Was am Wochenende in der Menzenberger Sporthalle in Bad Honnef stattfand, war weit mehr als Jugendfußball. Es war ein eindrucksvolles Gegenbild zu jener gesellschaftlichen Stimmung, die derzeit allzu oft von Ausgrenzung, Angst und nationalistischer Rhetorik geprägt ist. 30 Jugendmannschaften, international und mit internationalem Hintergrund zusammengesetzt, kämpften fair, respektvoll und freundschaftlich um einen symbolischen Pokal – und zeigten dabei, wie selbstverständlich Vielfalt für die junge Generation geworden ist.
Während Erwachsene über Herkunft, Grenzen und Zugehörigkeit streiten, leben diese Kinder und Jugendlichen längst vor, was Zusammenhalt bedeutet. Auf dem Spielfeld zählt nicht der Pass, sondern der Pass zum Mitspieler. Hautfarbe, Sprache oder Nationalität spielen keine Rolle – Teamgeist schon. Genau darin liegt die gesellschaftspolitische Kraft solcher Turniere: Sie entlarven die Parolen derer, die „Ausländer raus“ fordern, als rückwärtsgewandt und lebensfremd.
Umso größer ist die Verantwortung der Erwachsenen. Politik, Gesellschaft und Wirtschaft dürfen diese positive Entwicklung nicht ignorieren oder gar beschädigen. Sie müssen Räume schaffen, Begegnungen ermöglichen und Initiativen fördern, die Zusammenhalt praktisch erlebbar machen. Das internationale Jugendfußballturnier des HFV/JFV – maßgeblich initiiert von Christian Kendzia – ist ein solcher Glücksfall für Stadt und Region.
Wer hier nicht unterstützt, verpasst eine Chance. Eine Chance auf Integration, auf Verständigung und auf eine bessere Zukunft. Oder um es mit den Worten von Club Brugge K.V. zu sagen: No Heart, no Glory.










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