Bad Honnef/Königswinter – Trotz kühler Temperaturen und wechselhaften Wetters zog es an Christi Himmelfahrt wieder zahlreiche Menschen ins Siebengebirge. Neben den traditionellen Vatertagsgruppen mit Bollerwagen waren viele Spaziergängerinnen und Spaziergänger sowie Wandernde im größten Naturschutzgebiet des Rhein-Sieg-Kreises unterwegs. Insgesamt verlief der Feiertag jedoch ruhig.
Der Ordnungsaußendienst des Rhein-Sieg-Kreises nutzte den beliebten Ausflugstag erneut für eine gemeinsame Kontrollaktion mit den Ordnungsämtern der Städte Königswinter und Bad Honnef, dem Verschönerungsverein für das Siebengebirge sowie ehrenamtlichen Naturschutzwarten.
„Die Präsenz des Ordnungsaußendienstes ist ein notwendiger Beitrag, um unsere Natur, besonders in den stark frequentierten Gebieten, zu schützen“, erklärte Jörg Bambeck, Leiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz des Rhein-Sieg-Kreises. Gleichzeitig zeigte er sich erfreut darüber, dass der Naturschutzgedanke bei vielen Bürgerinnen und Bürgern zunehmend verankert sei.
Die dreizehnköpfige Einsatzgruppe kontrollierte unter anderem sensible Bereiche wie die Ofenkaulen, den Stenzelberg und die Wolkenburg. Auch stark besuchte Ausflugsziele wie der Drachenfels, die Löwenburg und die Rosenau standen im Fokus. Darüber hinaus wurden Bereiche rund um den Himmerich, die Breiberge, die Frühmesseiche und das Mucherwiesental überprüft.
Insgesamt registrierten die Einsatzkräfte 16 Ordnungswidrigkeiten. Dabei handelte es sich überwiegend um Verstöße gegen Betretungsverbote sowie um freilaufende Hunde. Die betroffenen Personen wurden auf die Regeln im Naturschutzgebiet hingewiesen und zeigten sich laut Kreisverwaltung größtenteils einsichtig und kooperativ. Dennoch müssen sie mit Verwarn- oder Bußgeldern rechnen.
Gerade während der noch bis Ende Juli andauernden Brut- und Setzzeit sei das Anleinen von Hunden besonders wichtig, um Wildtiere nicht zu stören, so die Verantwortlichen.
Positiv fiel hingegen auf, dass sich die große Mehrheit der Besucherinnen und Besucher rücksichtsvoll verhielt, auf den freigegebenen Wegen blieb und die Schutzregeln beachtete.
Regeln im Naturschutzgebiet
Der Rhein-Sieg-Kreis erinnert Besucherinnen und Besucher an einige grundlegende Verhaltensregeln:
- Auf den ausgewiesenen Wegen bleiben
- Keine Pflanzen oder Pilze pflücken
- Tiere nicht stören und möglichst leise verhalten
- Hunde anleinen und Kotbeutel nutzen
- Befahrungsregeln für Wassersport beachten
- Ufer und Gewässer nur in freigegebenen Bereichen betreten
- Keinen Müll hinterlassen
- Zelten, Grillen und Picknicken vermeiden
Weitere Informationen zu den Natur- und Landschaftsschutzgebieten gibt es auf der Internetseite des Rhein-Sieg-Kreises.










