Bad Honnef. Endet die Saison für Rhöndorf am kommenden Freitag (17.04., 19:30 Uhr), oder geht die Playoff-Serie weiter? Eins steht derweil fest: Eine durchschnittliche Leistung wird nicht reichen, um die OrangeAcademy zu schlagen und ein drittes Spiel zu erzwingen. Headcoach Max Becker geht davon aus, dass neben einem optimalen Spiel seiner Dragons auch die enthusiastische Heimkulisse das Zünglein an der Waage sein kann.
Daher wünscht sich Rhöndorfs Cheftrainer eine volle und laute Halle, die seine Mannschaft ähnlich fantastisch trägt wie in der entscheidenden Begegnung gegen die Seawolves Academy. Wenngleich die spielerische Qualität von Ulm noch einmal eine Etage höher einzuschätzen ist als die von Rostock, hat der erste Spieltag des Achtelfinales gezeigt, dass die beiden Staffeln der ProB auf Augenhöhe liegen. Max Becker bezeichnet Ulm daher zurecht als das „Essen des Südens“.
Die OrangeAcademy ist im ersten Playoff-Spiel ihren Vorschusslorbeeren voll und ganz gerecht geworden. Wenn Rhöndorf eine reelle Chance haben möchte, müssen sie zu Hause von Beginn an in der Offensive effektive Lösungen finden. Dass die Dragons der Mannschaft von Florian Flabb nicht alle Stärken nehmen können, dürfte jedem klar sein. Auf jeden Fall sind die Gäste aber zu beschäftigen und aus ihrer Komfortzone zu zwingen. Vor allem müssen die Rheinländer versuchen, die athletischen Vorteile der Doppelstädter irgendwie zu matchen.
Ein Schlüssel zum Erfolg wird der Rebound sein. Dieses Duell ist für die Dragons realistisch betrachtet kaum zu gewinnen. Folglich darf man dem Gegner möglichst wenige Gelegenheiten unter dem eigenen Brett geben, indem man hochprozentig trifft. Auf der anderen Seite muss als Team um jeden Abpraller gekämpft werden. Sicherlich leichter gesagt als getan. „Aber – alles ist möglich, und wir glauben an uns“, gibt Max Becker zu Protokoll.
Die deutliche 102:73-Niederlage aus dem ersten Spiel der Serie sollte daher als Momentaufnahme betrachtet werden. Zumal das Duo Mejias/Harris-Dyson mit zusammen 14 Punkten weit von seinem bisherigen Saisondurchschnitt von fast 30 Zählern entfernt blieb. Überhaupt konnten die Dragons ihr Leistungsvermögen nicht annähernd abrufen, was für die anstehende Begegnung durchaus hoffnungsvoll stimmt.
Klaus Beydemüller










