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Königswinter

Durch Unwetter: 2013 mehr Einsätze der Feuerwehr in Königswinter

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Königswinter | Extreme Wetterereignisse und die Beseitigung der damit einhergehenden Schäden haben die Einsatzzahlen der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter im vergangenen Jahr auf insgesamt 423 Alarmierungen nach oben getrieben. Nur 2011 lagen sie seit der kommunalen Neuordnung mit 550 Einsätzen noch höher. Auch damals waren Unwetter die Ursache für die häufigen Notrufe. Die Personalstärke derjenigen, die diese Arbeit in Königswinter in 8 Einheiten ehrenamtlich leisten, konnte hierbei 2013 gehalten werden. 

Die Feuerwehr war insgesamt 262 Mal zur Durchführung technischer Hilfeleistungen gefordert. Alleine am 20. Juni 2013 und in den folgenden Tagen musste die Wehr rund 130 Mal ausrücken, weil nach einem Gewitter außergewöhnlich heftige Niederschläge schwere Schäden in der Rheinschiene verursacht hatten. Wegen des verheerenden Hochwassers an der Elbe waren kurz zuvor 13 Mitglieder der Feuerwehr Königswinter mit 3 Einsatzfahrzeugen eine Woche lang zur überörtlichen Hilfe in dem rd. 550 km entfernten Landkreis Stendal (Sachsen-Anhalt) eingesetzt. Schließlich brachten auch die Orkane „Christian“ am 28.10. und „Xaver“ am 5.12.2013 sowie andere Unwetter noch einige Arbeit für die Löscheinheiten, sodass wegen Wasser- und Sturmschäden insgesamt 186 Einsätze geleistet werden mussten. Koordiniert wird in Königswinter die Hilfe nach solchen großflächigen Unwetterereignissen im Lagezentrum der Wehr, das sich seit 2012 im neu errichteten Feuerwehrhaus Oberdollendorf befindet.

Die wichtigste Aufgabe der Feuerwehr war die Rettung von fünf Menschen, die sich in verschiedenen Notlagen befanden. Nach Verkehrsunfällen wurde die Wehr 28 Mal eingesetzt. Zwei Gefahrguteinsätze waren wegen Explosionsgefahr durch Gasströmung bzw. ausgelaufenem Öl zu leisten. Auch Tieren, die sich in fünf Notlagen befanden, musste geholfen werden. Bei 30 Einsätzen waren die Ehrenamtlichen zur Unterstützung des Rettungsdienstes tätig, um verschlossene Türen zu öffnen, Tragehilfe zu leisten oder Einsatzstellen auf Autobahnen abzusichern. In diesen Zahlen, die sich seit Jahren auf hohem Niveau befinden, spiegelt sich auch eine gesellschaftliche Entwicklung wieder. Immer häufiger müssen Wohnungstüren gewaltsam für den Rettungsdienst geöffnet werden, weil ältere allein lebende Patienten sich in ihrer Wohnung in einer Notlage befinden und eine schnelle Türöffnung durch Familie oder Nachbarschaft nicht möglich ist.

Neben dem Schwerpunkt der technischen Hilfeleistungen rückten die Löscheinheiten 2013 zu insgesamt 49 Löscheinsätzen aus. Es brannte in Wohngebäuden (16 Mal), auf Flächen (13 Mal) und in einem Industriebetrieb (ein Mal). Acht Fahrzeugbrände mussten gelöscht werden. Darüber hinaus wurde die Feuerwehr elfMal alarmiert, weil zum Beispiel Abfallbehälter oder Container brannten.

In der Jahresstatistik zu nennen ist schließlich auch die hohe Zahl von 112 Fehlalarmierungen, wobei 30 Mal automatische Brandmeldeanlagen nicht bestimmungsgemäß ausgelöst hatten.

In der Feuerwehr Königswinter steht mit 314 Mitgliedern für den Einsatzdienst fast die gleiche Anzahl wie im Vorjahr zur Verfügung. Auch die Personalstärke in der Jugendfeuerwehr, in der sich Jungen und Mädchen ab 10 Jahren engagieren, blieb auf dem Niveau des Vorjahres. Ein durch Demografie und gesellschaftliche Entwicklung allgemein prognostizierter Rückgang der Mitgliederzahlen kann daher in der viel beschäftigten Wehr bislang nicht beobachtet werden. Herausforderung für die Zukunft wird es sein, den Mitgliederstand zu erhöhen und sicherzustellen, dass insbesondere an Werktagen tagsüber ausreichendes Personal zur Verfügung steht.

Fotos/Text: Lutz Schumacher, FF Königswinter

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Bad Honnef

Auch 2019 soll es einen Tierschutz-Kalender geben

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Bad Honnef/Königswinter. Aufgrund der erfreulich großen Resonanz in den letzten Jahren wird der Tierschutz Siebengebirge auch für 2019 wieder einen Tierkalender herausgeben.

Auf diesem Wege sind alle Tierhalter, die ein Tier vom Tierschutz Siebengebirge übernommen haben, herzlich eingeladen, sich an der Kalender-Aktion „Tiere im Glück“ zu beteiligen, indem sie dem Verein ein originelles Foto, am liebsten einen lustigen Schnappschuss, von ihrem Tier zukommen lassen. Dabei ist es ganz gleich ob Pferd, Hund, Katze, Kleintier oder Vogel.

Die Jury, die 13 Fotos auswählen wird, bittet darum, keine Fotos von „verkleideten“ Tiere einzureichen. Vielmehr freuen sich die Tierschützer über originelle, lustige und außergewöhnliche Aufnahmen in einer hohen Bild-Auflösung (mindestens 4.000 Pixel), vorzugsweise im Querformat. Es wird um die schriftliche Erteilung der Bildrechte für die Veröffentlichung gebeten. Mit dem Foto bitte auch den Namen des Tieres, das Alter und – falls möglich – auch das Jahr, in dem das Tier vom Tierschutz Siebengebirge übernommen wurde, angeben. Die Fotos können an folgende Email-Adresse gesendet werden: t7pic@grafik-plus.de

Weitere Informationen zum Tierschutz Siebengebirge gibt es unter der Vereins-Hotline 0700/01230845 oder im Internet auf www.tierschutz-siebengebirge.de und www.facebook.com/TierschutzSiebengebirge

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Bad Honnef

Brückenhofmuseum erinnert mit vielen Fotos an Regenkatastrophe vor fünf Jahren

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Bad Honnef/Königswinter. An das schwere Unwetter am 20. Juni 2013 im Raum Siebengebirge erinnert ein Beitrag auf der Seite des Brückenhofmuseums.

Über 100 Fotos trug das Museum in einer Galerie zuammen – von Heisterbach, Oberdollendorf, Niederdollendorf, Königswinter-Altstadt und Bad Honnef.

Regenkatastrophen gab es im Siebengebirge zuvor 1903, 1961 und 2011.

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Königswinter

Fahrer auf A3 tödlich verunglückt

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Unfall mit Todesfolge auf der A3 | Foto: Freiwillige Feuerwehr Königswinter

Königswinter. Bei einem schweren Verkehrsunfall Sonntagnacht nach 23 Uhr stirbt der Fahrer eines PKW auf der Autobahn A 3 in Höhe Königswinter-Bockeroth.

Das Fahrzeug kam inn Fahrtrichtung Köln in die Böschung ab und überschlug sich zuvor mehrfach. Der 23-jährige Fahrer wurde aus dem Wagen geschleudert worden und blieb schwer verletzt im Grünstreifen liegen. Aufgrund der Schwere der Verletzungen verstarb der Mann noch an der Unfallstelle.

Da Polizei und Hilfskräfte weitere Unfallopfer nicht ausschließen konnten, wurde die Autobahnböschung mit einer Wärmebildkamera auf mögliche weitere Unfallopfer abgesucht. Zusätzlich kamen Spürhunde und ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz. Die Unfallursache ist nich nicht bekannt.

Die Autobahnmeisterei übernahm im weiteren Einsatzablauf die Absicherung der Unfallstelle zwischen der Anschlussstelle Siebengebirge und dem Kreuz Bonn/Siegburg. Das Technische Hilfswerk Siegburg wurde zur umfangreichen Ausleuchtung der Einsatzstelle nach alarmiert. Im Einsatz waren unter anderem 45 Kräfte der Feuerwehr Königswinter unter der Leitung von Brandoberinspektor Ralf Pütz.

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23Jun19:0021:00Konzert „Romantischer Sommerabend“

24Jun14:0018:002. Sommerfest im Brückenhof

28Jun18:0022:30Kunst! Rasen, Bonn, Germany

29Jun16:0022:00Bad Honnefer Schlemmerabend das kulinarische Ereignis

29Jun20:0023:00Jazz Pack

30JunJeden TagYin-Yoga Workshop

30Jun13:0017:00Vulkane, Mönche und Wein Im Siebengebirge


 

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