Rhein-Sieg-Kreis – Was das Fahrradfahren angeht, ist Bad Honnef ein Stiefkind. Allein der tägliche Ritt von der Hauptstraße über Weyermannallee und Giradetallee Richtung Insel ist wegen des Straßenzustandes ein Horrortripp – nur ein Beispiel.

Der Kreis versucht, es besser zu machen und hat eine Radwegemangerin in ihren Diensten. Offensichtlich ist es deren Aufgabe zwar nicht, auf die Befahrbarkeit des Wegenetzes zu achten, dafür auf eine vernünftige Beschilderung.

So hat Ruth Römer seit März 2020 unzählige Kilometer mit ihrem Dienstfahrrad zurückgelegt – als Radwegemanagerin für den Rhein-Sieg-Kreis kümmert sie sich um die bestmögliche Beschilderung der Wege. Etwa ein Drittel ihrer Arbeitszeit verbringt sie auf 2 Rädern.

Dabei ist es die Aufgabe der 31-Jährigen, die großen, rot-weißen Schilder zu kontrollieren und Mängel in Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen sowie Straßen.NRW zu beseitigen. Die Schilder zeigen den Radfahrerinnen und Radfahrern die Richtung und Entfernung zum jeweiligen Ziel. Rund 900 Kilometer umfasst das Netz der wichtigsten Radrouten im Rhein-Sieg-Kreis mit etwa 2.230 Schilderstandorten. Sind Schilder verschmutzt, defekt oder fehlen, wird Ruth Römer aktiv.

Ziel ist es, dass die Radrouten im Rhein-Sieg-Kreis komplett auch ohne technische Hilfen, wie beispielsweise GPS-Navigation befahrbar sind, weil die Beschilderung immer den richtigen Weg weist. Für die Optimierung des Systems sucht der Rhein-Sieg-Kreis noch etwa 30 sogenannte Wegepaten. Diese Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler bekommen eine eigene Route, die sie regelmäßig abfahren und auf Mängel hin überprüfen. Interessierte können sich per E-Mail an ruth.roemer@rhein-sieg-kreis.de wenden.

Vorbild ist das Radwegemanagement des Naturparks Bergisches Land. Sein System wurde im Jahr 2018 bundesweit mit dem Deutschen Fahrradpreis ausgezeichnet.

 

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