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Hambacher Forst: Heute Abend Licht aus

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Bad Honnef. Seit 1978 gräbt sich der Braunkohletagebau durch den Hambacher Wald – ein Umweltdesaster. Große Flächen fielen  dem “Bagger von Rheinbraun” zum Opfer. Nun sollen weitere 200 Hektar Wald für die Gewinnung von Braunkohle geopfert werden. Derweil verhandelt die Kohle-Kommission gerade über den Kohleausstieg.

Die Bäume sind viele hundert Jahre alt. In einem Interview mit dem Deutschlandfunk sagte der Waldpädagoge und Vermittler Michael Zobel, der Wald müsse nicht zerstört werden. “Die Tatsache, dass Braunkohle-Energie klimaschädlich sei, bestreite keiner mehr. Beim Hambacher Forst habe er aber das Gefühl, dass es längst nicht mehr um Strom gehe, sondern um Macht.”, so das Zital im Dlf.

Eine Handvoll Umweltschützer will diesen Irrsinn verhindern und das letzte Waldstück retten. Die hauptsächlich jungen Frauen und Männer haben rund 50 Baumhäuser gebaut, die nun entfernt werden. Begründet wird die Aktion mit nicht vorhandenem Brandschutz.

Auch militante Demonstranten sind im Hambacher Forst aktiv. Die Polizei schickte bis zu 5000 Polizisten in den Wald. Mittlerweile kam es zu Festnahmen, Demonstranten und Polizisten wurden verletzt.

BUND-Vorsitzender Helmut Weiger weist darauf hin, dass die Zulässigkeit dieser Rodung aktuell wegen einer Klage des BUND vor dem Oberverwaltungsgericht Münster verhandelt wird. Vor der Entscheidung im gerichtlichen Verfahren Fakten zu schaffen sei eine weitere Provokation von RWE. “Rodungen für den Kohleabbau durchführen zu wollen, während gleichzeitig in Berlin die Kohle-Kommission über den Kohleausstieg verhandelt, zeigt, dass RWE kein Interesse an einem gesellschaftlichen Konsens hat.”

BUND, Campact, Greenpeace und die Naturfreunde Deutschlands rufen zu einer Demonstration am Hambacher Wald am 14. Oktober auf.

Schon heute Abend können sich Gegner der Rodung an einer symbolischen Solidaraktion beteiligen und zwischen 20.30 Uhr bis 21.00 Uhr in Haus und Wohnung das Licht löschen. Initiiert wird der Protest von “Hambi bleibt”.

 

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2 Kommentare

2 Comments

  1. Jan

    17. September 2018 eingestellt am 13:11

    Es geht leider nicht um 500 Quadratmeter, sondern um 2 Millionen Quadratmeter, nämlich um 200 Hektar.

    • Honnef heute

      17. September 2018 eingestellt am 13:16

      Natürlich!

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Linz

Linzer Grüne feierten 25. Geburtstag

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Linz. Anlässlich des 25. Gründungsjahres feierte der Grüne Ortverband Linz am 27. Oktober 2018 im Bürgerhaus Rothe-Kreuz in Linz seine Geburtstagsparty. Eingeladen waren neben den Gründungsmüttern und -vätern auch aktive Grüne des Kreises, aber auch die zahlreichen Sympathisanten und Freunde, die unseren kommunalen Einsatz in den Räten der Verbandsgemeinden Unkel, Linz und Bad Hönningen auf den Wahllisten unterstützten.

Neben einem kreativen regionalen Buffet aus dem Alten Stadtweingut in Bad Hönningen sorgte ein DJ für tolle Tanzmusik im Rahmen dieser Veranstaltung, so dass die Tanzfläche bis nach Mitternacht gut besucht wurde.

Ein weiteres Highlight war die Zeitreise durch 25 Jahre Ratsarbeit in Linz, die die Gründungsmitglieder Ludwig Stolz und Beatrix Liesenfeld mit Humor vortrugen und das mit dem Fazit endete, dass Ratsarbeit nicht nur trocken ist, sondern auch Spaß macht und das Umfeld in dem wir leben mitgestaltet. Unterstützt wurde der Vortrag durch die zahlreichen originalen Wahlplakate der Grünen, mit denen die Wände des Raumes dekoriert wurden, von denen einige immer noch erschreckend aktuell sind.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch von Jutta Paulus, der Landesvorsitzenden von Bündnis 90/Die Grünen RLP, die ebenfalls ein paar fröhliche Grußworte an das ‚Geburtstagskind‘ richtete.

Am Tag nach der Feier kam im Rahmen der Aufräumaktion eine Nachfeier, da an diesem Tag auch die Landtagswahl in Hessen stattfand mit einem fantastischen Ergebnis für Bündnis90/ Die Grünen.

Grüner Ortsverband Unkel-Linz-BadHönningen

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Region

Anreise von Nazi-Demo in Remagen blockiert

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Sitzblockade gegen Nazis in Remagen | Foto: Hartmut Schneider

Remagen/Region. Beim ,,zentralen Heldengedenken“ am 17.11.2018 wurde der Wehrmacht, der Waffen-SS, der Hitlerjugend und ihren Ideen gedacht. Das ist exakt so aus den Redebeiträgen der vergangenen Jahren zu entnehmen. Deswegen ist es nicht bloß eine rechte Demo, es handelt sich um offene Hitler-Verehrer aus den Parteien NPD und die Rechte.

,,Die Geschichte lehrt uns ganz deutlich so etwas weder zu akzeptieren noch zu dulden, deswegen bauten wir das Bündnis nozhg auf und organisierten eine Blockade.“, so die nozhg Pressesprecherin Heike Teschert. Das Bündnis rief im Vorfeld ganz offen zu Blockaden auf, verteilte Flyer und organisierte Offene Treffen.

Schließlich wurde am 17.11.2018 der Tunnel des Bahnhofs in Remagen von etwa 80 Personen für ca. zwei Stunden blockiert und eine erhebliche Verzögerung der Nazi-Demo erreicht. ,,Wir werten diese Aktion als einen Erfolg und haben bei unserer Blockade selbstverständlich darauf geachtet, dass nicht Passanten, sondern nur Nazis blockiert werden. Der Kontakt zu den Anwohnern ist uns besonders wichtig, deshalb verfassten wir Anwohnerflyer und organsierten im Vorfeld in Remagen einen Infostand.“, so Teschert.

Da das nozhg Bündnis die Blockade nicht freiwillig verlassen wollte und mehrmals von der Polizei dazu aufgefordert wurde, hat die Polizei schließlich die Blockade gewaltsam geräumt. ,,Die Regierung will uns Faschismus und Rassismus immer wie eine ,,andere Meinung“ darstellen, die man in einer Demokratie dulden solle. Aber Faschismus und die offene Verehrung des NS ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen. Da ist offene Gegenwehr angesagt. Deswegen haben wir unsere Blockaden nicht freiwillig verlassen, sondern ganz bewusst der Anreise der Nazis geschadet.“, erklärt Teschert.

,,Anstatt dass die Nazi-Demo, die NPD und die Rechte verboten werden, wurde nun uns mit Anzeigen gedroht. Doch wir lassen uns nicht einschüchtern, bei Rassismus und Faschismus schreiten wir offensiv ein! Mit unseren Blockaden wollen wir erreichen, dass die Nazis bald kein Bock mehr haben nach Remagen zu kommen, sie sollen aufhören ihre NS-Verherrlichung zu propagieren.“ verdeutlicht Teschert.

Honnef heute meint: Einfach nur furchtbar!

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Region

A562: Sperrung der Ausfahrt Richtung Königswinter im Autobahnkreuz Bonn-Ost

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Region – Am Montag (22.10.) von 9 bis 14.30 Uhr sperrt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ville-Eifel auf der A562 im Autobahnkreuz Bonn-Ost die Ausfahrt in Fahrtrichtung Königswinter. Die ausgeschilderte Umleitung verläuft zunächst in Gegenrichtung über die A59 bis zur Anschlussstelle Bonn-Villich, von dort aus zurück in Richtung Königswinter. Grund der Sperrung ist der Umbau von Verkehrssicherungseinrichtungen.

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