Bonn: Änderungen der Parkgebührenordnung zum 1. Juni 2022

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Symbolfoto

Bonn – Der Rat der Stadt Bonn hat am 10. Februar 2022 Änderungen der Parkgebührenordnung beschlossen. Sie werden zum 1. Juni 2022 in Kraft treten. Die Gebühren für das Parken im oberirdischen öffentlichen Raum werden erhöht, um klimafreundlichere Mobilität zu stärken, indem Mehreinnahmen für den Ausbau des Öffentlichen Personen-Nahverkehrs (ÖPNV) bzw. vergünstigte Ticketangebote genutzt werden.

Die Gebührenzone 2 im Stadtbezirk Bonn wird mit der Zone 1 zusammengefasst, da dort der Raum für Parkplätze ebenfalls stark begrenzt ist. Künftig wird täglich zwischen 8 und 20 Uhr eine Gebühr von zwei Euro pro angefangener halber Stunde gelten.

In der Gebührenzone 2 der Stadtbezirke Bad Godesberg und Beuel wird montags bis samstags ab 8 Uhr eine Gebühr von 1,50 Euro je angefangener halber Stunde erhoben. In Lieferbuchten in den Zonen 1 und 2 wird generell rund um die Uhr ein Parkverbot gelten, damit die Zonen grundsätzlich für Anlieferungen frei bleiben.

Im Stadtbezirk Hardtberg gilt die Gebührenzone 3. Dort und außerhalb der Zonen 1 und 2 wird die Parkgebühr montags bis samstags ab 7 Uhr einen Euro je angefangener halber Stunde kosten.

Das Tagesticket auf dem Venusberg bzw. in den Straßen Robert-Koch-Straße, Ernst-Abbe-Straße, Haager Weg, Sertürnerstraße, Kiefernweg, Waldauweg und Don-Bosco-Straße wird zwölf Euro kosten. Tagestickets werden in allen Bewohnerparkzonen in den vom Parkraumkonzept erfassten Wohnvierteln angeboten. Die Möglichkeit des kostenlosen Kurzparkens („Brötchentaste“) entfällt.

Die derzeit geltende Regelung für das kostenfreie Parken von Elektrofahrzeugen wird bis zum 31. Dezember 2022 befristet. Um E-Autos gegenüber Verbrennern attraktiver zu machen, ist die Regelung ab 2023 neben diversen E-mobilitätsbezogenen Förderprogrammen, Steuererleichterungen und der CO2-Bepreisung nicht zusätzlich notwendig. E-Fahrzeuge dürfen aber weiterhin während des Ladevorgangs kostenlos parken.

Bei neuen Parkautomaten soll neben der Barzahlung auch digitales Bezahlen oder und Zahlungen mit EC- bzw. Kreditkarte möglich sein.

Eine Übersicht über das Straßenverzeichnis mit den aktuell geltenden Zonen gibt es online hier.

 

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3 Kommentare

    • Herr Briegel, passen Sie bloß auf, dass Sie nicht von Fahrrädern über den Haufen gefahren werden. Aber so lange Sie noch die hoffentlich noch steigenden Parkgebühren zahlen können, und da habe ich keinen Zweifel, werden Sie auch Mittel und Wege finden, bis zur nächsten Theke vor zu fahren. Und sei es nur für ein Brötchen ohne -taste

  1. Einmal mehr ist es mir unverständlich, wie wenig Rücksicht auf Behinderte genommen wird, die nicht oder unter nur recht schwierigen Bedingungen mit den Nahverkehrsmitteln fahren können, vor allem, weil sie wegen ihrer Behinderung nicht mehr in der Lage sind, längere Wege zu gehen. Wann werden in den Städten wie Bonn, aber auch in unserem Land, echte Möglichkeiten für Behinderte eröffnet ? Auch ältere Menschen, nicht unbedingt Behinderte, haben oft Gehschwierigkeiten. Da sie aber nur selten an den entsprechenden Ausweis gelangen können, werden auch sie den Städten fernbleiben. Und sind alle unsere Rentner so vermögend, dass sie sich ein Elektroauto leisten können ? Hier laufen viele Dinge grundlegend durcheinander. Die „normalen“ Autofahrer ( Diesel, Benzin )sind die Sündigen, die anderen die Guten. Dass eine solche Dichotomie die Gesellschaft nur radikalisiert, wenn nicht kaputt macht, sollte jedem einleuchten. Wir müssen in puncto Klima umdenken lernen und dementsprechend handeln. Aber deswegen alles über den Zaun zu brechen …… In unseren Wäldern faulen viele gestürzte Bäume, und entwickeln Methan, 10x gefährlicher als CO2. Aber das scheint keinen zu stören. Gehört ja zur Natur !! Wann werden wir endlich den Weg zum komplexen Denken finden, das alle Faktoren des Lebenden mit einbezieht, und nicht nur eine grün gefärbte Ideologie ?

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