Erster Stress beim Gesamtschulbau

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Bad Honnef | Es ist ein 30-Millionen-Projekt und soll 2020 vollendet sein. Nun will das Erzbistum Köln als Bauherr einen Teil der Investition durch den Bau und die Vermietung von Wohnungen wieder reinholen.

Die sollen ausgerechnet dort gebaut werden, wo jetzt der Sportplatz der Schule St. Josef ist. Die Fläche zählt als „Grünfläche für den Gemeinbedarf“. Geredet hat darüber offensichtlich im Vorfeld niemand. Bürgermeister Otto Neuhoff wusste es und seine Verwaltung empfiehlt, für das Plangebiet „Bebauung Sportplatz St. Josef“ einen Bebauungsplan der Innenentwicklung im beschleunigten Verfahren aufzustellen. Der wird notwendig, weil es sich eben um ausgewiesene Gemeinbedarfsflächen handelt.

Mit seinem Ansinnen verfolgt das Erzbistum laut Beschlussvorlage das Ziel, „nachfrageorientiert Wohnraum“ zu schaffen. Die bauliche Grundstruktur soll der bestehenden Bebauung westlich der Königin-Sophie-Straße angepasst werden.

Die Überlegung des Erzbistums geht mit den allgemeinen städtebaulichen Zielsetzungen einer behutsamen Nachverdichtung zur Schaffung von innenstadtnahem Wohnraum konform, begutachtet die Verwaltung in ihrer Vorlage.

Gestern beschloss eine Anliegerinitiative der Königin-Sophie-Straße, den Bau von Wohnungen an dieser Stelle juristisch verhindern zu wollen. Auf Antrag der CDU wurde der Antrag heute im Planungsausschuss von der Tagesordnung genommen. Begründung: Der Sachverhalt sei zu kurzfristig bekannt geworden. Die Grünen wollten abstimmen lassen und hätten den Beschlussvorschlag abgelehnt.

Bürgermeister Otto Neuhoff kompromisslos: In der nächsten Sitzung müsse beschlossen werden.

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