Seniorenchef der Kreis-CDU: Man darf sich wundern

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Prof. Dr. Rolf Cremer | Foto: Hh

Bad Honnef – Zu einem Eklat kam es am 29. Juni 2022 bei der Vorstandswahl der Seniorenvertretung. Der General-Anzeiger (offensichtlich waren nicht alle Medien zu dem Termin eingeladen) sah „tiefe Gräben entlang einer quasi-parteipolitischen Demarkationslinie statt überparteilichen Miteinanders“.

Letztlich wurde nicht die Kandidatin  zur Vorstandsvorsitzenden gewählt, die bei der Wahl im Mai mit Abstand die meisten Stimmen erhielt, sondern der bisherige Vorsitzende, Hans-Christoph Anders (mehr hier).

Nun meldete sich der Vorsitzende der Kreis-SeniorenUnion, Prof. Dr. Rolf D. Cremer, zu Wort, der gleichzeitig auch Vorsitzender der Bad Honnefer CDU-Ratsfraktion ist. Er erinnerte daran, dass Susanne Langguth bei der Wahl am 15. Mai 240 Stimmen erhalten habe, die beiden folgenden Kandidaten zwischen 101 und 95 Stimmen. In den vergangenen Jahren hätte sie sich zudem zu einer der „bekanntesten und aktivsten Personen in Bad Honnef entwickelt, wenn es um Belange für Senioren geht und realisierte federführend zahlreiche Kooperationsprojekte“, so Cremer.

„Darüber, dass eine so eindeutige Botschaft der Wähler zur Frage, wem sie Führung der Senioren-Vertretung anvertraut sehen wollen, so eklatant übergangen wird, darf man sich wundern“, kritisiert der Kreis-CDU-Seniorenchef die Entwicklung während der Vorstandswahl. Die Argumente, dass Langguth in der CDU aktiv ist, „ebenso wie die unverfrorene Behauptung, die Wahl sei manipuliert worden, sind mehr als nur peinlich, sie sind spalterisch und diskreditierend“.

Richtig sei jedoch, dass engagierte Bürgerinnen und Bürger sich in vielfältiger Weise ehrenamtlich in Vereinen und in politischen Parteien betätigen, was Cremer für gut und notwendig hält. Und richtig sei für ihn auch, „dass die Wahl völlig einwandfrei und regulär nach den vorgesehenen Regeln abgelaufen ist“.

Parteipolitische Erwägungen sollten in einem über-parteilichen Gremium wie der Seniorenvertretung keinerlei Einfluss haben. Und Engagement sollte niemals nachteilig ausgelegt werden, insbesondere wenn es sich um ein Ehrenamt handele. Von solchen ‚Überzeugungstätern‘ brauche die Stadt mehr.

Cremer: „Eine seit nunmehr Jahren erfolgreich für die Seniorenvertretung arbeitende Frau trotz ihres famosen Wahlerfolgs dermaßen offensichtlich zu blockieren ist unverständlich. Der Vorstand der Seniorenvertretung geht aus der Wahl geschwächt, nicht gestärkt hervor.“

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