Inselkonzerte: Dauerhafte Events mit Tausenden Zuschauern verursachen Gänsehaut.

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LeserInnenbrief

Als absoluter Fan von Patti Smith, Andreas Vollenweider und Pink Floyd (Nick Mason) wäre ich gerne bei deren Konzerten vorneweg mit dabei, stutze aber, wenn ich sehe, wo und unter welchen Umständen diese in Bad Honnef geplant wurden. Ausgerechnet auf einer Insel, die an Schutzgebiete von europäischer Bedeutung (FFH-Gebiet) angrenzt, die mit ihren Auenwaldrestbeständen einen besonderen Status im Biotopverbundkonzept der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins (IKSR) hat und Lebensraum zahlreicher gefährdeter Vogel-, Fledermaus- und Reptilienarten ist, dauerhaft Events mit Tausenden Zuschauern zu planen, verursacht Gänsehaut. Ganz sicher nicht vor Begeisterung, sondern vor Grusel über die institutionalisierte Rücksichtslosigkeit mit der dieser schwarzgrün regierte Rhein Sieg Kreis sich immer wieder über Grundsätze des Natur- und Artenschutzes hinwegsetzt und dabei auch immer wieder, freundlich ausgedrückt, auf die Nase fällt. Es gibt schon zu denken, dass die beachtliche Serie von juristischen Niederlagen des Rhein Sieg Kreises in Sachen Naturschutz gegen den vielgeschmähten BUND ausgerechnet von einer Verwaltung mit vermeintlich grüner Beteiligung und Einfluss zu verantworten ist. Liest man das neueste Pamphlet, sprich „Pressemitteilung“, der GRÜNEN zum Thema „Inselkonzerte“, in der von „Fundamentalismus, Basta-Artenschutz und Klageorgie“ die Rede ist und völlig daneben liegende, hasserfüllte Angriffe gegen den BUND im Kreis enthalten sind, besteht schon Grund zur Trauer über die Profilierung der Kreis-GRÜNEN zu einer Über-FDP und den Verlust einer wählbaren Alternative für Menschen, die Natur- und Artenschutz ernst nehmen.

Paul Kröfges

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