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Sporthalle: Wettkampffähig im Eigenbetrieb – Wieviel Zinsen bringen eigentlich 500.000 Euro?

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Bad Honnef | In Schwelm hatten gerade die Dragons ihr drittes Spiel gegen die Baskets verloren und waren aus der Playoff-Runde geflogen, da brachte es Anke Müller beim “Runden Tisch des Sports” heute Abend auf den Punkt: “Wir brauchen mehr Trainingsmöglichkeiten, nicht nur eine neue Halle.”

Karl-Heinz Dißmann vom BÜRGERBLOCK wusste sofort, was die neue Geschäftsführerin des ATV Bad Honnef-Selhof meinte und sprach zu sich selbst: “Die Frau hat recht.” Zuvor entstand nämlich der Eindruck, da eine neue Sporthalle wirtschaftlicher zu betreiben sei als eine alte, könne man den Gewinn bei der Finanzierung einer wettkampffähigen Arena gegenrechnen. Klar. Aber werden dann im Gegenzug ein paar alte abgerissen oder nicht renoviert, damit das Rechenspiel aufgeht?

Das würde nicht nur der Idee des 500.000-Euro-Spenders Joseph Bellinghausen widersprechen sondern auch dem Bad Honnefer Sport nichts nützen. Denn in erster Linie geht es um ausreichende Trainings- und Wettkampfmöglichkeiten, dann erst um einfach, zweifach, dreifach.

Womit auch geklärt wäre, dass eine Einfachhalle, wie sie die Verwaltung im Auftrag der Allianz (die gibts offiziell noch) prüfen muss, gar nicht in Frage käme. Deshalb stellte Hermann-Josef  Hinsenkamp, stv. Vorsitzender des TV Eiche, nicht unemotional fest: “Wir reden hier nur über eine große Halle”.

Die könnte schon längst stehen, hätte die Verwaltung rechtzeitig alles Zahlenmaterial zur Verfügung gestellt. Ok, übertrieben. Aber eine Entscheidung über ein Modell wäre längst gefallen, behauptet Sebastian Wolff, der Bürgermeister werden will. Wie Otto Neuhoff, der es für einen Skandal hält, dass es bis heute noch keinen Beschluss gibt.

Immerhin räumte selbst Bürgermeisterin Wally Feiden  ein, dass manches “zu spät erkannt” worden sei. Übersetzt: Da haben wir geschlafen.

Sie hat eine neue Chance. Wenn die Verwaltung bis zum 10. April verlässliches Zahlenmaterial vorlegt, könnten weitere Beschlüsse für eine Integration der Sportstätten in einen Eigenbetrieb gefasst werden. Somit wären dann ganz andere Finanzierungsmodelle für Sporthallenbau und Sanierung möglich, als es augenblicklich der Haushalt zulässt. “Im Herbst würden wir dann über die Halle entscheiden”, so Sebastian Wolff.

Allerdings ist ein wirtschaftlich orientierter Eigenbetrieb auf Einnahmen angewiesen. Die müssten die Sportvereine in Form einer Sportstättennutzungsgebühr beisteuern. “Das haben wir verstanden”, sagte Wilhelm Strohmeier, Moderator des Runden Tisches. Allerdings benötigten auch die Vereine valide Zahlen, um realistische Wirtschaftspläne aufstellen zu können. Und: die Mitglieder müssten darüber noch entscheiden.

Gelingt das Konstrukt Eigenbetrieb nicht, steht es schlecht um Bad Honnef und den Sport. 66.000 Euro hat die Verwaltung in den Haushalt eingestellt, der bereits von der Kommunalaufsicht abgesegnet wurde. Dieses Geld soll von den Bad Honnefer Vereinen im Rahmen eines Betriebskostenzuschusses aufgebracht werden – was die ablehnen. Außerdem bedürfe es auch hier wieder einer Entscheidung der Vereinsmitglieder, die es so schnell nicht geben kann. Sebastian Wolff wagte deshalb die Prognose, dass die Vereine in diesem Jahr auf keinen Fall zu Kasse gebeten würden.

Kommen die 66.000 Euro allerdings nicht ins Portmonee, ist es mit der Haushaltskonsolidierung bis 2017 vorbei. Dann müsste die Stadt mit einer Zwangsverwaltung durch die Kommunalaufsicht rechnen, mutmaßte Bürgermeisterin Feiden.

Sportverband-Vorsitzender Karl-Gert Hertel schwieg bis dahin ungewöhnlich lange. Aber dann ließ er wissen, dass ihm diese ganzen Bedenkenträger ziemlich auf die Nerven gingen. Der Bad Honnefer Sport brauche jetzt eine Entscheidung für oder gegen eine große Halle. Das könne man doch unter Vorbehalt einer machbaren Finanzierung tun, warum das alles nur so schwierig sei.

Ähnliches Gedankengut von Rainer Quink, Vorsitzender der FDP. Seine Partei habe immer für eine große Sporthalle plädiert und hält sie auch für finanzierbar. Ergänzend schlug er eine Sportstiftung vor verbunden mit dem Wunsch, man solle doch langsam etwas größer denken. Bellinghausen sei ein Glücksfall, damit dürfe man in den nächsten 50 Jahren nicht noch einmal rechnen.

Gerechnet hat dann zum Schluss noch einmal Anke Müller. Wenn 500.000 Spenden-Euro acht Jahre auf dem Konto liegen, wieviel Zinsen haben die bislang gebracht? Niemand konnte es ihr sagen. Je nachdem ein Jahr Betriebskostenzuschuss?

 

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0 Comments

  1. Markus Merz

    26. März 2014 eingestellt am 13:43

    Der Bürgermeisterkandidat Herr Leiwig saß zwei Stunden lang unbeteiligt am runden Tisch und hat sich kein einziges Mal geäußert! Der Bürgermeisterkandidat Herr Neuhoff äußerte lediglich, das es ein Skandal sei, das in den letzten Jahren nichts passiert ist! Einzig Bürgermeisterkandidat Herr Wolff äußerte sich umfangreicher zu dem Thema. Wenn die Kandidaten sich noch nicht einmal zu einer Sporthalle am runden Tisch äußern können, wie sieht es dann mit den anderen Themen in der Stadt Bad Honnef aus? Wenn Herr Dißmann und Frau Feiden nicht Fakten und Zahlen genannt hätten, war der runde Tisch aus politischer Sicht eine Luftnummer. Wen wählt man nun in zwei Monaten?

  2. Florian Kreitz

    28. März 2014 eingestellt am 16:02

    Dieses Thema ist ein rotes Tuch für alle Sportler. Der Mangel an Hallenzeiten wurde letztes Jahr auf die Spitze getrieben als die Halle in Rhöndorf für 7 Wochen (Basketballbetrieb) wegen angeblich “Lebensgefährlicher Zustände” des Inventars geschlossen wurde. Basketball und andere Sportarten werden mit der Stadt Bad Honnef verbunden und das sollte auch in Zukunft so sein. Viele Regionen würden sich für eine so große Spende von Herrn Bellinghausen den “Hintern” aufreißen um ein Konzept für eine Dreifachhalle auf die Beine zu stellen und Bad Honnef hält es nicht für nötig hier zu einer Entscheidung zu kommen. Die Beweggründe dafür kenne ich leider nicht aber es ist für mich einfach UNVERSTÄNDLICH! Ich kann nur hoffen das einer der neuen Kandidaten sich diesem Thema verschreibt und es weiter voran treibt. Und hoffentlich wird das Thema nicht nur für den Wahlkampf genutzt und dann unter den Tisch gekehrt.

    Man kann nur hoffen das es hier schnell zu einer Lösung kommt! Denn die Halle wird sehr dringend benötigt, ich denke das sollte jeder Verstanden haben.

  3. Simon S.

    28. März 2014 eingestellt am 17:40

    Ich denke, dass jeder die Bedürfnisse und Anliegen des Honnefer Sports verstanden hat. Ich bin seit meiner Kindheit in Honnefer Sportvereinen aktiv. Die letzten 7 Jahre überwiegend in der Boxabteilung des ATV, wo die Probleme der Hallenkapazität bestimmt mit am schlimmsten sind. Ich kenne das Problem also (leider) zu gut. Trotzdem möchte ich hier auch mal eine Sache deutlich sagen: Der Bau einer neuen Sporthalle darf nicht zu Lasten künftiger Generationen gehen! Die sollen später auch mal die Möglichkeit haben, Investitionen in ihrem Sinne zu tätigen. Das geht nicht, wenn wir über unsere Verhältnisse leben und weiter Schulden anhäufen. Wenn wir es hinbekommen, die Halle generationengerecht zu bauen – und dafür sieht es momentan ganz gut aus – freue ich mich darüber, als Sportler, aber auch als Kommunalpolitiker!

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Erster Neuzugang: Joe Mvuezolo Junior jetzt ein Dragon

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Joe Mvuezolo Junior

Bad Honnef. Mit Forward Joe Mvuezolo Junior präsentieren die Dragons Rhöndorf ihren ersten Neuzugang für die kommende ProB-Saison 2018/2019. Der 22 Jahre alte Brite kommt von der renommierten Montana State University, Mitglied einer der Top-Divisionen der nordamerikanischen College-Liga NCAA.

„Mit Joe bekommen wir nicht nur einen äußerst athletischen Spieler mit gleichzeitig gutem Wurf, sondern vor allem auch einen Spieler, der darauf brennt, im professionellen Basketball Fuß zu fassen, und bereit ist dafür viel zu investieren”, so Headcoach Thomas Adelt.

Der 1,98 Meter große Spieler, der von der U16 bis zur U20 sämtliche britischen Nationalmannschaften durchlaufen hat, soll ein wichtiger Faktor des neuen Drachen-Teams sein. Adelt: „Wir haben viel Arbeit investiert, um einen Spieler wie Joe zu finden.”

In seinem Senior-Jahr im Team der Bobcats kam der gebürtig aus London stammende vielseitige Flügelspieler in insgesamt 32 Spielen zum Einsatz. Er konnte 2017/2018 im Team von Headcoach Brian Fish bei 21 Minuten Einsatzzeit pro Partie durchschnittlich 7,8 Punkte und 3,4 Rebounds verbuchen.

Profil
Name: Joe Mvuezolo Junior
Position: Forward
Geburtstag: 06.01.1996
Größe: 1,98 Meter
Nationalität: britisch
Letzte Station: Montana State University (NCAA I)

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