Feuerwehren aus Königswinter und Bonn unterstützen bei Bränden in Frankreich

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Abfahrt gegen 3.30 Uhr am frühen Donnerstagmorgen: Die Feuerwehren sind zu Waldbränden im Südwesten Frankreichs aufgebrochen. - Foto: Feuerwehr Stadt Bonn

Königswinter/Bonn – Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen sind seit heute, 11. August 2022, 3.30 Uhr, von Bonn aus mit ihrer hierauf spezialisierten gemeinsamen Einheit unterwegs zur Unterstützung der Einsatzkräfte bei Waldbränden im Südwesten Frankreichs.

Begleitet werden sie von weiteren Feuerwehrkräften aus Niedersachsen, Fachberatern der Hilfsorganisation „@fire“ sowie einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfallhilfe. Die französischen Behörden hatten am Dienstag, 9 August 2022, über die Europäische Union ein Hilfeersuchen gestellt. Von Seiten der Bundesrepublik Deutschland wurde die Hilfe des vom Land NRW im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens gemeldeten Waldbrandmoduls angeboten.

Nachdem die Feuerwehren die konkrete Anforderung am Mittwochabend erreichte, begannen umgehend die notwendigen Planungen für diesen aufwändigen und nicht alltäglichen Einsatz. Der aus 65 Kräften, 20 Fahrzeugen und vier Anhängern bestehende Konvoi gliedert sich in haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrkräfte und im Bereich der Versorgung tätige Helfer der Johanniter Unfallhilfe sowie Fachberater der auf Unterstützung bei Naturkatastrophen spezialisierten, nichtstaatlichen Hilfsorganisation „@fire“.

Es handelt sich um den zweiten Einsatz des seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldeten Moduls. Im August 2021 war die Einheit bereits zur Unterstützung am Peloponnes in Griechenland im Einsatz. Die Kräfte werden voraussichtlich am Donnerstagabend, 11. August 2022, im Großraum Bordeaux im Südwesten Frankreichs eintreffen. Wann und welcher konkrete Einsatzauftrag die Kräfte erwartet, wird sich voraussichtlich bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte in Frankreich klären.

Das Waldbrandmodul

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren sieht für solche Großbrände sogenannte Waldbrandmodule vor, die kurzfristig und gut vorbereitet innerhalb der Europäischen Union angefordert werden können. Solch ein Modul besteht aus mehreren geländefähigen Löschfahrzeugen, einer Führungs- sowie einer Versorgungseinheit. Nach Abstimmungsgesprächen mit dem Innenministerium des Landes NRW sowie der Bezirksregierung Köln, die als Aufsichtsbehörden beteiligt waren, ging das Waldbrandmodul 2019 an den Start. Die Einheit stellt ein Pilotprojekt dar, bei dem die Erfahrungen, die in anderen EU-Ländern bereits mit den Modulen gewonnen wurden, auf Feuerwehren in Deutschland angewendet werden.

 

 

 

 

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