Rheinbreitbach. Vom 8. bis 10. Mai unternahm der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Rheinbreitbach eine Bustour in die Pfalz. 30 gut gelaunte Gartenfreunde fuhren mit dem Bus zunächst nach Kaiserslautern, wo sie eine Stadtführung auf den Spuren von Kaiser Barbarossa unternahmen, der dort des Öfteren an der Lauter in seiner Burg residiert haben soll. Am Nachmittag fand die Gruppe Entspannung im größten japanischen Garten Europas, ganz in der Nähe des Kaiserslauterer Rathauses.
Übernachtet wurde in Neustadt an der Weinstraße. Von dort ging es am Freitagmorgen zum Schuhmuseum in Hauenstein, wo neben High Heels mit 15 Zentimeter hohen Absätzen auch der größte Schuh der Welt bewundert wurde. Am Ende der Führung wusste man, wie viele Arbeitsschritte erforderlich sind, um Schuhe herzustellen.
Nach einer Mittagspause in unmittelbarer Nähe des Weintors ging die Fahrt zu einer Kakteen-Gärtnerei. Dort wurde ein Defekt der Dieselpumpe des Busses festgestellt, der eine Reparatur vor Ort erforderlich machte. Der Juniorchef eines nahen Busunternehmens unterbrach sein Sonnenbad im Garten und brachte die Gruppe nach der Besichtigung des Kakteengartens zu einer Weinprobe nach St. Martin zum Weingut Ziegler. Es folgte eine interessante Führung durch den Weinkeller, das Weinlager sowie den Abfüllbereich.
Am Sonntagmorgen, auf dem Weg zu einer Stadtführung in Worms mit dem inzwischen reparierten Bus, traten erneut Probleme am Fahrzeug auf. Der Bus musste auf dem Standstreifen der Autobahn abgestellt werden. Die Polizei erschien, und das Abschleppen des Busses wurde organisiert; die Stadtführung musste abgesagt werden. Als die Feuerwehr bereits mit einem Bus anrücken wollte, um die Rheinbreitbacher Ausflügler zum nächsten Rastplatz zu bringen, tauchte ein „guter Geist“ namens Dragan auf. Er war mit seinem Bus nach einer Reise in die Slowakei auf dem Rückweg zu seiner Basis und bot an, die Gruppe zur Klosterruine Limburg in Bad Dürkheim zu bringen. Sofort ging ein Hut im Bus herum, und Dragan wurde für seine gute Tat belohnt.
Ein Ersatzbus war inzwischen von Rheinbreitbach aus auf dem Weg, übernahm die Koffer aus dem havarierten Bus und stand am Ende der Führung an der Klosterruine für die Heimfahrt bereit. Trotz der Umstände waren sich die Teilnehmer einig: Es war wieder eine tolle Fahrt mit vielen neuen Eindrücken und Erfahrungen.
Heinz Schmitz










