Siebengebirge – Der stark beschädigte Wanderweg von Rhöndorf hinauf zum Drachenfels ist wieder instandgesetzt. Damit ist auch der viel begangene Abschnitt des Rheinsteig wieder vollständig begehbar. Insgesamt wurden rund 37.000 Euro in die Maßnahmen investiert.
Im oberen Bereich des Weges hatten drei große Baumstürze mit ihren Wurzeltellern den Pfad erheblich zerstört. Dadurch war der Weg nur noch eingeschränkt nutzbar. Viele Wanderer wichen auf eigene Routen aus, wodurch am steilen Hang zusätzliche Trampelpfade entstanden – zum Schaden der Natur.

Der Wanderweg verläuft in diesem Abschnitt durch ein Wildnisgebiet des Verschönerungsvereins für das Siebengebirge (VVS), in dem der Naturschutz höchste Priorität hat. Um die Situation zu verbessern, wandte sich der Verein an den Naturpark Siebengebirge. Über ein Förderprogramm der Bezirksregierung konnten schließlich 22.500 Euro an öffentlichen Mitteln bereitgestellt werden. Damit wurde die Grundlage geschaffen, den Wanderweg zu sichern und zusätzlich rund 150 Meter neues Seilgeländer zur Besucherlenkung zu installieren.
Die Arbeiten begannen bereits im Oktober. Mithilfe eines Forstspezialschleppers wurden die bis zu zwei Tonnen schweren Wurzelteller mithilfe einer Seilwinde aus dem Weg gezogen. Da es in diesem Bereich keine maschinenbefahrbaren Wege gibt, musste der Schlepper rund 120 Meter unterhalb der Schadstelle positioniert werden. Ehrenamtliche Helfer des VVS hatten zuvor mit Motorsägen eine sogenannte Seillinie durch das Unterholz geschnitten, damit die Verlängerungsseile die schweren Stubben erreichen konnten.
Anfang Dezember folgte der zweite Bauabschnitt. Eine Spezialfirma installierte entlang der Serpentinen im oberen Teil des Weges neue Sicherungsseile. Sie sollen Wanderern Halt geben und gleichzeitig verhindern, dass Besucher den markierten Weg verlassen und über illegale Trampelpfade den Hang hinuntergehen.
In einem dritten Schritt wurden im unteren Bereich weitere Trampelpfade mit Astmaterial geschlossen, um die Besucher gezielt auf dem offiziellen Wanderpfad zu halten. Die Kosten für diese drei Maßnahmen lagen bei rund 22.500 Euro, von denen der VVS als Eigentümer des Weges 5.000 Euro übernimmt.
Abgeschlossen wurde die Instandsetzung Anfang Februar mit der Sanierung der Treppenanlage direkt unterhalb des Drachenfels. Eigentümerin der Treppen ist die Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbau GmbH Königswinter (WWG), die auch das Gebäude auf dem Drachenfelsplateau besitzt. Für die Reparatur der Treppen investierte das Unternehmen weitere 14.500 Euro.
Damit ist der Rheinsteig zwischen Drachenfels und Rhöndorf rechtzeitig zum Beginn der Wandersaison wieder komplett nutzbar. Der Abschnitt gehört zu den meistfrequentierten Teilen der Strecke: Rund 90 000 Menschen wandern hier jedes Jahr.











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