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Bad Honnef

Traditionsfußballspiel: Nach Rüge diesmal nur Spieler mit Unterdorf-Blut

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Bad Honnef | Als im Juli 1962 die Fußball Bundesliga gegründet wurde, trug man in Rhöndorf bereits zum 14. Mal das Traditionsfußballspiel Oberdorf gegen Unterdorf aus. Auch in diesem Jahr treffen sich die Veedel-Sportler, wie seit 1948 üblich, am 2. Weihnachtsfeiertag, 11 Uhr, um am Fuße des Drachenfels (Sportplatz des Hauses Rheinfrieden im Frankenweg) fußballerisch einmal mehr die Kräfte zu messen.

Dabei legen die Kicker mit ihrem sogenannten Rhöndorfer Regelwerk (RRW) großen Wert auf die erheblichen Abweichungen von den international gültigen Fußballregeln. Der Videobeweis wird hier ebenso belächelt wie die Disziplinierung der Spieler mittels Pappkarton. Ein Foul wird demnach nicht mit gelben oder roten Karten geahndet, sondern Übeltäter und Gefoulter werden gemeinsam zum verpflichtenden Strafgetränk zitiert.

Bei der Art der recht humanen Bestrafung kann je nach Vorliebe zwischen klarem und dunklem Hochprozentigem gewählt werden. Dies beruhigt nach den bisher gemachten Erfahrungen für gewöhnlich die Gemüter und erhöht die Treffsicherheit derart, dass eine faire Auseinandersetzung seit Jahrzehnten gewährleistet ist.

Die Spiellänge beträgt bei diesem Fußball-Schlager nicht unbedingt 90 Minuten, ist über drei Halbzeiten verteilt und erheblich von der Herkunft des Schiedsrichters abhängig. Abwechselnd wird der vom Oberdorf oder vom Unterdorf gestellt. Dankenswerter Weise wird in diesem Jahr das Spiel – was gleichzeitig nach 44 Teilnahmen das Abschiedsspiel von Oberdorf-Spielführer Bernd Baumgarten sein wird – vom erfahrenen parteiischen Sportkameraden des Oberdorfs Udo Krahe geleitet.

In der obligatorischen dritten Halbzeit wird dann zur Versöhnung nach überliefertem Schlachtruf dem traditionellem Stiefeltrinken gefrönt. Austragungsort der abschließenden Spielzeit ist die Gaststätte „Im Krug zum grünen Kranze“ in Rommersdorf.

Im vergangenen Jahr endete die umkämpfte Partie übrigens 4:4 in der regulären Spielzeit und 3:2 nach Elfmeterschießen zugunsten des Unterdorfs. Dieses hatte sich allerdings einen unlauteren Vorteil durch Spielereinkauf im benachbarten Königswinter verschafft. Nach einer empfindlichen Rüge erwarten die Hüter des RRWs in diesem Jahr den Einsatz Spielberechtigter, die ausschließlich den hochwassergefährdeten Niederungen des Unterdorfs jenseits der Rhöndorfer Straße, die die Grenze der Ortsteile bildet, entstammen.

Patric Baumgarten

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