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Seniorenvertretung: “Nicht von hinten durch die Brust ins Auge”

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seniorenvertretung - Seniorenvertretung: "Nicht von hinten durch die Brust ins Auge"
seniorenvertretung - Seniorenvertretung: "Nicht von hinten durch die Brust ins Auge"

Infoveranstaltung zur Seniorenvertretung im Rathaus | Foto: Florette Hill

Bad Honnef | Mit knapper Mehrheit beschloss der Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales für die Einrichtung einer Seniorenvertretung im Sinne der NRW Gemeindeordnung. Für dieses Variante stimmten Grüne, Bürgerblock und SPD, CDU und FDP wollten eine Vereinslösung.

In diesem Ausschuss soll zukünftig ein Mitglied einer gewählten Seniorenvertretung beratend mitwirken. Bisher sind dort bereits der Stadtjugendring, Stadtelternrat und Stadtsportbund vertreten.

Die Wahl einer Seniorenvertretung, die alle Senioren einbezieht, entspricht den Kriterien der Landesseniorenvertretung. Wichtigste Voraussetzung für eine echte Seniorenvertretung ist das Mandat. “Nur wenn allen Senioren die Wahl einer Seniorenvertretung ermöglicht wird, kann sie glaubwürdig als Sprachrohr der Älteren dienen, deren Interessen überzeugend vertreten und Erfahrungen einbringen, die sich positiv auf die Lebensqualität aller Altersgruppen auswirken können”, teilen heute Vertreter von SPD, Grünen und Bürgerblock in einer Pressemeldung mit.

Mit dem Votum des Ausschusses wurde gleichzeitig einem Vereinsmodell eine Absage erteilt. „Ein Verein kann immer nur seine Mitglieder vertreten“, so Annette Stegger von der SPD. Auch ein Kompromissmodell der Verwaltung, das die Vereinslösung mit einer Wahl durch die Senioren der Stadt kombinieren wollte, konnte nicht überzeugen. Carolin Dißmann vom Bürgerblock hielt dieses Modell für viel zu kompliziert „von hinten durch die Brust ins Auge“ und bezweifelte die Arbeitsfähigkeit eines solchen Rechtskonstrukts, das bisher ohne Vorbild ist. Die bessere, direkte und klare Lösung sei das Modell auf der Grundlage der NRW-Gemeindeordnung, betonten die Befürworter. Allein in 160 Kommunen in NRW funktioniere dieses Modell.

Klaus Wegner von den Grünen verweist auf die große Zustimmung der vielen Besucher auf der Informationsveranstaltung des Bündnisses für Familie (Foto), wo die Notwendigkeit für die Wahl einer Seniorenvertretung überzeugend zum Ausdruck gebracht worden sei. Die Anwesenden hätten einhellig dieses Modell begrüßt, das eine echte Partizipation ermögliche.

“Die Seniorenvertretung hat die erste Hürde genommen”, so SPD, Grüne und Bürgerblock. Nun müsse noch der Haupt- und Finanzausschuss sowie der Rat zustimmen. „Wir hoffen, dass sich dort noch mehr Fraktionen für dieses Zukunftsthema stark machen“, erklärten Dißmann, Wegner und Stegger.

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