Israelische Sängerin Shuli Grohmann begeisterte Honnefer Publikum – Wehret den Anfängen

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Bad Honnef – Einen ganz besonderen Nachmittag im Zeichen der deutsch-israelischen Beziehungen erlebten am letzten Freitag die Gäste im gut besetzten Pfarrheim der Katholischen Kirchengemeinde Sankt Johann Baptist. Die CDU Bad Honnef und die Junge Union präsentierten die israelische Künstlerin Shuli Grohmann aus Kerpen, die mit ihren Liedern spontanes Mitklatschen und Fußwippen auslöste. Mit ihrer eindrucksvollen Stimme und ihren pointierten Beiträgen gelang es der studierten Tanzpädagogin und Theaterwissenschaftlerin, das Publikum in ihren Bann zu ziehen und in Diskussionen zu verwickeln. Dabei scheute sie sich auch nicht, schwierige tagesaktuelle politische Themen anzusprechen.

Wie wichtig die Auseinandersetzung gerade beim Thema Israel mit dem Judentum und mit der Vergangenheit sei, betonte der Stadtverbandsvorsitzende Michael Lingenthal in seinem Beitrag. Er erinnerte an die Einladungsprogramme für Überlebende des Holocaust aus Bad Honnef. Die Frage nach einer generationenüberdauernden Verantwortung stelle sich daher stets neu. Deshalb werde die CDU auch das Thema „Verantwortung“ im Hinblick auf Polen und die USA behandeln.

Der stellvertretende CDU-Vorsitzende und Co-Organisator des Nachmittags, Jonathan Grunwald, appellierte an die Gäste, deutliche Zeichen gegen Antisemitismus und Israelhass zu setzen. „Es ist dringend geboten, die Stimme zu erheben, wenn auf deutschen Straßen israelische Staatsflaggen verbrannt werden oder das Existenzrecht Israels – so wie zuletzt bei der #unteilbar-Demonstration Anfang Oktober in Berlin – bedroht wird.

Genau so wenig könne und dürfe es nicht hingenommen werden, dass Juden ihre Religionsausübung verstecken müssten, um nicht von Deutschen und Migranten angepöbelt oder tätlich angegriffen zu werden, so Grunwald. Auch wenn dies von beiden Gruppen nur Einzeltäter gewesen sein mögen, sei es wichtig, den Anfängen zu wehren. Grundwald: „Dies müssen wir aus der deutschen Geschichte gelernt haben.“

Veranstaltungstipp

10.11.2018, 19 Uhr, Hontes am Markt:

Willi Birenfeld liest Texte von Heimatdichter Franzjosef Schneider über die Judenproblematik in Bad Honnef.
Dazu spielen Jo Raile (Klavier) und Klaus Rabus (Saxophon) Klezmermusik.

Veranstalter ist der hautnah e.V. Der Eintritt ist frei.

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