LeserInnenbrief
Foto: Pixabay/blende12 | bearbeitet: Hh

Corona wütet inzwischen weltweit wie die Pest im Mittelalter. Doch die führende Wirtschaftsnation Deutschland bekämpft den Virus in einigen Bereichen noch nach uralten Methoden, als ob man nichts vom digitalen Zeitalter mitbekommen hätte. Geht es dann bei uns genauso schleppend weiter, wenn wirklich genug Impfstoff zur Verfügung steht? In den USA wurden – unter der Regierung Biden – am Samstag, 27.3.21 über 3,5 Millionen Erwachsene geimpft. Da können wir doch nur von träumen.

Wenn aber die leidenschaftlichen Bedenkenträger weiterhin Bürokratismus und überzogenen Datenschutz hochhalten, muss man klar sagen: Sie sind mitverantwortlich, dass Menschen erkranken, dass die Intensivstationen total überlastet sind und dann auch Menschen sterben. Auch die, die alles zu perfekt machen wollen, sind ermahnt.

In den Impfzentren kann es nicht einer schnellen Abwicklung dienen, wenn zur Anmeldung die notwendigen Daten mehrblättrig auf Papier eingetragen werden müssen. Wie sollen die Gesundheitsämter diese Papierflut bewältigen? Und bald die Arztpraxen, die auch noch andere Aufgaben und Patienten haben???

Den Verantwortlichen muss doch bekannt sein, dass in Deutschland inzwischen über 60 Millionen Smartphones und iPhones genutzt werden? Die „nachwachsenden“ Impfberechtigten, die ja immer jünger sind, erwarten hier umgehend eine App, in die man zuhause die Daten einträgt und dann per QR-Code ausgeben oder einlesen lassen kann.

Die luca-App hat längst die Corona-App überholt, macht Listen z.B. in Restaurants überflüssig und verfolgt Ansteckungsketten bis hin zu privaten Treffen gezielt. Vorausgesetzt, die Einrichtungen und Privatpersonen verwenden die App. In immer mehr Bundesländern, in Städten etc. wird sie schon eingesetzt. Und der Datenschutz? So manche Zweifler geben ohne Bedenken beim amerikanischen Internetriesen mehr Daten frei, als hier gefragt sind, ohne Gefahr für Leben und Tod. Die App SafeVac 2.0 ist vom renommierten deutschen Paul-Ehrlich, Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, entwickelt worden, um Verträglichkeitsstudien nach einer Impfung zu gewährleisten. Das ist z.B. beim Astra-Zenica-Impfstoff, aber auch bei allen anderen Präparaten sehr wichtig. Mir scheint, dass viele Gesundheitsämter und auch Ärzte und Ärztinnen diese App zu wenig den Geimpften empfehlen.

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Wir können die Corona-Pandemie nur eindämmen, wenn wir bei der Bekämpfung des Virus vielseitig digitale Hilfen einsetzen. Der Virus ist vielseitig und entwickelt immer mehr Mutationen. Müssen wir denn noch von dieser neuen Pest lernen, wie man’s macht?

Lothar Vreden, Königswinter

Die luca App und SafeVac 2.0

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