Rheinkaufhaus bekommt Konkurrenz

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rhein sieg markt
Screen: rheinsiegmarkt.de

Bad Honnef/Rhein-Sieg-Kreis – Lokale und regionale digitale Werbe- und Verkaufsplattformen an Rhein und Sieg haben es schwer. Handel und Gewerbe nutzen nur selten die Gelegenheit, über diesen Weg zusätzlich ihr Marketing und den Vertrieb zu organisieren. Plattformen wie rheinkaufhaus.de, rheinshoppen.de oder honnefer-veedel.de funktionieren nicht. 

Was vermutlich mehrere Gründe hat: Die digitalen Onlinemarktplätze müssen selbst mit hohem Marketingengagement betrieben werden – das ist teuer und personalintensiv -, viele Unternehmer sehen in dem Angebot keinen Sinn oder der Aufwand ist ihnen zu hoch und die eigentlich notwendigen Gebühren für ein solches Projekt wollen die Geschäftsinhaber offensichtlich nicht bezahlen. Aber auch Null-Kosten-Projekte wie rheinshoppen.de sind gescheitert.

Vor einem halben Jahr hat sich die Stadt Bad Honnef mit dem Einzelhandelsverband Bonn Rhein-Sieg Euskirchen zusammengetan. Gemeinsam wollen die Kooperationspartner nun die Plattform rheinkaufhaus.de voranbringen. Bisher ziemlich erfolglos. Nun bekommen sie auch noch Konkurrenz im eigenen Kreis. Mit rheinsiegmarkt.de versucht ein weiterer Idealist, die hiesige Wirtschaft online zu vermarkten. Dafür konnte der Lohmacher Unternehmer Heinz Selbach sogar einen Promi für die Werbung gewinnen: den Comedian Markus Maria Profitlich.

21 Kommunen listet die Präsenz bislang, Bad Honnef ist auch dabei. Allerdings mit nur einem Angebot: Queen King. Wer es denn auch immer kennt. Beim genaueren Hingucken erfährt der User, dass es sich um eine Musterseite handelt. Entsprechend heißt die Kontaktperson auch „Axel Mustermann“. In anderen Kommunen sieht es bis auf Ausnahmen nicht besser aus. Besonderer Tip: Hier bekommt man ein „leckeres Angebot“ umsonst.

Bis zum Jahresende, hofft der Anbieter laut einem Zeitungsbericht, sollen 600 bis 900 Betriebe und Vereine auf der Plattform vertreten sein.

Da war Bad Honnef bei Gründung seines Kiezkaufhauses im Vergleich ziemlich bescheiden. Hier lag die Hoffnung bei 160 Teilnehmern.

 

 

 

 

2 Kommentare

  1. Mehr als ein Branchenbuch (die Älteren können sich erinnern) wird das auch nicht. Warum konzentrieren solche Idealisten ihre Kräfte nicht auf aussichtsreichere Projekte?

  2. Weil diese Projekte oftmals durch die „Neuen Fördergelder der Agenda 2030 der UN“ finanziert wird. (unser Steuergeld oder aus der Gelddruckmaschine)

    Das können dabei sehr lukrative Aufträge sein …
    Ob da wirklich auch der Handel & Gewerbe von profitiert, bleibt abzuwarten.
    Div. Auftragnehmer / Agenturen nehmen das Geld auf jedenfall sicher gerne mit.

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