Bad Honnef – In den frühen Morgenstunden ist heute am frühen Morgen im Heideweg in Rottbitze ein Lastwagen vollständig ausgebrannt. Der Fahrer konnte sich rechtzeitig in Sicherheit bringen, bevor sich die Flammen rasch ausbreiteten. Der Lkw war mit Reinigungs- und Waschmitteln beladen, deren chemische Bestandteile potenziell umweltgefährdend sind. Nach Angaben des Abwasserwerks bestand jedoch zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für Menschen oder Umwelt.
Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte ein Übergreifen des Feuers auf benachbarte Gebäude verhindert werden. Nach Informationen von Honnef heute wurde jedoch mindestens ein Pkw durch die Hitze beschädigt.
Der Vorfall lenkt erneut den Blick auf das seit Jahren bestehende Problem illegal parkender Lkw im Heideweg. Anwohner berichten immer wieder von Lastwagen, die in dem Bereich trotz Halteverbots stehen – häufig, weil entlang der Autobahn 3 geeignete Stellplätze fehlen. Neben nächtlicher Lärmbelästigung und unsachgemäß entsorgten Abfällen sorgen sich Anwohner auch um mögliche Sicherheitsrisiken. Ein Anwohner formulierte gegenüber Honnef heute die Frage, was hätte passieren können, wenn ein solcher Brand in unmittelbarer Nähe der nahegelegenen Raiffeisen-Tankstelle ausgebrochen wäre.
Die Stadt Bad Honnef bestätigte auf Anfrage, dass das Fehlen von Lkw-Parkplätzen entlang der Autobahn ein „bundesweites, landesweites und auch lokales Problem“ sei. Die Not der zum Teil unter prekären Umständen arbeitenden Berufskraftfahrer, die zur Einhaltung von Ruhezeiten und Fahrverboten auf geeignete Stellplätze angewiesen sind, sei in nahezu allen Gewerbe- und Mischgebieten in unmittelbarer Nähe von Ausfahrten der A3 zu beobachten.
Untersuchungen des ADAC hätten bereits im November ergeben, dass bundesweit rund 20.000 Stellplätze fehlen, so die Stadt weiter. Andere Verbände gingen von noch höheren Zahlen aus. Die Folgen seien vor allem in Gewerbe- und Mischgebieten nahe A3-Ausfahrten sichtbar – auch in Bad Honnef, insbesondere am Heideweg, am Zilskreuz und in der Vogelsbitze.
Stichproben hätten laut Verwaltung ergeben, dass selbst dann widerrechtlich geparkt werde, wenn am Autohof Dachsberg noch kostenpflichtige Stellplätze verfügbar seien. Die Stadt führe nach eigenen Angaben unregelmäßige nächtliche Kontrollen durch, erhalte aber regelmäßig Beschwerden der Anlieger.
Bürgermeister Philipp Herzog habe sich am 2. Dezember bei einem Ortstermin in der Vogelsbitze persönlich einen Eindruck von der Lage verschafft. Gemeinsam mit dem Ordnungsamt sollen nun mögliche Maßnahmen erarbeitet werden, die sowohl den Bedürfnissen der Berufskraftfahrer als auch den Interessen der Anwohner und der Stadt als Straßenbaulastträger Rechnung tragen.
Die Stadt betont jedoch, dass es für das komplexe bundesweite Problem keine schnelle Lösung geben werde. Eine bloße Intensivierung der Kontrollen könne sogar zu einer Verlagerung der Fahrzeuge in andere Gebiete führen. Vielmehr wolle man Maßnahmen finden, die verhältnismäßig sind und langfristig Wirkung zeigen.
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