Weihnachtsessen im Alten Rathaus – Bad Honnefer Unternehmen machten es möglich

0
1513
Susanne Langguth von der Seniorenvertretung, Helga Ebel-Gerlach, die beiden Gastronomen Dieter und Anela Schwalb sowie Felix Trimborn vom Fachdienst Soziales und Asyl hatten das gemeinsame Essen im Alten Standesamt und Altes Rathaus für das Projekt "Gemeinsam statt einsam" organisiert - Foto: Stadt Bad Honnef

Bad Honnef – Mit einem gemeinsamen Essen auf Einladung des Restaurants Altes Standesamt & Altes Rathaus Bad Honnef haben die Seniorenvertretung, die Stadt Bad Honnef und das Bündnis für Familie am Donnerstag gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Projekt „Gemeinsam statt einsam“ das Weihnachtsfest eingeläutet.

Ermöglicht wurde die Feier durch großzügige Spenden des Gastronomen-Ehepaars Dieter und Anela Schwalb sowie von Andrea und Stefan Jungheim vom Sicherheitsdienstleister KTD Night & Day, der dem Projekt in der Vorweihnachtswoche 1.000 Euro gespendet hat.

Einsamkeit ist mehr als nur ein Gefühl: Wenn soziale Beziehungen zur Familie, zu Freunden oder Nachbarn nicht die subjektiven Bedürfnisse nach Geborgenheit und Zugehörigkeit erfüllen können, oder aber, wenn man aufgrund des fortschreitenden Alters oder Umzug bisherige Kontakte verloren hat, drohen Menschen zu vereinsamen. Damit das nicht passiert, haben die Seniorenvertretung, die Stadt Bad Honnef und das Bündnis für Familie das Kooperationsprojekt „Gemeinsam statt einsam“ in Bad Honnef nach dem Vorbild der Stadt Recklinghausen gestartet. So werden Bürgerinnen und Bürger mit Sorge vor Einsamkeit oder erlebter Einsamkeit miteinander vernetzt, in Kontakt gebracht, zum gemeinsamen Kaffeeklatsch oder anderen Aktivitäten eingeladen oder auch bei bei der Einrichtung von IT-Geräten unterstützt, um mit entfernt lebenden Freunden und Verwandten Kontakt halten zu können.

Zur Weihnachtszeit war es dem Projektpartnern besonders wichtig, der Einsamkeit etwas Schönes und Gemeinsames entgegenzusetzen, erklärte am Donnerstag Susanne Langguth von der Seniorenvertretung: „Das gemeinsame Essen hat in unserer Gesellschaft einen ganz hohen Stellenwert. Das Zusammensein und das gemeinsame Genießen jetzt vor Weihnachten sind wichtig. Daher freue ich mich, dass wir diese Veranstaltung mit Unterstützung der beiden Unternehmerinnen und Unternehmer durchführen können.“

Andrea und Stefan Jungheim (Mitte) spendete 1.000 Euro an das Projekt „Gemeinsam statt einsam“. Dafür dankten (von links) der Erste Beigeordnete Holger Heuser, Laura Solzbacher vom Bündnis für Familie, Susanne Langguth von der Seniorenvertretung, Eike Riecken vom Verein Gesundes Bad Honnef und Nadine Batzella, Leiterin des Fachdienstes Soziales und Asyl – Foto: Stadt Bad Honnef

Schweinebraten mit Klößen und Rotkohl oder „Lieschen’s Geheimnis“ – ein Geschnetzeltes mit Champignons – standen für die 50 angemeldeten Gäste auf der Speisekarte, erklärten Dieter und Anela Schwalb. „Die ersten Gäste waren eine halbe Stunde vor Beginn hier, um sich mit anderen zu unterhalten, sich auszutauschen und wenn man in die glücklichen Gesichter sieht, haben wir alles richtig gemacht“, freute sich Dieter Schwalb, der die Gäste des Projektes zum kostenlosen Essen eingeladen hatte: „Uns war es wichtig, etwas Gutes zu tun und der Gesellschaft etwas zurückzugeben. Das gilt für unser gesamtes Team: alle Mitarbeitenden arbeiten heute trotzdem und sogar ehrenamtlich, obwohl wir eigentlich Ruhetag hätten.“

Auch Andrea und Stefan Jungheim vom Sicherheitsdienst KTD Night & Day sind vom Projekt Gemeinsam statt Einsam angetan. Statt Weihnachtsgrüße für Kunden und Geschäftspartner entschied sich das Unternehmerehepaar, mit einer Spende über 1.000 Euro die Arbeit für und mit Menschen hier vor Ort zu unterstützen. Sie übergaben ihre Spende am Mittwoch, den 21. Dezember, persönlich an die Projektpartner.

„Über die Spende freuen wir uns riesig“, erklärte Nadine Batzella, Leiterin des Fachdienstes Soziales und Asyl: „Jeder gespendete Euro kommt in dem Projekt Gemeinsam statt Einsam den Menschen hier vor Ort zugute und hilft uns, weitere Aktivitäten und Treffen anzustoßen.“

Thomas Heinemann, Stadt Bad Honnef

 

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein