Bad Honnef – Nach der CDU Rheinbreitbach fordert nun auch die CDU Bad Honnef, das Deutschlandticket auf den Rheinfähren in Bad Honnef und Königswinter anzuerkennen. Wie der CDU-Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald mitteilt, stehen die entsprechenden Gespräche mit den beteiligten Akteuren kurz vor dem Abschluss.
Konkret soll das Deutschlandticket künftig auf der Bad Honnefer Fähre „Siebengebirge“ zwischen Lohfeld und Rolandseck sowie auf der Königswinterer Fähre zwischen der Altstadt und Mehlem gelten. Grunwald hatte die Initiative vor mehreren Monaten angestoßen und seitdem Gespräche mit Fährbetreibern, der Deutschen Bahn, dem Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) sowie dem Zweckverband go.Rheinland geführt.
„Dass aus einer Idee nun ein greifbares Angebot entsteht, freut mich außerordentlich“, erklärt Grunwald. „Wir machen die Region damit mobiler und stärken die Attraktivität des öffentlichen Personennahverkehrs auf Straße, Schiene und Wasser.“
Ausgangspunkt des Vorstoßes war ein Austausch mit dem Rheinbreitbacher CDU-Kommunalpolitiker Heinz Schmitz, bei dem Verbesserungen im grenzüberschreitenden Verkehr thematisiert wurden. Schmitz sieht in der geplanten Regelung auch Vorteile für Rheinbreitbach und Unkel: „Bereits heute gibt es eine direkte Bus- und Fahrradanbindung von Rheinbreitbach zum Honnefer Fähranleger. Die Integration der Fähren ist daher eine gute Nachricht für viele Pendlerinnen und Pendler.“
Wichtige Alternative während der Bahn-Großsperrung
Hintergrund der Initiative ist die für die zweite Jahreshälfte 2026 geplante Generalsanierung des Schienenkorridors zwischen Unkel und Troisdorf. Während der mehrmonatigen Sperrung wird der rechtsrheinische Bahnverkehr weitgehend eingestellt. Als Ersatz sind Busverkehre sowie zusätzliche Fahrten der Stadtbahnlinie 66 vorgesehen.
„Die Einbindung der Fähren in das ÖPNV-System erweitert dessen Nutzen erheblich“, betont Grunwald. Besonders die linksrheinisch gelegenen Bahnhöfe Rolandseck und Mehlem, die fußläufig zu den Fähranlegern erreichbar sind, würden dadurch besser an die rechte Rheinseite angebunden. Fahrgäste aus Bad Honnef oder Königswinter könnten mit einem Deutschlandticket künftig ohne zusätzliches Fährticket linksrheinisch in Richtung Köln oder Koblenz weiterfahren.
Rückhalt aus den Kommunen
Unterstützung erhält das Vorhaben auch aus den betroffenen Kommunen. Die Bürgermeister von Königswinter und Bad Honnef, Heike Jüngling und Philipp Herzog, begrüßen die geplante Neuerung ausdrücklich. In einer gemeinsamen Erklärung heben sie hervor, dass die umfangreichen Arbeiten an Schienen und Bahnhöfen zwar notwendig seien, die Verkehrslage während der Sperrung jedoch eine große Herausforderung darstelle. „Die Nutzung der Fähren schafft eine zusätzliche Alternative und stärkt die vernetzte Mobilität der gesamten Region“, so die beiden Stadtoberhäupter.
Sollten die Verträge wie geplant abgeschlossen werden, könnte das Deutschlandticket auf den beiden Rheinfähren rechtzeitig vor Beginn der Bahn-Sperrung gelten – ein spürbarer Gewinn für Pendlerinnen, Pendler und Ausflügler gleichermaßen.











Kommentare