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Lesen: Retter, Helfer und Beschützer fordern mehr Respekt
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Honnef heute - Presse, Nachrichten, News > Alle Artikel > Rhein-Sieg-Kreis > Retter, Helfer und Beschützer fordern mehr Respekt
Rhein-Sieg-Kreis

Retter, Helfer und Beschützer fordern mehr Respekt

Letztes Update: 11.03.2019
Honnef heute
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4 Min Lesezeit
Respekt
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Rhein-Sieg-Kreis/Bonn – Verkehrte Welt: Statt Dank, erfahren Feuerwehrleute, Sanitäter und Polizisten immer öfter Hohn und Spott. Sie werden im Einsatz behindert, angepöbelt, körperlich attackiert. Was sind die Ursachen für ein solches Verhalten?

Um diese Frage ging es heute Vormittag im Polizeipräsidium nicht. Retter, Helfer und Beschützer trafen sich im Polizeipräsidium und forderten im Beisein der verschiedenen Amtsleiter aus Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis den notwendigen Respekt für ihre tägliche Arbeit zum Wohle aller Menschen in der Gesellschaft ein.

Was viele dieser Männer und Frauen aber tagtäglich erleben ist schlicht Respektlosigkeit. Polizisten und Ordnungsamtsmitarbeiter werden bespuckt, angegriffen und beleidigt. Anordnungen oder Weisungen werden häufig nicht akzeptiert oder einfach nicht beachtet. Immer wieder sind davon auch Feuerwehrleute, Rettungsdienstmitarbeiter und Notärzte betroffen.

Der große Teil der Gesellschaft in der Region Bonn/Rhein-Sieg sieht in Feuerwehr, Polizei, Rettungsdienst und den Ordnungsämtern die helfende Hand, den Lebensretter und den Helfer in der Not. Teile der Gesellschaft fühlen sich allerdings durch die tägliche, wichtige Arbeit in ihrer persönlichen Freiheit eingeschränkt, und sei es nur, weil ein Umweg wegen einer Unfallsperrung, als eine staatliche Unverschämtheit oder behördliche Willkür empfunden wird, gegen die man sich wehren muss. Dabei geht es in diesem Job für die Gesellschaft nicht selten um die Rettung von Menschenleben, die Hilfeleistung für Verletzte, Strafverfolgung und die Abwehr von Gefahren, von denen jeder Mensch einmal betroffen sein könnte und selbst auf Hilfe angewiesen wäre. Wer schon das Martinshorn eines Notarztwagens oder den Lärm eines Rettungshubschraubers als Ruhestörung empfindet, der sollte sich überlegen, worum es in so einem Einsatz geht.

Es ist dringend notwendig, den Respekt einzufordern, den Retter und Helfer, die sich tagtäglich zum Wohle aller Menschen in dieser Gesellschaft engagieren, verdient haben. Auf Initiative der Polizei Rhein-Sieg-Kreis haben sich der Landrat und Polizeichef des Rhein-Sieg-Kreises, Sebastian Schuster, die kreisangehörigen 19 Bürgermeisterinnen und Bürgermeister, der Oberbürgermeister der Stadt Bonn, Ashok Sridharan, die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, sowie die Verantwortlichen von Malteser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz und dem technischen Hilfswerk zu einer gemeinsamen Kampagne für mehr Respekt gegenüber Polizei und Rettungskräften zusammengeschlossen. All diese Menschen leiten und vertreten die beteiligten Organisationen in Bonn und dem Rhein-Sieg-Kreis.

Gemeinsam wollen sie das Thema in die öffentliche Diskussion bringen. Sie setzen sich dafür ein, dass die Bürgerinnen und Bürger in der Region wieder respektvoller miteinander und besonders mit Ihnen, den Frauen und Männern „unter Blaulicht“, umgehen. Daher steht schon in dem gemeinsamen Logo das Motto „Respekt – Bonn/Rhein-Sieg“.

Landrat Sebastian Schuster: „Die Arbeit und Leistung der Menschen, die retten, helfen und beschützen ist für das Wohl der Gesellschaft unverzichtbar. Respektloser Umgang mit ihnen ist nicht hinnehmbar. Alle Bürgerinnen und Bürger sind auf die Frauen und Männer unter Blaulicht angewiesen. Nicht selten retten sie Leben und sie werden auch denen Hilfe leisten, die sie respektlos behandelt haben, wenn es nötig ist. Ich habe diese Kampagne ins Leben gerufen, um in der gesamten Region mit starken Partnern das Verständnis für den notwendigen Respekt und die erforderliche Anerkennung einzufordern.“

Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa: „Wir wollen unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten bestmöglich schützen. Es geht nicht nur um Tätlichkeiten. Gewalttätiges Verhalten hat immer eine Vorgeschichte und zeigt sich schon in provozierenden und respektlosen Verhaltensweisen, abfälligen Bemerkungen oder Beleidigungen. Es ist gut, dass wir das Thema Respekt gegenüber Uniformträgern breit angelegt in die öffentliche Diskussion bringen. Deshalb unterstütze ich diese gemeinsame Kampagne ausdrücklich.“

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