DRK blickt auf schwieriges, aber auch spannendes Jahr zurück

Von Jens Koelzer

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Politik und Stadtverwaltung beim Festakt im Mai Foto: DRK/Klodt

Bad Honnef – Wer hätte zu Beginn des Jahres schon mit der herannahenden Katastrophe in Form eines Angriffskrieges in Europa gerechnet. Der Bevölkerungsschutz stand vor einer riesigen Aufgabe. Bereits Anfang April konnten die Einsatzkräfte in Bad Honnef im Rahmen der Flüchtlingswelle aus der Ukraine auf regelmäßige örtliche Einsätze aber auch auf Aufgaben in Köln und Hennef zurückblicken. Das wegen der immer noch laufenden Corona-Pandemie bereits mehrfach verschobene Fest zur 125-Jahr-Feier musste trotz der hohen Auslastung perfekt vorbereitet und durchgeführt werden.

Mitte Mai fand die Veranstaltung dann an einem Wochenende statt. Bei strahlendem Sonnenschein begann die Jubiläumsfeier mit einem Festakt im Weinhaus Steinbach. Viele Gäste aus Politik, Stadtverwaltung und den befreundeten Hilfsorganisationen waren der Einladung gerne gefolgt und applaudierten herzlich, als Uwe Westhoven 44 Urkunden überreichte. Besonders hervor stach Helga Winker, die auf 60 Jahre Dienst am Menschen zurückblicken kann und heute noch bei den Blutspenden gerne ihre Hilfe zur Verfügung stellt.

Der folgende Tag gab im Rahmen eines Tages der offenen Tür der Bevölkerung Gelegenheit, sich von der Leistungsfähigkeit und dem vielfältigen Angebot des DRK im Siebengebirge zu überzeugen. Über 150 Gäste waren gekommen, um bei der Übergabe von 3 neuen Einsatzfahrzeugen durch den Bürgermeister, die Vertretungen der Kirchengemeinden und dem Vorstand des Ortsvereines dabei zu sein. Am Abend stieg eine Party für die Ehrenamtlichen aus der Bereitschaft und die Mitarbeiter des Testzentrums. Bei der Gelegenheit wurden auch die Urkunden und Medaillen für den Einsatz bei der Flutkatastrophe übergeben.

Aus den neuen Einsatzfahrzeugen sticht sicherlich der für das Gelände umgebaute Polaris Ranger der Fa. STW ATV+Quad aus Iserlohn hervor. Ausgestattet mit einer Schleifkorbtrage kann das Fahrzeug Patienten schonend aus unwegsamem Gelände bis zum Rettungswagen transportieren. Auch Material und Personal bringt der Ranger an Stellen im Siebengebirge, die sonst nur langwierig zu Fuß zu erreichen wären. Bereits eine Woche nach der Auslieferung Ende April wurde das Fahrzeug bei „Sieben auf einen Streich“ zum ersten Mal eingesetzt. Mehrere geplante und 8 Ad hoc-Einsätze sollten bis zum Jahresende hinzukommen.

Ein weiteres Fahrzeug wurde im Dezember ausgeliefert. Ein neuer Einsatzleitwagen ersetzt das Fahrzeug von 2007 und soll die bewährte Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen in Bad Honnef unterstützen.

Interesse an der Arbeit des DRK Siebengebirge kam aber auch von außen. Neben der Präsidentin des DRK aus unserer Partnerstadt Ludvika, Birgitta Lindquist, besuchte die höchste Repräsentantin des DRK die Wache in Bad Honnef. DRK Präsidentin Gerda Hasselfeldt zeigte sich beeindruckt von den Konzepten des örtlichen Bevölkerungsschutzes und nutzte die Gelegenheit für kurze Gespräche mit den HelferInnen des Ortsvereins. Frau Hasselfeldt würdigte das ehrenamtliche Engagement und sicherte ihre Unterstützung für die rechtliche Gleichstellung aller ehrenamtlichen der Einsatzkräfte zu.

Die Auswirkungen des Ukrainekrieges – speziell die Vorbereitung auf eine mögliche Energiemangellage – zeigen, wie wichtig das Thema ist. Gemeinsam mit der Verwaltung, der Feuerwehr und dem Energieversorger bereiten sich die ehrenamtlichen Helfer auf ein solches Szenario vor. Fast wöchentliche trafen sich seit Mitte September DRK, Feuerwehr, Stadtverwaltung und Energieversorgern zu Arbeitstreffen und konnten Anfang November die ausgearbeiteten Konzepte in einer ersten Aufbauübung aller Hilfsorganisationen, der Feuerwehr und der Stadt Bad Honnef erfolgreich testen und auswerten.

Deutsches Rotes Kreuz
Ortsverein Bad Honnef / Königswinter e.V. Bereitschaft Siebengebirge

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