einer Tiefe von ca. 25m der Waldrand zurückgesetzt werden muss. Für diese wurde gemeinsam eine Strategie abgestimmt, wie hier in Zukunft ein ökologisch hochwertiger Waldaußenrand entwickelt werden kann, der insbesondere licht- und wärmebedürftigen Arten langfristig einen Lebensraum bietet und gleichzeitig die Sicherheit auf der A 3 gewährleistet. Die Experten der Naturschutzbehörde sowie das Regionalforstamt sehen aufgrund des jungen Alters dieser Waldbereiche keine negativen Auswirkungen auf geschützte und gefährdete Arten. Die Arbeiten werden von Innen aus dem Wald heraus durchgeführt, so dass es zu keinen Fahrbahnsperrungen und damit Verkehrsbehinderungen auf der A 3 kommt.

Das Regionalforstamt bewirtschaftet den landeseigenen Wald. Im Fall der A 3 kommt das Regionalforstamt seiner Verkehrssicherungspflicht entlang öffentlicher Straßen und Wege nach. Die geschädigten oder abgestorbenen Bäume werden gefällt und ein großer Teil der Bäume verbliebt im Wald. Somit wird der für viele Tier- und Pflanzenarten wichtige Totholzanteil weiter erhöht. Auch wenn der Anblick im ersten Moment nicht schön anmutet, so entsteht auch hier schnell ein dichtes Waldrandgefüge, was in der nächsten Pflanzsaison durch das Einbringen verschiedener Baum- und Straucharten initiiert wird.

Die arbeiten finden in Abhängigkeit von der Witterung im Dezember 2022 und Januar 2023 statt.

Ein Beitrag von Wald und Holz NRW
Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein