weinberg
Symbolfoto: Bild von pasja1000 auf Pixabay

Rhein-Sieg-Kreis (hei) – Noch im September erfolgt auf einer Weinbergsbrache am Sülzenberg in Königswinter-Oberdollendorf eine Mahd. Diese wird mit einem sogenannten Mulchmähwerk durchgeführt. Dabei werden nach der sommerlichen Beweidung mit Ziegen auch unerwünschte Stockausschläge von Robinien, Brombeeren und der Kanadischen Goldrute entfernt. Dieses Vorgehen, auch „Mulchen“ genannt, fördert die Grünlandentwicklung auf der ehemaligen Brache.

Unmittelbar nach dem Mulchen erfolgt auf mehreren etwa drei Meter breiten Streifen ein Auffräsen des Bodens und eine sogenannte Einsaat mit regionalem Saatgut. Die Folgepflege erfolgt weiterhin im Rahmen einer Beweidung mit Ziegen über die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis in Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde.

Die Weinbergsbrache am Sülzenberg ist ein Naturschutzprojekt im Rahmen von chance7. Sie ist von Siedlung, Wald und Weinbergen umgeben. In der Vergangenheit wurde sie durch Auflichtungsmaßnahmen und Schaf/Ziegenbeweidung in trockenes Grünland umgewandelt und befindet sich unter Vertragsnaturschutz. Pächter der circa 0,5 ha große Fläche am Sülzenberg ist die Biologische Station im Rhein-Sieg-Kreis.

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In Absprache mit dem privaten Eigentümer soll die Brache als Trittstein einen wichtigen Beitrag bei der Vernetzung trockenwarmer Lebensräume leisten und als Refugium seltener Tier- und Pflanzenarten in den Rheinhängen des Siebengebirges dienen. Im vergangenen Jahr war die Gesamtfläche bereits zwei Mal gemulcht worden.

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