Schildbürgerstreich oder ausgeklügeltes Parkraumkonzept?

In der Grabenstraße werden die Gehwege schmaler

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Bad Honnef – Da staunten heute die Anlieger der Grabenstraße in Selhof nicht schlecht. Auf den dort sowieso schmalen Gehwegen wurden nun auf der abwärtsführenden linken Seite der Straße Parkmarkierungen für Pkw angebracht. Zwar ist bekannt, dass die Selhofer die Schlankesten im Land sind, aber auch zwei mit Top-Figur kämen an verschiedenen Stellen zeitgleich an den parkenden Autos nicht vorbei. Ganz zu schweigen BürgerInnen mit Gehhilfen oder Rollstühlen.

Dabei schreibt der Fachverband Fußverkehr Deutschland e.V. auf seiner Website, dass Parken auf Gehwegen nur zugelassen werden darf, „wenn genügend Platz für den unbehinderten Verkehr von Fußgängern gegebenenfalls mit Kinderwagen oder Rollstuhlfahrern auch im Begegnungsverkehr bleibt“.

In der Grabenstraße darf nur noch in den markierten Feldern geparkt werden. Für die Fußgänger wird es dadurch ziemlich eng

Nun, die Rechtslage ist unter Umständen komplizierter und es ist eigentlich nicht zu vermuten, dass die Stadt Bad Honnef den Straßenverkehr entgegen geltenden Rechts gestaltet. Dennoch hat das Ganze irgendwie etwas von einem Schildbürgerstreich.

So sehen es auch Anlieger, die spekulieren, dass die fürs Parken markierte Straßenseite für Fußgänger nun gesperrt wird. Zitat: „Die werden dann wohl die Straßenseite wechseln müssen“. Eher unwahrscheinlich, denn auch die Autobesitzer müssen ja irgendwie über den jetzt sehr schmalen Bürgersteig zu ihren Fahrzeugen kommen, eventuell sind sogar Rollstuhlfahrer darunter. Und noch ein Effekt wurde bemerkt: so mancher Ungeduldige weiß die freie Fahrt jetzt zu schätzen.

Die Stadt wird sich etwas dabei gedacht haben. Morgen wissen wir vermutlich mehr.  Ansonsten gibt es eben reichlich Diskussionsstoff am Wochenende beim Wiesenfest Auf der Helte.

Grabenstraße mit neuen Engpässen für Fußgänger

 

 

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