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Honnefer Malteser: Erste Hilfe, Sanitätsdienst und Integrationsarbeit

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(v.l.): Abdulrahman Muklef, Phillip Sauermann, Dr. Andreas Archut, Tamara Raschka, Tamino Laubenthal, Hanna Groß und Ali Alilewi | Foto: Ralf Klodt/MHD

Bad Honnef | Im Rahmen ihrer Stadtversammlung haben die Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Bad Honnef Rückschau gehalten, verdiente Mitglieder geehrt und neue aktive Helfer ernannt. Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut verwies stolz auf rund 20.000 ehrenamtlich geleistete Stunden der 200 Honnefer Aktiven.

Für die Stadtleitung legten Dr. Archut, der stellvertretende Zugführer Christian Büsch, Geschäftsführerin Katharina Beschoner und Jugendsprecher Gregor Biesenbach einen Tätigkeitsbericht ab. Sie konnten mit eindrucksvollen Zahlen belegen, wie aktiv die Bad Honnefer Malteser auch 2017 wieder waren: Insgesamt wurden rund 20.000 ehrenamtliche Stunden in den Bereichen Notfallvorsorge, Sanitätsdienst, Ausbildung, Soziale Dienste und Jugendarbeit geleistet.

Erste-Hilfe-Ausbildung gefragt

Groß war die Nachfrage auch 2017 wieder nach den Erste-Hilfe-Kursen der Malteser. In 119 Kursen bildeten sie 1.729 Menschen aus – knapp mehr als 2016 und damit erneut ein Allzeit-Rekord. Auch der Sanitätsdienst wurde noch öfter als im Vorjahr in Anspruch genommen. Bei 77 Sanitätseinsätzen leisteten die Sanitäter rund 2.600 ehrenamtliche Dienststunden und 101 Mal Erste Hilfe. Dabei waren die Malteser nicht nur in Bad Honnef und dem Siebengebirge unterwegs, sondern auch in Köln und Bonn. Ein Einsatzschwerpunkt ist dabei seit Jahren der Karneval, der rund ein Viertel der insgesamt abgeleisteten Stunden ausmacht. Erfolgreich nahmen die Honnefer wieder an der Kevelaer-Wallfahrt der Malteser teil und stellten dabei mit 150 Pilgern und Helfern das größte Kontingent der Erzdiözese.

Das Rückgrat der Malteser-Dienste ist weiterhin der Bereich Notfallvorsorge mit seiner Einsatzeinheit, die 2017 einen Schwerpunkt auf die Ausbildung ihrer Führungskräfte gelegt hat, vor allem, um im Einsatz die Kommunikation untereinander zu verbessern. Insgesamt 500 Ausbildungsstunden wurden in einem Führungskräftetraining absolviert und auch neue Zug- und Gruppenführer ausgebildet, wie der stellvertretende Zugführer Christian Büsch berichtete. Zugleich bedankte er sich bei Tamara Raschka, die es übernommen hat, die Helferakten auf den neuesten Stand zu bringen und die Aus- und Fortbildungsangebote der Malteser zu organisieren. Beachtliche rund 3.500 Fortbildungsstunden absolvierten die Helfer der Einsatzeinheit 2017, um sich auf Notfälle vorzubereiten. Im aktuellen Jahr wird die Einsatzeinheit ihre Leistungsfähigkeit erneut im Rahmen einer Großübung auf die Probe stellen.

Schulterklappen kennzeichnen die neu ernannten Helfer | Foto: Ralf Klodt/MHD

Weiter aktiv in Sachen Integration

Mit großer Freude ernannte Stadtbeauftragter Dr. Andreas Archut drei neue aktive Helfer: Tamino Laubenthal, Ali Alilewi und Abdulrahman Muklef hatten kürzlich erfolgreich die Helfergrundausbildung absolviert. Nun erhielten sie von Christian Büsch die blauen Schulterklappen angeheftet, die sie als fertig ausgebildete Helfer kennzeichnen. Das Besondere dabei: Alilewi und Muklef stammen aus dem Irak und kam als Flüchtlinge ins Rheinland. Seit gut einem Jahr sind sie bei den Maltesern aktiv, lernen Erste Hilfe und – so ganz nebenbei – im Kontakt mit ihren deutschen Kameraden auch immer besser Deutsch.

Dr. Archut berichtete außerdem vom erfolgreich angelaufenen Integrationslotsen-Projekt. Koordinatorin Christiana Hann, die sich die Honnefer mit den Bornheimer Maltesern „teilen“, konnte 2017 erste Integrationslotsen gewinnen und schulen, die nun Geflüchteten dabei helfen, mit dem Alltag in Deutschland besser klarzukommen. Archut betonte: „Dabei ist es uns Maltesern wichtig, nicht bestehende Aktivitäten zu duplizieren, sondern da anzusetzen, wo unsere Hilfe gebraucht wird.“ Kürzlich konnte dazu im Honnefer Süden ein Offener Treffpunkt für die Bewohner einer städtischen Wohnanlage für Flüchtlinge eröffnet werden.

Turnusgemäß fanden Wahlen statt. Hanna Groß und Tamara Raschka wurden von der Versammlung zu Helfervertreterinnen im Stadtführungskreis bestimmt, Cornelius Dirk und Phillip-Johannes Sauermann erhielten das Mandat, in den kommenden zwei Jahren die Kasse der Malteser zu prüfen. In der am selben Tag abgehaltenen Stadtjugendversammlung wurden Gregor Biesenbach als Stadtjugendsprecher bestätigt und Zeynep Özdemir und Sebastian Falkenberg zu seinen Stellvertretern bestellt.

Einige Aktive wurden für ihre langjährige Mitgliedschaft im Malteser Hilfsdienst geehrt: Günther Raths und Maximilian Fuhr für 10-jährige Mitgliedschaft, Hildegard Schramm für 25-jährige Mitgliedschaft und Reinhold Beschoner sogar für 50-jährige aktive Mitgliedschaft. Phillip-Johannes Sauermann erhielt die Dankmedaille des Malteser-Ordens für seine Verdienste in der Flüchtlingshilfe.

Phillip Sauermann erhält die Refugee Aid Medal des Malteser-Ordens | Foto: Ralf Klodt/MHD

 

 

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