So soll es zukünftig am Saynschen Hof/Kirchstraße aussehen | Bild: Domus Wohnen XVII GmbH & Co. KG

Bad Honnef – „Wir sind froh, dass wir nach Jahrzehnten endlich die Chance haben, den Saynschen Hof mit dem Engagement von privaten Investoren neu gestalten zu können. Der Antrag von SPD und Grünen, 25% der Wohnungen als geförderten Wohnungsbau festzuschreiben, gefährdet diese private Investition und damit die Zukunft der Innenstadt erheblich“, erklärte heute CDU-Fraktionsvorsitzender Sebastian Wolff in einer Pressemeldung. Die CDU sehe die Entwicklung des Saynschen Hofes als ein zentrales Element an, um die Innenstadt zukunftsfest zu machen.

Hintergrund: In der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadt- und Quartiersentwicklung pochten SPD und Grüne beim Thema Innenstadtbebauung auf die Einhaltung eines Beschlusse aus dem Jahr 2017, der die Verwaltung verpflichtet “– unter Ausnutzung der ihr zur Verfügung stehenden Instrumentarien – bei der Planung künftiger Bauvorhaben darauf hinwirkt, dass ein angemessener Anteil (ca. 25%) an Wohnraumflächen geschaffen werden, die auch von jungen Familien mit mittleren Einkommen bezahlt oder finanziert werden können und/oder den Anforderungen des Wohnbauförderungsgesetzes entsprechen”. Mit der Mehrheit von CDU, Bürgerblock und FDP wurde ein entsprechender Antrag, der sich auf die Bebauung Kirchstraße, Saynscher Hof/Hauptstraße bezog, abgelehnt.

Die geplanten Projekte seien für die Entwicklung des Stadtzentrums und die
Erhaltung seiner hohen Qualität von entscheidender Bedeutung, so CDU-Ratsherr und
Planungsausschussvorsitzender Hansjörg Tamoj. Mit ihnen beende die Stadt einen Jahrzehnte währenden Stillstand in der Innenstadtgestaltung, “was nur möglich war, weil sich die Grundstückseigentümer nach jahreslangen Auseinandersetzungen auf dieses Projekt haben einigen können. Nur mit dieser Einigung ist es möglich, der Innenstadt einen neuen Impuls zu geben, den sie dringend benötigt. Diese Chance müssen wir nutzen und dürfen sie nicht gefährden“.

Die CDU Bad Honnef sei dafür geförderten oder auch nur preisgünstigen Wohnraum zu
realisieren. Das sei für sie aber nur dort möglich, wo die Preise für eine Realisierung auch
einen niedrigen Mietzins ermöglichten, “wie etwa auf der städtischen Fläche im
Stadtgarten oder auf privaten Flächen in Aegidienberg bzw. in einem neuen Stadtquartier
im Süden von Bad Honnef”.

Der Ansatz der CDU sei, diese Projekte konkret anzugehen, anstatt geförderten Wohnraum in jeder Stadtlage, nach dem Gießkannenprinzip durchsetzen zu wollen. Wolff und Tamoj: “Denn dieses Prinzip ignoriert die Wohnungsmarktlage in Bad Honnef und führt dazu, dass wir am Ende weniger bezahlbaren Wohnraum schaffen, als wir es alle wollen”.

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