Bad Honnef – Die Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe, zu der das Honnefer Cura-Krankenhaus gehört, stellt ihre Geburtshilfe im Rhein-Sieg-Kreis neu auf. Damit gehen für die Bad Honnefer Klinik-Abteilung die Lichter aus. Übrig bleiben die Geburtshilfen in Troisdorf und Sieglar.

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Als Grund nannte heute der Regionaldirektor Hans-Joachim Ehrhardt in einer Pressekonferenz einmal die Wirtschaftlichkeit. So würde die Geburtenhilfe mit ihren 500 Geburten jährlich ein Defizit von 700.000 EUR machen. Um wirtschaftlich gut arbeiten können, müssten es mindestens 1000 Geburten pro Jahr sein. Neue Tarifabschlüsse würden außerdem zu mehr Personal und somit zu einem noch höheren Minus führen.

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Als weiteren Grund nannte Ehrhardt die Personalsituation. Trotz immenser Defizite hätte der Träger viele Jahre lang an der kleinen Abteilung Geburtshilfe und Gynäkologie festgehalten. Es fehlten aber aktuell Ärztinnen und Ärzte sowie Hebammen. Trotz intensiver und lang anhaltender Anstrengungen sei es nicht gelungen, genügend Fachkräfte zu gewinnen. Die akute Not habe auch dazu geführt, kurzfristig Veränderungen vorzunehmen. Ohne den Personalmangel wäre es zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Schließung in Bad Honnef gekommen.

In der Geburtshilfe und Gynäkologie arbeiten elf festangestellte Hebammen und 13 Pflegerinnen. Allen will die Krankenhausleitung das Angebot machen, an die GFO-Standorte Bonn oder Troisdorf zu wechseln. Das gelte auch für die 16 überwiegend in Teilzeit beschäftigten Ärztinnen und Ärzte.

Die jetzt freiwerdenden Flächen und Räumlichkeiten sollen zukünftig für geriatrische und schmerztherapeutische Angebote genutzt werden.

 

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