Nach Schließung der Geburtsstation mehr Geld für „Frühe Hilfen“

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Catharina Jaeger
Catharina Jäger, Sprecherin der GRÜNEN-Fraktion im Bad Honnefer Stadtrat

Bad Honnef – In seiner Sitzung am heutigen Abend im Ratssaal reagierte der Jugendhilfeausschuss mit einer Erhöhung der Finanzierung des Angebots „Frühe Hilfe“ von 62.000 € auf 100.000 € auf die Schließung der Cura-Geburtsstation. Gerade in der aktuellen Situation sollte die Stadt in der Lage sein, ihre Fürsorgepflicht stärker wahrzunehmen, hieß es in dem gemeinsamen Antrag aller Fraktionen. Eingebracht wurde er von den Grünen.

Begründet wurde die Aufstockung des Zuschusses unter anderem mit der entstandenen schwierigen Situation für schwangere Frauen. So hätten Hebammen aus der ambulanten Betreuung und Hebammen, die bislang im Kreißsaal tätig waren, auf eine risikoreichere Versorgungssituation für Frauen vor allem aus dem Bergbereich hingewiesen.

Die Hebammen hätten berichtet, dass die Kreißsäle in Bonn und Sieglar oder Troisdorf bereits jetzt ausgelastet seien und die zusätzlichen, mindestens 500 Geburten aus Bad Honnef und Umgebung eine Herausforderung wären.

Das Netzwerk Frühe Hilfe bietet über die Wochenbettambulanz mit einer Familienhebamme und einer Hebamme nach einer Geburt Beratung für Eltern an. Bisher jedoch nur an zwei Tagen pro Woche und durch viel ehrenamtliches Engagement mit der Übergabe des Begrüßungspakets „Hallo Baby“.

Mit den bisher veranschlagten 62.000 € (incl. 12.500 € Bundesmittel) werden die Mittel und Stellen der Beraterinnen der Wochenbettambulanz sowie drei

Gabriele Clooth
Gabriele Clooth, alte und neue Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses

Elterncafés in Bad Honnef finanziert. Mit der Aufstockung um 38.000 € werden die Voraussetzungen für eine Erweiterung der Angebots auf mehrere Wochentage und die konzeptionelle Weiterentwicklung geschaffen. –

Für weitere fünf Jahre wurde Gabi Clooth von den Grünen einstimmig als Vorsitzende des Jugendhilfeausschuss gewählt.

 

 

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