VeranstalterInnen organisieren sich als „Kulturmeile Siebengebirge“

Stadt soll sich mehr beteiligen - Interkommunale Zusammenarbeit angestrebt

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Bad Honnef – In den letzten Jahren hat sich das kulturelle Angebot in Bad Honnef vervielfacht. Vor allem im Bereich der Musik und der Kleinkunst sind neue Formate wie Klassik und Jazz bei Coppeneur, Musik im Pavillon, Stegreif & Ohrenschmaus, Musik im Veedel, Zeughaus Kleinkunstkeller und Jazz im Lilo gegründet worden. Daneben bietet seit Jahren Folk im Feuerschlösschen regelmäßig erstklassige Konzerte mit internationalen Künstlerinnen und Künstlern an.

Nun haben sich die Verantwortlichen hinter den Events, Christina und Dieter Lüttke (Klassik und Jazz bei Coppeneur), Musik im Pavillon (Thomas Heyer und Ernst Nellessen), Gernot Gad (Stegreif & Ohrenschmaus), Jutta Mensing (Folk im Feuerschlösschen) und Rainer Hombücher (Zeughaus Kleinkunst und Musik im Veedel) unter dem Label „Kulturmeile Siebengebirge“ zu einer intensiveren Zusammenarbeit verabredet, auch, um das Potenzial in der Region noch mehr zur Geltung zu bringen.

Stadt soll sich mehr für Kultur einsetzen

Die VeranstalterInnen, die allesamt ehrenamtlich oder gemeinnützig tätig sind, wollen unter anderem erreichen, dass sich die Stadt Bad Honnef eindeutiger für die Belange und Qualität kultureller Veranstaltungen und die Bad Honnefer Kulturszene einsetzt. Als Ziele formulierten sie primär die Verpflichtung der Kommune, Kultur mehr als bisher ideell, monetär und materiell zu unterstützen, somit könnten auch angemessene Gagenzahlungen für Künstlerinnen und Künstler gewährleistet werden. Außerdem soll die Transparenz und Kooperation verbessert werden.

Ferner machen die VeranstalterInnen – neben Kulturgenuss und Bildungseffekt – auf den weiteren Nutzen aufmerksam. Beispielsweise würden die regelmäßigen lokalen Veranstaltungen viele Menschen aus dem Umland anziehen – ein großer Gewinn für die  heimische Wirtschaft. Zudem fänden oftmals Konzerte unter dem Benefizgedanken statt.

Selbst bringen die VeranstalterInnen eine Crowdfunding-Initiative zur Etablierung eines Kulturfonds ins Spiel.

Kulturkonzept darf nicht für die Schublade sein

Hintergrund der Forderungen von Kulturmeile Siebengebirge ist auch der Einsatz von 20.000 EUR für ein Kulturentwicklungskonzept, das im Auftrag der Stadt von einer Dortmunder Beratungsfirma entwickelt wird. Hier wollen die VeranstalterInnen dafür sorgen, dass es nicht nur bei der Erstellung eines Konzeptes bleibt, sondern dass konkrete Schritte eingeleitet werden.

In einer weiteren Phase wollen die Initiatoren den Weg in Richtung interkommunaler Zusammenarbeit einschlagen. Hierzu wurde bereits Kontakt zu den Verantwortlichen von „Hotspot KW“ in Königswinter aufgenommen, die diese Bestrebungen unterstützen.

Für die Außendarstellung haben sich die VeranstalterInnen auf die Website kulturmeile-siebengebirge.de verständigt, die dieses Jahr online ging und hauptsächlich Veranstaltungstermine und -ankündigungen veröffentlicht. Ebenfalls erschien im letzten Jahr Kulturmeile Siebengebirge als Printversion. Vorausgesetzt, die Finanzierung kann gesichert werden, sollen 2023 zwei Ausgaben erscheinen.

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