Bad Honnef. Die Sonne zeigt sich derzeit von ihrer intensivsten Seite – und mit ihr steigt auch die Gefahr durch hohe UV-Strahlung. Darauf weist der Deutscher Wetterdienst in einem aktuellen Bericht hin. Besonders im Süden und Südwesten Deutschlands werden zu Beginn der Woche sehr hohe UV-Werte erwartet. Auch in Nordrhein-Westfalen sollten Menschen die Kraft der Sonne nicht unterschätzen.
Nach Angaben des DWD erreicht der UV-Index vielerorts Werte von 8, in den Alpen sogar bis zu 9. Bereits ab einem UV-Index von 3 empfehlen Experten Schutzmaßnahmen wie Sonnencreme, Kopfbedeckung und das Meiden der direkten Mittagssonne. Der aktuelle Frühsommer bringe „eine sehr hohe gesundheitliche Gefährdung“ mit sich, so der Wetterdienst.
Der Grund: Ende Mai besitzt die Sonne nahezu die gleiche Strahlkraft wie Ende Juli. Unter wolkenlosem Himmel trifft deshalb besonders viel ultraviolette Strahlung auf die Erdoberfläche. Diese kann tief in biologische Systeme eindringen und langfristig Schäden verursachen. Als bekannteste unmittelbare Folge gilt der Sonnenbrand. Problematischer seien jedoch die Langzeitwirkungen wie vorzeitige Hautalterung oder Hautkrebs.
Der DWD erklärt, dass vor allem die sogenannte UV-A-Strahlung tief in die Haut eindringt und dort die Alterung beschleunigt. UV-B-Strahlung wiederum ist hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich, spielt aber auch eine Rolle bei der Vitamin-D-Bildung. Schon etwa 15 Minuten Sonne auf Gesicht, Hände und Arme reichen laut DWD im Sommer aus, um genügend Vitamin D zu produzieren.
Neben der UV-Belastung steigen auch die Temperaturen deutlich an. Vor allem im Südwesten Deutschlands werden gefühlte Temperaturen von mehr als 32 Grad erwartet. Für amtliche Hitzewarnungen reicht dies zwar noch nicht aus, da die Nächte derzeit noch vergleichsweise kühl bleiben. Dennoch rät der Wetterdienst insbesondere älteren Menschen, Kranken und empfindlichen Personen zu Vorsicht während der heißen Mittagsstunden.
Der DWD empfiehlt:
direkte Sonne in der Mittagszeit möglichst meiden,
ausreichend trinken,
luftige Kleidung und Kopfbedeckungen tragen,
Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verwenden,
Kinder besonders schützen.
Weitere Informationen sowie aktuelle UV-Gefahrenkarten stellt der Deutsche Wetterdienst online bereit.
red / DWD-Dipl. Met. Lars Kirchhübel










