Inklusiver Spielplatz an der Giradetallee eröffnet

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Verspielte Stadtverwaltung: Bürgermeister Otto Neuhoff, Carolin Böhm (M.), Landschaftsarchitektin Michelle Renzel - Foto Stadt Bad Honnef/Thomas Heinemann

Bad Honnef – Die Bauzäune sind weg, die Spielgeräte sind geprüft und gereinigt und der Sand wurde noch einmal ordentlich von Laub und Astwerk befreit: am Montagmorgen ist der Spielplatz Girardetallee nach mehrmonatiger Umbauphase als inklusiver Spielplatz wiedereröffnet worden. Auch die früheren Spielgeräte von der Insel Grafenwerth haben hier und nur wenige Meter von der Brücke zur Insel entfernt eine neue Heimat gefunden.

Zusammen mit dem alten Baumbestand und einer neuen, barrierefreien Spielfläche bildet der Spielplatz ein gelungenes Ensemble“, sagte Bürgermeister Otto Neuhoff bei der Eröffnung: „Für die Kinder in unserer Stadt, die Eltern, Menschen mit und ohne Einschränkungen und auch die benachbarte Kindertagesstätte ist hier ein toller Ort des Spielens und der Begegnung entstanden.“

Den Beschluss für die Wiederbelebung des zuletzt nicht mehr unterhaltenen Spielplatzes am Straßenende der Girardetallee hatte der Jugendhilfeausschuss des Rates der Stadt Bad Honnef am 17. Juni 2021 gegeben und war damit dem Vorschlag der Stadtverwaltung gefolgt, die in den Jahren 2009 und 2010 gespendeten Spielgeräte des alten Insel-Spielplatzes an der Girardetallee wieder aufzubauen. „Wir haben die Geräte geprüft, zum Teil ertüchtigt und ihnen im Sinne der Nachhaltigkeit an diesem Standort in Inselnähe eine weitere Nutzungsdauer ermöglicht“, erklärte Carolin Böhm, Leiterin des Fachdienstes Umwelt und Stadtgrün: „Es sind schöne Spielgeräte, an denen zurecht auch viel Herzblut von Eltern und Kinder hängt. Hier können die Spielgeräte weiter genutzt werden.“ Umrahmt wurde das Spielfeld der früheren Insel-Spielgeräte, das Sand als Fallschutz nutzt, von neuen Sitzgelegenheiten und einer Wegeführung zwischen der Girardetallee und der Treppe zur Brücke über die B42 zur Insel Grafenwerth.

Komplett neu entstanden ist eine zwei Spielfläche gleich nebenan: statt losem Fallschutzmaterial wie Sand, Holzhackschnitzel oder Rindenmulch kommt hier ein spezieller Fallschutzboden aus federndem Kunststoff zum Einsatz. Der Boden ermöglicht eine barrierefreie Nutzung der speziellen Spielgeräte, die zum Beispiel auch von Kindern mit eingeschränkter Mobilität genutzt werden können. Dazu zählen eine Schaukel mit besonders niedrigem Sitz und eine Wipp- und Balancierstange, ein Spielhaus sowie ein Drache als Federwippe.

Ziele der Planungen waren neben der Barrierefreiheit und dem Einsatz vorhandener Spielgeräte auch die Einbeziehung der Bestandsbäume, erklärte Michelle Renzel, Landschaftsarchitektin im Bonner Büro „die3 landschaftsarchitektur“ bei der Eröffnung: „Die Traufhöhen der vorhandenen Gehölze wurden berücksichtigt, zugleich die Bäume aber auch als Schattenspender eingeplant.“ Mitte Januar konnten die Arbeiten beginnen. Nachdem im April und Mai konstant die für die Arbeiten benötigten höhere Außentemperaturen herrschten, konnten die letzten Arbeiten abgeschlossen werden. Die Natur hat die Zeit der Baustelle ohne intensive Spielplatznutzung gut genutzt, zeigte Fachdienstleiterin Carolin Böhm: „Die Wiese ist gut gewachsen und auch die neu gepflanzten Obstgehölze wie Himbeeren und Johannisbeeren sind sehr gut angewachsen und werden noch in diesem Jahr den Kindern auf dem Spielplatz zum Naschen dienen.“
Gute Nachrichten hatte die Fachdienstleiterin auch für den Jugendhilfeausschuss: die für den Spielplatzneubau ursprünglich kalkulierten Gesamtkosten sind mit rund 180.000 Euro leicht unterschritten werden. (T.H.)

 

 

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