LeserInnenbrief
Foto: Pixabay/blende12 | bearbeitet: Hh

Thema: Fahrradfestival

Wir Anwohner haben dieses angeblich so tolle Event für Radfahrer ganz anders erlebt.
Einige Wochen vorher flatterten uns Flyer der Stadt Bad Honnef ins Haus: “Die Rommersdorfer Straße (Abschnitt Bergstraße bis Frankenweg) wird vom 20.08.2021, 6 Uhr bis zum 22.08.2021 18 Uhr vollständig für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt.”

Auf Nachfrage erhielten wir die Antwort: Keiner darf während dieser Zeit seine Garage nutzen, kein Auto darf rechts parken. Alle Anwohner (ob jung oder alt oder gebrechlich) mussten sich neue Parkplätze suchen – oftmals weit entfernt vom Stellplatz. Die Geschäfte hatten keinen Parkraum mehr für Kunden. Die Gäste der Gastronomie in Rommersdorf mussten weit entfernt parken und fanden oft keinen Parkplatz, weil die Anwohner der gesperrten Strecke ihre Fahrzeuge dort parken mussten. Alle Straßen in Rommersdorf, auf denen man noch parken durfte, waren total verstopft von den “Vertriebenen”.

Und wozu das alles?

Damit eine Handvoll Radfahrer drei Tage die Rommersdorfer Straße entlang radeln konnte!
Gesichtet wurden von den Anwohnern die bekannten Radfahrer und einige Fremde. Ein paar Mal sind eine Rischka, einmal ein Hochrad gesichtet worden.

Auf der Tischgruppe auf der Straße neben dem “Sibi”- Eingang hat niemand Platz genommen. Die “Radhilfe-Station” mit Luftpumpe und Werkzeugen wurde ein paar mal interessiert angeschaut. Bis heute – am Mittwoch, 25.08.2021 – blockiert diese “tolle Ensemble” fünf dringend benötigte Parkplätze für die Lehrer/innen der drei anliegenden Schulen.

Diese Veranstaltung war / ist für die Anlieger eine pure Schikane. Fazit: Als “Fahrradachse der Zukunft” ist die Rommersdorfer Straße die ungünstigste Version.

gez. Ursula Voll
Rommersdorfer Straße
i.A. der Anlieger

1 Kommentar

  1. Ungeheure Schikane der Anwohner :

    Sehr gut, dass eine Anwohnerin ( i. e. Frau Voll ) sich so deutlich ausgedrückt hat. Anscheinend werden in dieser Stadt Menschen übersehen, die vielleicht nicht gut gehen können, die sich auch nicht unbedingt auf einem Fahrrad fortbewegen können. Einen ganzen Sektor so fast 3 Tage zu sperren, ohne vorherige Absprache mit den Anwohnern und der Gastronomie : das ist für mich schon seltsam, und hat mit Zusammenarbeit und gemeinsamer Gestaltung eines städtischen Lebens nicht mehr viel zu tun. Will man wirklich mit aller Gewalt grün werden, ohne zu hinterfragen, wohin das führt ? Dieser Eindruck verstärkt sich immer mehr.

    Rainer Kubis

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