Bad Honnefer wissen, wie man mit Krisen umgeht

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Bad Honnef – Die einen werden panisch, die anderen bleiben gelassener – ohne den Ernst der Lage zu verkennen. Bad Honnef ist bislang – abgesehen von Einzelschicksalen – relativ gut durch die Coronakrise gekommen. Bisher!

Zuversicht auf rheinische Art gibt ein Banner in der Kreuzweidenstraße zu erkennen: „Et hätt noch immer jot jejange!“

Aktuell sind keine infizierten Personen gemeldet, was natürlich nicht bedeutet, dass es keine in der Badestadt gibt. Auch in Königswinter ist offiziell keine mit dem Virus belastete Person bekannt. Freitag meldete der Kreis 41 positive Fälle in allen Kommunen. Damit gab es bislang insgesamt 1444 infizierte Personen im Rhein-Sieg-Kreis. 1.355 wurden wieder gesund, 48 verstarben im Zusammenhang mit SARS CoV2 .

Die Kreis-SPD beunruhige, dass scheinbar immer mehr Ärzte die präventiven Tests auf Grund der unklaren Finanzierungslage nicht mehr durchführten, teilt Kreistagsmitglied und SPD-Landratskandidat Denis Waldästl heute mit. „Wir haben im Kreisausschuss klar gemacht, dass der Kreis für die Kosten aufkommen wird, wenn der Bund und das Land sich weiter querstellen“, so Waldästl. Der Landrat müsse diese Information an die Ärzteschaft besser transportieren, ergänzt der Fraktionsvorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion, Dietmar Tendler. Seine Fraktion habe großes Verständnis dafür, dass die Ärzte vor Ort eine Sicherheit brauchen, dass ihre Kosten und die der Labore auch bezahlt würden.

Die SPD unterstütze „den Landrat in seiner Kritik an Landesgesundheitsminister Laumann (CDU) und Bundesgesundheitsminister Spahn (CDU), die immer noch keine Regelung über die Finanzierung der Tests getroffen haben“, so Waldästl. Es sei jetzt aber an der Zeit, dass die CDU und der Landrat ihre Hausaufgaben machten und vor Ort für die präventiven und regelmäßigen Testungen sorgten.

Landrat Sebastian Schuster meldete heute, seine klare Erwartungshaltung  zum Thema „Präventive Testungen in Senioreneinrichtungen“, die er Freitag in seiner Pressekonferenz formulierte,  hätte in Berlin Gehör gefunden. Samstag habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn die aktuelle Berichterstattung aus dem Rhein-Sieg-Kreis zum Anlass für einen telefonischen Austausch mit Schuster genommen und vollstes Verständnis für das Engagement „aus unserem Kreis“ gezeigt. Schuster: „Wir sind uns einig, dass präventive Testungen bei den besonders vulnerablen Grupppen weiterhin wichtig sind“.

 

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