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Wegen Erdogan-Bild: Linzer Bürgermeister übt Zensur und entschuldigt sich dann

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Fiel kurzzeitig der Zensur zum Opfer: Erdogan-Bild des Kölner Künstlers Ali Zülfikar | Foto: Zygmunt Gajewski

Linz. Kunstskandal in Linz am Rhein! Bürgermeister Hans Georg Faust ließ am Wochenende zunächst ein Werk des Kölner Künstlers Ali Zülfikar in der Stadthalle abhängen, das den türkischen Präsidenten Erdogan zeigt. Auf dem Bild wird Erdogan mit einer Brille dargestellt, in deren Gläser sich links Krieg, rechts der kurdische Politiker Selahattin Demirtas widerspiegeln. In einer Hand hält Erdogan ein Heiliges Buch mit seinen Fingerabdrücken. Darunter rechts befindet sich ein etwas größerer Stempelabdruck mit der dreiteiligen Inschrift „Erdo-Bananen Republik”.

Die Vorsitzende des Kunstvereins KLIO, Dr. Denise Steger, stellte die Werke für die Ausstellung zusammen und informierte den Künstler über die Entscheidung: „Da Dein Kunstwerk bereits in allen türkischen Medien ist, hat sich das türkische Generalkonsulat bei unserem Bürgermeister Herrn Dr. Hans Georg Faust beschwert und verlangt, dass das Kunstwerk nicht aufgehängt wird. Da es sich um eine Veranstaltung der Stadt Linz handelt, kann ich nichts dagegen unternehmen. Der Bürgermeister hat leider zu große Angst wegen der Sicherheit der Ausstellung und möglichen Prozessen…“

“Nach dieser Nachricht war ich sehr wütend und bin nach Linz am Rhein gefahren”, so Zülfikar. Er sich mit dem Linzer Bürgermeister. Danach beschloss er, sein Kunstwerk mit dem Untertitel „Zensiert von der Stadt Linz“ auszustellen.

Zülfikar: “Hier in Deutschland ist mit Artikel 5 des Grundgesetzes Kunstfreiheit garantiert. Seit 1993 stelle ich meine Kunstwerke in über 170 nationalen und internationalen Einzel- und Gemeinschafts-Ausstellungen und in Museen aus. Bis jetzt habe ich so etwas noch nie erlebt.”

Zülfikar hängte seine Zeichnung mit dem Hinweis “Zensiert” auf | Foto: Zygmunt Gajewski

 

Wenn man sich künstlerisch mit politischen Themen beschäftigt, müsse es möglich sein, verwerfliches Verhalten öffentlicher Personen künstlerisch auszudrücken. In manchen Fällen seien die Verwerfungen so groß, “dass man die Form des Karikierens wählen muss”, erklärt der Künstler.

Am Sonntag sei der Linzer Bürgermeister laut Zülfikar zurückgerudert und habe ihm mitgeteilt, “dass er bezüglich der Zensur meines Kunstwerkes eine falsche Entscheidung getroffen hat. Er hat sich diesbezüglich entschuldigt. Das Kunstwerk darf ab sofort in der Linzer Stadthalle, bis zum Ende der Ausstellung, gezeigt werden”.

Morgen Nachmittag wird Zülfikar in der Stadthalle selbst anwesend sein.

Ali Zülfikar und Stadtbürgermeister Hans Georg Faust vor dem umstrittenen Werk. Später zeigte Faust Größe und entschuldigte sich | Foto: Zygmunt Gajewski

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Kreisverwaltung und Außenstellen nach Himmelfahrt geschlossen

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Foto: Stefan Knauf

Rhein-Sieg-Kreis – Am Freitag nach Christi Himmelfahrt, 31.05.2019, sind alle Dienststellen im Siegburger Kreishaus sowie sämtliche Außenstellen der Kreisverwaltung geschlossen. Dies gilt ebenso für die Jugendhilfezentren des Rhein-Sieg-Kreises in Eitorf, Meckenheim und Neunkirchen-Seelscheid sowie für die Dienststellen der Kreisverwaltung im TechnoPark in Sankt Augustin.

Die Verwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher, dies bereits jetzt bei ihren Planungen zu berücksichtigen.

Ab Montag, 03.06.2019, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern dann wieder wie gewohnt zur Verfügung. (hei)

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11. Februar: Europäischer Tag des Notrufs – 112 gilt europaweit

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Rhein-Sieg-Kreis. – Im Schnitt alle 85 Sekunden geht in der Feuer- und Rettungsleitstelle des Rhein-Sieg-Kreises ein Notruf ein. Dies geschieht entweder durch eine automatische Gefahrenmeldeanlage oder einen Telefonanruf. Rund 250.000 eingehende Anrufe wurden allein in 2018 registriert. Darunter waren etwa 425 Notrufe pro Tag.

Wer die 112 wählt, erreicht die Feuerwehr, braucht einen Notarzt oder den Rettungsdienst. Die Nummer sollte aber wirklich nur in akuten Notfällen gewählt werden, also wenn Menschenleben bedroht sind. Die Polizei erreichen Hilfesuchende unter der 110.

Leider registrieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Leitstelle im Kreishaus in Siegburg immer öfter, dass viele Menschen den Notruf auch wählen, wenn sie z.B. einen Arzt sprechen wollen oder Fragen zu Medikamenten haben. Damit können die Anrufenden aber die Notrufnummer für lebensbedrohliche Fälle blockieren. Den Ärztlichen Bereitschaftsdienst erreicht man unter der bundesweit gültigen Nummer 116 117. Sie sollte gewählt werden, wenn man die Hausärztin oder den Hausarzt außerhalb der Sprechzeiten nicht erreicht. Zudem gibt es einen Zahnärztlichen Bereitschaftsdienst, sowie mehrere Not- Sorgen- und Beratungstelefone.

Übrigens können Gehörlose oder höreingeschränkte Menschen ein Notruf-Fax absetzen, welches über die 112 an die Leitstelle geschickt werden kann. Der Eingang des Telefaxes wird bei der Einsatzbearbeiterin oder beim Einsatzbearbeiter genau wie ein Telefonanruf signalisiert. Auf dem Formular wird aufgeschrieben, wer die Absenderin beziehungsweise der Absender ist und wo genau Hilfe benötigt wird. Ob Feuerwehr, Rettungsdienst oder Polizei angefordert wird, erfolgt per Ankreuzverfahren. Zudem gibt es Platz für weitere schriftliche Ergänzungen. Die Leitstelle entsendet dann unverzüglich die angeforderte Hilfe und die Absenderin beziehungsweise der Absender erhält ein Fax als Rückmeldung.

Den Europäischen Tag des Notrufs am 11. Februar gibt es seit 2009. Das Europäische Parlament, der Rat der Europäischen Union und die EU-Kommission wollen die seit 1991 europaweite Gültigkeit des Europanotrufs 112 bekannter machen. Der 11.2. wurde aufgrund der Zahlenfolge im Datum gewählt. (an)

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Wirtschaft im Rhein-Sieg-Kreis wächst weiter überdurchschnittlich

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Kann sich über die wirtschaftliche Entwicklung seines Kreises freuen: Landrat Sebastian Schuster

Rhein-Sieg-Kreis. Die Wirtschaftslage im Rhein-Sieg-Kreis ist weiter überdurchschnittlich gut. Das geht aus jetzt veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamtes Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) hervor. Demnach hat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in den Unternehmen im Rhein-Sieg-Kreis im Jahr 2017 um 4.369 beziehungsweise 3,0 Prozent auf 148.134 Arbeitsplätze zugenommen. Der Rhein-Sieg-Kreis gehört damit auch weiter zu den überdurchschnittlich wachsenden Regionen in Nordrhein-Westfalen und Deutschland (Zunahme jeweils 2,4 Prozent).

„Der Großteil der neuen Arbeitsplätze wurde in Betrieben mit 250 und mehr Mitarbeiterinnen oder Mitarbeitern geschaffen“, sagt Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler. In diesem Bereich sind insgesamt 2.651 Arbeitsplätze dazu gekommen (+9,8 Prozent), gefolgt von den Größenklassen 10 bis 49 Beschäftigte (+750 beziehungsweise +1,8 Prozent), 50 bis 249 Beschäftigte (+574 beziehungsweise +1,3 Prozent) und bis 9 Arbeitnehmende (+394 beziehungsweise +1,2 Prozent).

„Obwohl sich das Wachstum zuletzt auf die etwas größeren Firmen konzentriert hat, ist und bleibt der Rhein-Sieg-Kreis eine Region des Mittelstands“, so Dr. Hermann Tengler. Von den insgesamt 26.129 Betrieben, die es im Kreisgebiet gibt, haben 98 Prozent weniger als 50 Beschäftigte. „Diese Struktur wirkt in der Außenwahrnehmung zwar nicht spektakulär, sie ist dafür aber stabil und wenig krisenanfällig.“ Die Vielzahl an kleinen und mittleren Betrieben sorge für ein breit gefächertes Arbeitsplatzangebot und sei damit ein wesentlicher Grund für die niedrige Arbeitslosigkeit von zurzeit 4,6 Prozent im Kreisgebiet. (db)

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26Mai19:0021:00HG.Butzko mit seinem neuen Programm „echt jetzt“

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Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
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