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Seligsprechung: Honnefer Malteser reisten nach Rom

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Bad Honnef | In „seliger Mission“ waren jetzt rund ein Dutzend Mitglieder des Malteser Hilfsdienstes Bad Honnef zu Besuch in Rom: Sie nahmen an der Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens für die verstorbenen Großmeister des Malteser-Ritterordens, Fra` Andrew Bertie, teil.

Die einen waren mit der „offiziellen“ Delegation der Erzddiözese Köln angereist, die anderen hatten sich auf eigene Faust auf den Weg in die Ewige Stadt gemacht, um bei dem historischen Ereignis dabei zu sein. Wenn das Seligsprechungsverfahren erfolgreich ist, wäre Fra‘ Bertie nach dem Ordensgründer, dem seligen Gerhard, der zweite selige Großmeister der Malteser in der 900-jährigen Geschichte des Ordens.

Rund 1.200 Malteser aus aller Welt – Ritter und Mitglieder der nationalen Freiwilligenorganisationen – nahmen an dem feierlichen Akt in der Lateranbasilika „St. Johann im Lateran“ teil. Über 300 von ihnen kamen aus Deutschland. Nach der Feier der Heiligen Messe mit dem neuen Kardinalpatron der Malteser, Leo Burke, fand unter der Leitung von Kardinalvikar Agostino Vallini die erste Anhörung statt, mit der das förmliche kirchenrechtliche Verfahren eröffnet wird.

Der im Jahre 2008 verstorbene 78. Großmeister des Malteser Ritterordens hat in seiner 20-jährigen Amtszeit von 1988 bis 2008 außergewöhnlich viel bewirkt. Mit 27 Jahren war der Brite (Jahrgang 1929) dem Orden beigetreten und widmete sein Leben dem Gebet und der karitativen Arbeit. Er legte 1981 seine ewigen Gelübde als Professritter ab. Am 8. April 1988 wurde er zum 78. Großmeister gewählt. „Fra` Andrew Bertie pflegte ein intensives spirituelles Leben und erneuerte mit seinem Vorbild die Bedeutung des spirituellen Lebens der Ordensmitglieder“, heißt es in einer Erklärung des Malteserordens, der seinen Sitz in Rom hat. In seiner Amtszeit sorgte Fra` Andrew Bertie für die Ausweitung der humanitären Hilfe des internationalen Malteserordens und die Änderung der Verfassung des Ordens, der völkerrechtlich den Status eines eigenen Staates innehat. Bis zu seinem Tod verdoppelte sich zum Beispiel die Zahl der diplomatischen Beziehungen zu anderen Staaten von 49 auf 100. Fra` Bertie starb am 7. Februar 2008 in Rom.

Mit der Eröffnung des Seligsprechungsverfahrens beginnt zunächst die Phase der „Beweisaufnahme“, und es werden die für das Verfahren notwendigen Personen benannt, ein Beauftragter, der Kirchenanwalt, die Sachverständigen und die Notare. Von diesem Zeitpunkt an darf der Kandidat als „Diener Gottes“ bezeichnet werden. Sofern der Kandidat kein Märtyrer war, muss der Nachweis eines Wunders geführt werden, das die Anrufung des Seligen und seine Fürsprache bei Gott bewirkt hat.

Text/Foto: Malteser Hilfsdienst Bad Honnef

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