Weltkriegsbombe in Lengsdorf wird entschärft – Evakuierung beginnt

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Symbolfoto: Pixabay/Hans

Bonn-Lengsdorf – Die am Nachmittag auf einer Baustelle in der Lengsdorfer Hauptstraße gefundene Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wird heute, voraussichtlich gegen Mitternacht, entschärft.

Update 18:10: Der Kampfmittelbeseitigungsdienst hat den Evakuierungsradius auf 500 Meter um den Fundort der englischen, 250 Kilogramm schweren Bombe festgelegt. In diesem Bereich, in dem auch die Autobahn 565 liegt, müssen die Bürgerinnen und Bürger ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Straßensperrungen und die Evakuierung sind angelaufen. 5000 Bürgerinnen und Bürger sind betroffen.

Die Bonner Feuerwehr hat die Hardtberghalle, Gaußstraße 1, als Anlaufstelle für die Anwohnerinnen und Anwohner hergerichtet. Die Halle ist so groß, dass die Hygiene- und Abstandsregeln beachtet werden können. Die Stadtverwaltung weist darauf hin, dass Anwohnerinnen und Anwohner, die während der Evakuierung anderweitig unterkommen, die geltenden Corona-Regelungen beachten müssen, insbesondere die Kontaktbeschränkung.

Update 19:01: Für die von der Evakuierung Betroffenen gelten heute Abend nicht die Ausgangsbeschränkungen ab 22 Uhr. Diese Bürgerinnen und Bürger, die gebeten werden, z.B. den Personalausweis mit sich zu führen, um den Wohnort kontrollieren zu können, werden nach der Entschärfung, auch wenn diese später als 22 Uhr erfolgen sollte, in ihre Wohnungen und Häuser zurückkehren können.

Die im vom Kampfmittelbeseitigungsdienst festgelegten Evakuierungsradius von 500 Metern liegende Autobahn 565 wird während der Entschärfung befahrbar bleiben. Lediglich die Anschlussstelle Lengsdorf wird gesperrt werden müssen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner der Senioreneinrichtung Haus Mühlenbach werden nicht evakuiert. Sie können in dem Haus bleiben, müssen sich aber während der Entschärfung auf der vom Fundort abgewandten Seite des Gebäudes aufhalten.

In dem Evakuierungsgebiet gibt es 33 Personen, die sich derzeit in Quarantäne befinden. Die Stadtverwaltung bittet diese Personen, nicht die als Anlaufstelle hergerichtete Hardtberghalle aufzusuchen. Der Stadtordnungsdienst wird die Personen zu Hause abholen und für eine Unterbringung sorgen.

 

 

 

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