Bad Honnef. In Bad Honnef hat die Situation in der Kita St. Johannes in den vergangenen Monaten für erhebliche Unruhe unter Eltern gesorgt. In einem offenen Brief wandten sich betroffene Familien an Bürgermeister Philipp Herzog und schilderten massive Einschränkungen im Betreuungsangebot.
Über einen Zeitraum von rund zwei Jahren habe es immer wieder Notbetreuung gegeben, seit Oktober 2025 sogar durchgehend – lediglich unterbrochen von wenigen Tagen im Regelbetrieb. Nach Angaben der Eltern habe die Einrichtung im laufenden Kitajahr weniger als die Hälfte der Zeit im Normalbetrieb gearbeitet. Besonders problematisch sei dabei die kurzfristige Planung gewesen: Häufig seien Eltern erst weniger als 24 Stunden vorher über Betreuungszeiten informiert worden.
Die Folgen für die Familien seien gravierend. Viele Eltern hätten Schwierigkeiten, Beruf und Kinderbetreuung zu vereinbaren, in Einzelfällen sei es sogar zu Arbeitsplatzverlusten gekommen. Gleichzeitig kritisierten die Eltern den Träger Gemeinnützige Gesellschaft der Franziskanerinnen zu Olpe (GFO). Trotz bekannter Personalengpässe – etwa durch Schwangerschaften und Langzeiterkrankungen – seien aus Sicht der Eltern nicht ausreichend Maßnahmen zur Neubesetzung ergriffen worden.
Eine Anfrage an das Rathaus wurde heute beantwortet. Wie die Pressestelle bestätigte, fanden Mitte März Gespräche im Rathaus statt: Am 17. März mit Vertreterinnen und Vertretern des Elternbeirats, zwei Tage später mit der Geschäftsführung des Trägers. In diesen Gesprächen seien sowohl die angespannte Situation in der Kita als auch mögliche Lösungsansätze und Unterstützungsmaßnahmen erörtert worden. Nach Angaben der Stadt hätten beide Seiten bestätigt, dass die Kita seit dem 16. März wieder im Regelbetrieb läuft. Zudem habe der Träger zugesagt, den Elternbeirat zeitnah über die Ergebnisse der Gespräche zu informieren. Nach den Osterferien sei außerdem eine Elternversammlung geplant.
Eine Anfrage von Honnef heute an den Träger wurde bislang nicht beantwortet.










