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Bad Honnef

Bad Honnef shoppt bald online – schneller als bei Amazon

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Bad Honnef | Erst meinestadt.de, jetzt meinbadhonnef.de. Was verbindet die beiden Domains? Ihr Ursprung liegt in Bad Honnef. “meinestadt.de” ist eine Erfindung des Bad Honnefers Manfred Stegger, “meinbadhonnef.de” ist die Domain eines weiteren Bad Honnefer Onlineportals. Das wurde heute Abend im Rathausfoyer den Einzelhändlern vorgestellt.

Rund 20 Vertreter kamen. Und die nahmen begierig die Informationen auf, die ihnen Bürgermeister Neuhoff mit seinem Wirtschaftsförderungsteam am Abend lieferte.

Zentrales Thema: Stadtentwicklung. Und dazu gehört natürlich auch der Einzelhandel. Dem gehts nicht gut und wird vor allem von der Internetkonkurrenz wie Amazon erdrückt. Das soll sich ab 2018 ändern.

Im Januar wird Projektleiterin Andrea Hauser die Geschäfte aufsuchen und die Inhaber fragen, ob eine Teilnahme am Onlineportal gewünscht ist. Wenn ja, dann wird sie nicht nur nach Vorkenntnissen im digitalen Handel fragen, sondern jegliche Unterstützung einschließlich Schulungen anbieten, bis die Produkte zum Verkauf im neuen Internetshop gelistet sind.

Zuständig für das Onlineportal: Andrea Hauser (r.). Links neben ihr Dana Moritz vom Forschungszentrum Jülich und Moderatorin Nicola Reyk

Das Team vom Kiezkaufhaus in Wiesbaden liefert die Software. Vor zweieinhalb Jahren hatte die „Shared Value“-Abteilung der Agentur Scholz & Volkmer die Idee zum Kiezkaufhaus. Ausschlaggebend war der allgemeine Lieferwahnsinn:  “Wenn man in Wiesbaden ein Buch bei Amazon bestellt, kann es sein, dass dieses Buch aus Lagerhallen in Polen kommt, obwohl der Verlag in Frankfurt sitzt”, erklärte Nanna Beyer, die im Unternehmen zuständig für Kooperationen ist. Jeden Tag würden zahllose Lieferwagen über Deutschlands Straßen fahren, allein 800.000 Pakete würden täglich retourniert – das entspreche einem Ausstoß von 400 Tonnen CO2. In Wiesbaden – und bald in Bad Honnef – läuft das anders.

Der Kunde bestellt im zentralen Onlineshop, das Kiezkaufhaus-Team schickt die Bestellliste an den Händler, der stellt die Ware zusammen, die dann von “freundlichen Fahrern” mit Ökostrom betriebenen Cargo-Bikes abgeholt und am selben Tag ausgeliefert wird. In Wiesbaden zwischen 14 und 21 Uhr in einem Umkreis von sechs Kilometern. Der Kunde bezahlt beim Fahrer – bar oder per EC-Karte.

Die eigentliche Idee sei der Lieferservice, so Beyer. Denn der wäre nicht nur umweltfreundlich, sondern auch schneller als bei Amazon.

Mit 16 Händlern sei der Shop in Wiesbaden gestartet, mittlerweile hätten sich 30 angemeldet. Von den Teilnehmern käme nur positives Feedback. Das Kiezkaufhaus selbst schreibt noch keine schwarze Zahlen. Mit 30 Bestellungen pro Tag hätte das Unternehmen kalkuliert, 20 seien es zurzeit, so Beyer. – Bad Honnef geht von 150 teilnehmenden Händlern aus.

Otto Neuhoff will Bad Honnef dennoch nicht als den digitalen Handelsplatz sehen. Das Onlineportal sei Baustein eines Gesamtkonzepts und zähle neben ISek, den Eigentümergemeinschaften und der Innenstadtverdichtung zum Erfolgsrezept für eine moderne Stadt – Bad Honnef 2032.

City 2032

So unternahm Stadtplaner Arne Vollmar per Powerpoint einen kurzen futuristischen Stadtrundgang, der am neuen Bahnhof an der jetzigen Straßenbahnendhaltestelle begann und über eine neue Brücke Richtung City führte. Die Fußgängerzone beginnt 2032 bereits in der Bahnhofstraße am Saynschen Hof, der Markt ist dann wirklich auf dem Marktplatz und auch der Saynsche Hof hat sich zur Schönheitsmeile mit Wohnhäusern, Geschäften und einer grünen Verbindung zur Hauptstraße gemausert.

Für diese Vision und die Zielbeschreibung, den Rhein mit der City zu verbinden, gabs Beifall von den Händlern. Vom Land gabs heute weitere 2 Millionen EUR Fördergelder für das Projekt „Insel Grafenwerth Grünes Juwel im neuen Glanz”, wie Neuhoff stolz verkündete.

Wieder zurück beim eigentlichen Thema kamen Fragen auf wie “Wer kümmert sich um Social Media?”, “Kann man auch Tiefkühlware mit den Bikes transportieren?” oder “Wie sieht es mit der Rechtslage für die Händler aus?”.

Nicht gefragt wurde nach den Kosten, die auf die Einzelhändler zukommen. 200.000 EUR, davon 100.000 EUR Fördergelder, stehen für das Projekt zur Verfügung, das zunächst bis Mitte 2019 läuft. Wer mitmachen möchte, kann sich bei Andrea Hauser melden: 02224/184-123; andrea.hauser@bad-honnef.de.

Wer sich jetzt schon über Bad Honnefer Unternehmern informieren möchte, kann das hier und hier tun. Einen Shop bieten diese Portale allerdings nicht an.

 

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Bad Honnef

Löschgruppe Rhöndorf machte Boot wieder flott

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Bad Honnef. Ein Sportboot lief heute Nachmittag gegen 15.30 Uhr an der Nordspitze der Insel Grafenwerth auf Grund. Die Besatzung hatte Glück: In der Nähe hielt sich die Löschgruppe Rhöndorf zu einer Übung mit ihrem Rettungsboot auf und machte es wieder flott.

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Bad Honnef

Initiative will Fahrradverkehr in NRW steigern – In Bad Honnef fehlen Abstellmöglichkeiten

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Kaum gesicherte Abstellmöglichkeiten für Fahrräder in Bad Honnefs Innenstadt

Bad Honnef. Fahrradfahren in Bad Honnef ist nicht nur schön. Gut ausgebaute Fahrradwege in der City gibt es nicht und werden nach der Entscheidung, die Planung eines City-Rings nicht weiter zu verfolgen, wohl auch so schnell nicht zu bekommen sein. Dabei soll der Anteil der Fahrradfahrer und -fahrerinnen deutlich steigen.

Wer dennoch auf das Auto verzichtet und mit dem Rad in die Innenstadt fährt, weiß oftmals nicht, wo er sein Fahrrad abstellen soll.  Ab- oder Unterstellmöglichkeiten mit Sicherungsmöglichkeiten sind Mangelware. Das gilt auch für den Bereich des Ziepchensplatzes in Rhöndorf.

Darauf angesprochene Stadtpolitiker wollen sich um das Problem kümmern, oder sind der Auffassung, das sei Sache der Einzelhändler.

Probleme gibt es auch bei der Unterbringungen in den alten Mehrfamilienhäusern in City-Lage. Dort können Räder wenn überhaupt oftmals nur in Kellern untergebracht werden. Wer jeden Tag sein Rad eine in der Regel steile Kellertreppe rauf- und runtertragen muss, wird sich sicherlich zweimal überlegen, auf umweltfreundliche Mobilität umzusteigen.

Eine unkomplizierte Lösung könnte zum Beispiel eine gesicherte Aufbewahrung auf dem Luisenparkplatz sein. Aber auch leerstehende und unbenutzte Schuppen in Hinterhöfen könnten eventuell der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. Muss ja nicht umsonst sein.

Wer gute, sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder kennt, kann sie gerne hier mitteilen. Honnef heute würde dann eine entsprechende Liste veröffentlichen.

Mittlerweile haben sich bundesweit viele Initiativen gegründet, die das Fahrradfahren fördern wollen. So berichtet die Bad Honnefer Fahrrad-Website badhonnef-faehrt-rad.de über das Aktionsbündnis “Aufbruch Fahrrad”. Die Initiatoren, der RADKOMM e.V. und der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) NRW, verfolgen damit das Ziel, in NRW den Fahrradverkehr bis auf 25 Prozent auszubauen.

Wer diese Aktion unterstützen möchte, kann hier unterschreiben. Gleichfalls liegen in verschiedenen Bad Honnefer Geschäften Unterschriftenlisten aus, zum Beispiel bei Zweirad Mäurer, Hauptstraße 22A, 53604 Bad Honnef.

 

 

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Bad Honnef

Linie 66: Bus statt Bahn

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Bonn/Bad Honnef – Von Freitag, 03. August 2018, ca. 4 Uhr bis einschließlich Sonntag, 05. August 2018 werden zwischen den Haltestellen “Ramersdorf” und “Oberkassel Nord” Gleise und Schwellen erneuert.

In diesem Zeitraum endet die von Bad Honnef bzw. Königswinter kommende Linie 66 am Haltepunkt „Oberkassel Süd/Römlinghoven“ und fährt von dort aus wieder zurück. Die von Siegburg bzw. Bonn Hbf kommende Linie 66 endet in dieser Zeit an der Haltestelle „Ramersdorf“ und fährt von dort aus wieder zurück.

Die Abfahrtszeiten der Busse sowie die genauen Standorte der Haltestellen des Bahnersatzverkehrs gibts hier.

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