Katja Dörner | Foto: Schafgans/Bundesstadt Bonn

Bonn – Deutscher Schulpreis Spezial: OB Katja Dörner gratuliert Siebengebirgsschule
Die Godesberger Förderschule war in der Kategorie „Bildungsgerechtigkeit“ in der Endauswahl und wird für ihr vorbildliches Digital-Konzept, das die Schülerinnen und Schüler insbesondere in der Corona-Pandemie beim Lernen unterstützt, mit 5.000 Euro unterstützt.

Zukunftsweisende Konzepte, die Schulen im Umgang mit der Corona-Krise entwickelt haben und die das Lernen und Lehren langfristig verändern können, standen im Fokus der diesjährigen Sonderausgabe des Deutschen Schulpreises 20|21. Bei der digitalen Preisverleihung am Montag, 10. Mai 2021, vergab Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sieben Preise.

Die Bonner Siebengebirgsschule war in der Kategorie „Bildungsgerechtigkeit fördern“ nominiert. Den Hauptpreis bekam am Ende mit der Grundschule im Dichterviertel die Konkurrenz aus Mühlheim an der Ruhr. Doch die Bonner Förderschule aus Bad Godesberg erhält als Anerkennung ein Preisgeld von 5.000 Euro.

Schulleiter Achim Bäumer: „Wir haben uns sehr über die Nominierung gefreut – immerhin waren wir damit unter den letzten 18 Schulen im Auswahlverfahren. Die vielen Fachgespräche, Interviews und Workshops im Rahmen des Wettbewerbes haben uns für unsere weitere Schulentwicklung unglaublich viele wichtige Impulse gegeben.“ Insgesamt hatten sich 366 Schulen bundesweit für den Schulpreis Spezial beworben.

„Die Siebengebirgsschule Bonn hat es bis in die Endausscheidung geschafft. Diese Nominierung ist ein toller Erfolg. Das Thema Bildungsgerechtigkeit ist jede Anstrengung wert. Als Oberbürgermeisterin gratuliere ich der gesamten Schulgemeinde im Namen der Bundesstadt Bonn dazu sehr herzlich“, so Katja Dörner. Die besonderen Herausforderungen für das Schulleben rund um die Corona-Pandemie machten überdeutlich, wie wichtig es ist, dass Schulen sich der Krise stellen und Ideen und Maßnahmen entwickeln, um den Unterricht auch unter diesen besonderen Bedingungen bestmöglich zu gestalten. „Das ist der Siebengebirgsschule mit der Digitalisierung des Lernumfeldes hervorragend gelungen“, so Dörner.

Die Schule, an der 298 Schülerinnen und Schüler von Klasse 1 bis 10 lernen, verfolgt den Anspruch, dass die Schülerinnen und Schüler soweit wie möglich selbstständig und eigenverantwortlich lernen können. Eine wichtige Rolle spielt dabei das „SGS-Lern-Navi“, eine selbstkonzipierte Lernplattform der Siebengebirgsschule (SGS). Jede und jeder Lehrende und Lernende bedient dabei seine eigene Lernplattform und ermöglicht so eine optimale Individualisierung und Differenzierung in der Klasse. Damit das gelingt, hat die Schule schon lange vor der Corona-Pandemie damit begonnen, auf die verschiedenen Lernniveaus angepasste Lerninhalte zu digitalisieren, die jederzeit abrufbar sind.
Schon 2012 hatte die Siebengebirgsschule damit angefangen, einen eigenen Kanal für Erklärvideos zu den unterschiedlichsten Themengebieten einzurichten. Inzwischen sind diese selbstproduzierten Videos nach Fächern sortiert fester Bestandteil auf den Lernplattformen. Im Sommer 2020 hat die Schule die Lernplattform weiterentwickelt. Sie soll nicht nur ein Ablageort für Lerninhalte und Prüfungsformate sein, sondern Interaktion zulassen und die Motivation der Kinder und Jugendlichen stärken. Dabei setzt sie auch auf Motivationselemente der Gamifizierung. Das heißt, es fließen typische Elemente von Computerspielen in den Lernprozess ein. Weitere Informationen zum Konzept der Siebengebirgsschule sowie der anderen Schulen unter https://deutsches-schulportal.de/schulpreis-2021/

Zum Hintergrund des Schulpreis Spezial 20|21

Mit dem Deutschen Schulpreis 20|21 Spezial reagieren die Robert Bosch Stiftung GmbH und die Heidehof Stiftung auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie. Auch heute, ein Jahr später, bestimmt die Pandemie unser aller Leben und stellt insbesondere die Bildungseinrichtungen in Deutschland und auf der ganzen Welt vor enorme Herausforderungen. Viele Schulen haben sich der Krise gestellt und herausragende Ideen und Maßnahmen entwickelt, um Schule und Unterricht auch unter den besonderen Bedingungen bestmöglich zu gestalten. Mit dem Wettbewerb zeichnen die beiden Stiftungen die besten Konzepte aus, die das Lehren und Lernen auch über die Pandemie hinaus nachhaltig verändern können.

Aus den insgesamt 366 Bewerbungen haben es 18 Schulen in sieben Kategorien (Beziehungen wirksam gestalten, Bildungsgerechtigkeit fördern, Digitale Lösungen umsetzen, Alle Schülerinnen und Schüler individuell fördern, Tragfähige Netzwerke knüpfen, Selbstorganisiertes Lernen ermöglichen, Zusammenarbeit in Teams stärken) in die Endausscheidung geschafft.

 

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