Bad Honnef. Nachdem die Weiterentwicklung des geplanten Mobilitätsknotens an der Endhaltestelle der Stadtbahnlinie 66 aufgrund der angespannten Haushaltslage der Stadt vorerst auf Eis gelegt wurde, haben die Fraktionen von CDU und Bürgerblock einen gemeinsamen Antrag für die nächste Sitzung des Planungsausschusses eingebracht. Ziel ist es, mit überschaubarem finanziellem Aufwand Verbesserungen für Pendlerinnen und Pendler zu erreichen und gleichzeitig möglichst viele bestehende Parkplätze zu erhalten.
P+R-Parkplatz soll Pendlern vorbehalten bleiben
Nach Angaben der Antragstellerinnen soll die Stadtverwaltung untersuchen, wie der bestehende Park-and-Ride-Parkplatz an der Endhaltestelle besser vor einer Nutzung als Dauerparkplatz geschützt werden kann. Als mögliche Lösung wird die Einrichtung einer Schrankenanlage mit Ticketsystem genannt. Aus Sicht von CDU und Bürgerblock sollte der Parkplatz weiterhin kostenfrei für Pendlerinnen und Pendler zur Verfügung stehen.
Die Fraktionen begründen ihren Vorstoß damit, dass der vorhandene Parkraum möglichst denjenigen zugutekommen solle, die den Standort tatsächlich für den täglichen Arbeitsweg nutzen.
Aufenthaltsqualität mit kleinen Maßnahmen verbessern
Darüber hinaus regen CDU und Bürgerblock an, nach Möglichkeiten zu suchen, die Aufenthaltsqualität vor Ort auch ohne Umsetzung des ursprünglich vorgesehenen Gesamtkonzepts zu erhöhen. Nach Vorstellungen der Antragstellerinnen könnten bereits zusätzliche Sitzgelegenheiten sowie überdachte und verschattete Bereiche zu einer deutlichen Aufwertung beitragen.
Hintergrund ist die Entscheidung des Planungsausschusses, die Weiterführung des im Rahmen eines Architekturwettbewerbs entwickelten Konzepts zunächst nicht weiterzuverfolgen.
Mehr Fahrradstellplätze als Übergangslösung
Ein weiterer Schwerpunkt des Antrags ist der Ausbau der Fahrradabstellanlagen. Die Verwaltung soll aufzeigen, welche zusätzlichen Fahrradstellplätze kurzfristig geschaffen werden können. Nach Einschätzung der Antragstellerinnen dürfte der überwiegende Bedarf zwar erst mit der Fertigstellung des östlichen Teils des Mobilitätsknotens gedeckt werden, dennoch seien bereits jetzt Übergangslösungen erforderlich.
Alternative Standorte für Busfahrer-Pausen gesucht
Auch die künftigen Pausenflächen für die Fahrerinnen und Fahrer der RSVG sind Gegenstand des Antrags. Nach Angaben von CDU und Bürgerblock befinden sich die bisherigen Aufenthaltsflächen westlich der Bahngleise in einem Bereich, der künftig durch den neuen Bahnsteig genutzt werden soll.
Um zu verhindern, dass bestehende Parkplätze für diesen Zweck wegfallen, soll die Stadt mögliche Alternativstandorte ermitteln. Als Beispiele nennen die Antragstellerinnen den Parkplatz am alten Bahnhof sowie Bereiche entlang der Lohfelder Straße.
Nach Auffassung von CDU und Bürgerblock sollte angesichts der aktuellen Finanzlage der Stadt das Ziel sein, mit möglichst geringem Mitteleinsatz die bestmöglichen Bedingungen für Pendlerinnen und Pendler zu schaffen und dabei den vorhandenen Parkraum weitgehend zu erhalten.
Planungsausschuss – 07.07.2026 – 18:00 Uhr – Ratssaal










